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Border problems
law, capitalism, and the creation of state institutions in the Yukon riverlands, ca. 1895-1925
Andreas Mentrup-Womelsdorf
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium Sozialwissenschaften: Kultur- und Sozialanthropologie
Betreuer*innen
Peter Schweitzer ,
Bathsheba Demuth
DOI
10.25365/thesis.77980
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13924.03958.846295-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Gestützt auf Forschungen in Archiven in den USA und Kanada – sowohl auf staatlicher, regionaler sowie auf bundesstaatlicher Ebene – untersucht meine Dissertation die historische Entstehung staatlicher Institutionen in den Yukon riverlands in Bezug einerseits auf die besonderen Umweltbedingungen und andererseits auf die Dynamiken kapitalistischer Ökonomien. Die Entfaltung extraktivistischer Ökonomien im interior der Yukon riverlands was maßgeblich von der Abwesenheit großmaßstäblicher landwirtschaftlicher Produktion gekennzeichnet, was die Abhängigkeit des Bergbaus von äußeren Märkten vergrößerte und ebenso die Abhängigkeit von der Nutzbarkeit möglichst günstiger, lokaler Energiequellen. Diese Situation wurde durch die Entfaltung staatlicher Institutionen sowie der Artikulation der internationalen Grenze entlang des 141-ten Meridian kompliziert, der die USA von Kanada abgrenzte bzw. bis heute abgrenzt. Inspiriert von Michel Foucaults Methode der Problematisierung untersucht meine Dissertation nun im Kern drei Fragestellungen: (1) (1) Welche Arten von Problemen identifizierten staatliche Stellen denn überhaupt als Gegenstände staatlichen Handelns? Welche Instrumente entwickelten sie, um diese Probleme zu lösen? (2) Welche strategischen Prioritäten definierten Behörden und wie interagierten diese Prioritäten mit- und untereinander? Wie wurden diese strategischen Prioritäten in Praktiken des bordering übersetzt? (3) In welchem Bezug standen Strategien und Taktiken staatlicher Behörden zu den more-than-terrestrial ecologies der Yukon riverlands? Die Grenze zwischen den USA und Kanada operierte in engster Verbindung mit den operationalen Charakteristika und den Anforderungen des extraktivistischen Kapitalismus. Die wesentliche Voraussetzung für eine Expansion staatlicher Institutionen in den Yukon riverlands bestand in der Gewinnung von Abgaben, die durch die Verwaltung von Handel und Gewerbe über die Grenzlinie generiert wurden. Während die Beziehungen Indigener Gesellschaften und ihre besonderen Mobilitätsmuster von staatlichen Stellen weitgehend ignoriert wurden, so wurden Indigene Gesellschaften doch just in dem Augenblick zum Ziel – teils außerordentlich aggressiver – staatlicher Interventionen, wenn sie als Gefahren für die ökonomische Entwicklung oder als Bedrohung der hegemonialen, sozio-ökonomischen Stellung der weißen, kolonisierenden Bevölkerung wahrgenommen wurden. Trotzdem wurden staatliche Institutionen niemals zu allumfassenden, allgegenwärtigen Entitäten, die die Gesamtheit all der Länder kontrollieren würden, die die USA und Kanada für sich beanspruchten. Häufig war die Grenze zwischen Alaska und dem kanadischen Yukon Territory mehr Wunsch als Fakt.
Abstract
(Englisch)
Based on archival research in national and regional archives both in the United States and in Canada, my dissertation examines the emergence of state institutions in interior of the Yukon riverlands in relation to the riverlands’ particular environmental conditions and the dynamics of capitalist economies. The emergence of extractive economies in the interior Yukon riverlands at the turn of the century, was shaped by the absence of large-scale agricultural development increasing both the dependency on outside markets and on the availability of local sources of cheap energy. This situation was complicated by the emergence of state institutions and the articulation of the international boundary separating the United States from Canada along the 141st meridian. Inspired by Michel Foucault’s method of ‘problematization’, the dissertation examines three sets of questions. (1) What types of problems did colonial officials in the Yukon riverlands identify as sites for state intervention; and what instruments were envisioned to ‘solve’ these problems? (2) What were the strategic priorities determined by state agents; and how did these priorities interact with each other? How did these overarching priorities transpire into local practices of bordering? (3) How did the strategies and tactics of state officials relate to the more-than-terrestrial ecologies of the Yukon riverlands? Practically, the U.S.-Canada border operated in closest accordance with the operational features and demands of extractivist capitalism. The principal condition of the expansion of the colonial state was determined by the generation of revenues through the administration of trade and commerce. While Indigenous patterns of mobility and relationships were largely ignored by state institutions, Indigenous peoples were targeted—with considerable violence—by government agents particularly at instances when Indigenous practices were considered to endanger economic development or to threaten policies tailored to secure a hegemonic socio-economic position for the white colonizing population. However, state institutions did not become omnipotent entities controlling the entireties of lands that both the United States and Canada claimed. Often, the U.S.-Canada border proved aspiration rather than fact.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Alaska Yukon Grenze Staat Kapitalismus
Haupttitel (Englisch)
Border problems
Hauptuntertitel (Englisch)
law, capitalism, and the creation of state institutions in the Yukon riverlands, ca. 1895-1925
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
478 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Judith Bovensiepen ,
Benjamin Hoy
AC Nummer
AC17471111
Utheses ID
74068
Studienkennzahl
UA | 796 | 310 | 307 |
