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Zwischen Kunst und Kampf
feministisches Kunstschaffen im Spannungsfeld neoliberaler Ideale und emanzipatorischer Subversion

Julia Maria Gruber
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Gender Studies
Betreuer*in
Stefan Vater
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77474
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14716.09064.121063-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Masterarbeit untersucht den Einfluss der neoliberalen Perfektions-, Wettbewerbs- und Effizienzkultur auf den Schaffensprozess feministischer Kunst. Ausgehend von der Prämisse, dass feministische Kunst nicht als homogene Kategorie zu definieren ist, sondern vielfältige Ansätze und Praktiken umfasst, analysiert die Arbeit, wie Kunstschaffende mit den Herausforderungen und Widersprüchen umgehen, die sich aus der Verflechtung von Kunst, Kapitalismus und Neoliberalismus ergeben. Ergänzend werden Erkenntnisse aus Interviews mit fünf feministischen Künstler*innen aus den Bereichen der bildenden Kunst, der visuellen und filmischen Praxis sowie der Performancekunst einbezogen. Diese Gespräche erweitern und konkretisieren die theoretischen Überlegungen durch Perspektiven aus der künstlerischen Praxis und dienen gleichzeitig als Reflexionsraum, um die Komplexität der Thematik in ihrer Vielschichtigkeit zu erfassen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass neoliberale Strukturen den Schaffensprozess feministischer Kunst auf vielfältige Weise beeinflussen. Der Druck, sich als kunstschaffende Person selbst zu vermarkten, in einem kompetitiven Umfeld zu bestehen und ständig neue, innovative Arbeiten zu produzieren, führt zu einer verstärkten Selbstoptimierung und einem Fokus auf Effizienz und Produktivität. Gleichzeitig verdeutlichen die Interviews aber auch die Widerstandsfähigkeit feministischer Künstler*innen. Sie entwickeln Strategien, um den neoliberalen Zwängen entgegenzuwirken und ihre künstlerische Praxis als kritischen und subversiven Raum zu erhalten. Die Arbeit plädiert für eine verstärkte Förderung von Solidarität, Diversität und tatsächlicher Intersektionalität sowie kollektiven Praktiken im Kunstbetrieb, um den negativen Auswirkungen der neoliberalen und kapitalistischen Strukturen entgegenzuwirken.
Abstract
(Englisch)
This master's thesis examines the influence of the neoliberal culture of perfection, competition, and efficiency on the creative process of feminist art. Based on the premise that feminist art cannot be defined as a homogeneous category but rather encompasses diverse approaches and practices, the thesis analyzes how artists deal with the challenges and contradictions arising from the intertwining of art, capitalism and neoliberalism. Additionally, insights from interviews with five feminist artists from the fields of fine arts, film practice and performance art are included. These conversations expand and concretize the theoretical considerations through perspectives from artistic practice and simultaneously serve as a space for reflection to grasp the complexity of the topic in its multi-layered nature. The results of the study show that neoliberal structures influence the creative process of feminist art in many ways.The pressure to market oneself, to succeed in a competitive environment, and to constantly produce new, innovative work leads to increased self-optimization and a focus on efficiency and productivity. At the same time, however, the interviews also highlight the resilience of feminist artists. They develop strategies to counteract neoliberal constraints and maintain their artistic practice as a critical and subversive space. The thesis advocates for increased promotion of solidarity, diversity and actual intersectionality as well as collective practices in the art world to counteract the negative effects of neoliberal and capitalistic structures.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Neoliberalismus feministische Kunst Kapitalismus Diversität Gerechtigkeit Antidiskriminierung Subversion LGBTQIA+ politische Kunst Nicht-Performativität
Schlagwörter
(Englisch)
neoliberalism feminist art capitalism diversity equality anti-discrimination subversion LGBTQIA+ political art non-performativity social justice
Autor*innen
Julia Maria Gruber
Haupttitel (Deutsch)
Zwischen Kunst und Kampf
Hauptuntertitel (Deutsch)
feministisches Kunstschaffen im Spannungsfeld neoliberaler Ideale und emanzipatorischer Subversion

Paralleltitel (Englisch)
Between art and struggle
Paralleluntertitel (Englisch)
feminist art creation in the field of tension between neoliberal ideals and emancipatory subversion

Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
97 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Stefan Vater
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein. Sonstiges
AC Nummer
AC17404573
Utheses ID
74074
Studienkennzahl
UA | 066 | 808 | |
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