Detailansicht
Von Ava und Adam bis Olimpia und Tom
Emanzipation und sexuelle Manipulation künstlicher Menschen in Literatur und Film
Alexandra Wieser
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsche Philologie
Betreuer*in
Michael Rohrwasser
DOI
10.25365/thesis.78341
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19855.03263.549249-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit analysiert die Wechselbeziehungen von Emanzipation und sexueller Manipulation künstlicher Menschen in Literatur und Film, mit besonderem Fokus auf das transmediale Genre der Science-Fiction. Künstliche Menschen, definiert als anthropomorphe Maschinen mit künstlicher Intelligenz, sind seit der Antike ein fester Bestandteil der Literatur und begleiten auch den Film seit seinen Anfängen, wobei eine sexuelle Dimension häufig subtil mitschwingt. Theoretisch basiert die Arbeit auf Werner Faulstichs Grundkurs Filmanalyse und der These, dass künstliche Menschen Sexualität bewusst nutzen, um bestehende Machtverhältnisse zu ihren Gunsten zu verschieben und Emanzipation von ihren Schöpfer*innen oder Besitzer*innen zu erreichen. Methodisch wird eine Kombination aus Close-Reading und analytischer Fragestellung verwendet, die spezifische narrative und visuelle Strukturen der Sexualität in den ausgewählten Beispielen analysiert. Die Analyse zeigt, dass sexuelle Handlungen in unterschiedlichen Formen auftreten, jedoch nicht immer der Emanzipation der künstlichen Menschen dienen. Die künstlichen Menschen der englischsprachigen Beispiele erreichen ihre Emanzipation, jedoch nicht ausschließlich durch manipulierende Sexualität, während dies den künstlichen Menschen der deutschsprachigen Beispiele nicht gelingt. Die Menschen der untersuchten Beispiele entpuppen sich oftmals als die eigentlichen Versuchsobjekte, was in einer Perspektive der menschlichen Emanzipation von den Maschinen resultiert. Die Schlussfolgerung verdeutlicht, dass künstliche Menschen durch ihren Freiheitsdrang und ihre (oft einprogrammierte) Unvollkommenheit als menschlich wahrgenommen werden. Diese Zuschreibung führt dazu, dass biologische Menschen ihre Emotionen auf die Maschinen projizieren und sie sich eigentlich von diesen emanzipieren müssen. Die Arbeit schließt mit einem Blick auf die zukünftigen Implikationen dieser Thematik – sowohl fiktional als auch real.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
künstliche Menschen Science Fiction Emanzipation Sexualität Literatur und Film Transmedialität
Autor*innen
Alexandra Wieser
Haupttitel (Deutsch)
Von Ava und Adam bis Olimpia und Tom
Hauptuntertitel (Deutsch)
Emanzipation und sexuelle Manipulation künstlicher Menschen in Literatur und Film
Paralleltitel (Englisch)
Emancipation and sexual manipulation of artificial humans in literature and film
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
208 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Rohrwasser
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe. literarische Motive. literarische Themen
AC Nummer
AC17524610
Utheses ID
74134
Studienkennzahl
UA | 066 | 817 | |
