Detailansicht

Die griechischen Versinschriften der Stadt Rom
Transkulturalität, Diversität und Identität(en) an poetischen Orten
Alexander Gangoly-Madl
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium der Philosophie Alte Geschichte und Altertumskunde
Betreuer*in
Peter Kruschwitz
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.78417
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19954.06115.920482-2
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Ziel dieser Dissertation ist es, die Relevanz der griechischen Versinschriften (Carmina) der Stadt Rom in Bezug auf ihre lokalen, sozialen und kulturellen Aspekte herauszuarbeiten. Dazu wurde eine erste (möglichst) komplette Sammlung von Carmina der Hauptstadt erstellt und unter Hinzuziehung der Konzepte der Transkulturalität und der Kollektivität analysiert. Daraus ergeben sich ein kartographischer Blick auf die Verteilung der Fundorte der Versinschriften, Details zu den soziokulturellen Lebensweisen über verbreitete Formeln hinausgehend sowie die individuellen Charakteristika hinsichtlich Sprache und Herkunft. Die lokalen Relationen von griechischen und lateinischen Stücken lassen mit Ausnahme von Kirchen und Katakomben keine nennenswerten Häufungen erkennen. Die soziokulturellen Prägungen bilden in Mentalitäten und Habitus vorwiegend griechische, bisweilen aber auch lateinische und aus beiden Kulturen gemischte Elemente ab. Die kulturelle(n) Identität(en) äußern sich besonders in den vereinzelt auftretenden Referenzen auf literarische und epigraphische Vorlagen, der vielseitigen Verwendung von Bilingualität sowie Rom als Heimat von Griechischsprachigen teilweise über mehrere Generationen hinweg. Diese Ergebnisse legen nahe, dass Griechisch in Rom entgegen der häufig getroffenen Annahme nicht ohne genauere und ernstzunehmende Betrachtung als fremd an-gesehen werden darf. Außerdem hat sich gezeigt, dass Versinschriften nicht ausschließlich Schemata folgen, sondern auch Schlüsse über das Alltagsleben zulassen, sofern den oftmals verborgenen Details Beachtung zugestanden wird.
Abstract
(Englisch)
The aim of this dissertation is to analyse the relevance of the Greek verse inscriptions (carmina) of the city of Rome with regard to their local, social and cultural aspects. To this end, a first (as far as possible) complete collection of carmina from the capital was compiled and ana-lysed with reference to the concepts of transculturality and collectivity. This resulted in a carto-graphic view of the distribution of the locations where the verse inscriptions were found, details of socio-cultural lifestyles beyond common formulae and individual characteristics in terms of language and origin. With the exception of churches and catacombs, the local relations of Greek and Latin pieces do not reveal any significant clusters. The socio-cultural imprints in mentalities and habitus contain predominantly Greek, but sometimes also Latin and mixed elements from both cultures. The cultural identity(-ies) are expressed particularly in the occasional references to literary and epigraphic models, the versatile use of bilingualism and Rome as the home of Greek speakers, in some cases over several generations. These results suggest that, contrary to what is often assumed, Greek in Rome should not be regarded as foreign without closer and more serious consideration. It has also been shown that verse inscriptions do not exclusively follow patterns, but also allow conclusions to be drawn about everyday life, provided that attention is paid to the often hidden details.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Antikes Rom Griechische Versinschriften Carmina Graeca Epigraphica Lateinische Versinschriften Carmina Latina Epigraphica Transkulturalität Diversität Identitäten Inscriptiones Graecae Urbis Romae Mentalitäten Habitus Bilingualität Fremde Heimat Alltagskultur
Schlagwörter
(Englisch)
Ancient Rome Greek verse inscriptions Carmina Graeca Epigraphica Latin verse inscriptions Carmina Latina Epigraphica transculturality diversity identities Inscriptiones Graecae Urbis Romae mentalities habitus bilingualism foreigners homeland everyday culture
Autor*innen
Alexander Gangoly-Madl
Haupttitel (Deutsch)
Die griechischen Versinschriften der Stadt Rom
Hauptuntertitel (Deutsch)
Transkulturalität, Diversität und Identität(en) an poetischen Orten
Paralleltitel (Englisch)
The Greek verse inscriptions of the city of Rome
Paralleluntertitel (Englisch)
transculturality, diversity and identity(-ies) in poetic landscapes
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
327 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Gianfranco Agosti ,
María Paz de Hoz García-Bellido
Klassifikation
15 Geschichte > 15.28 Römisches Reich
AC Nummer
AC17534469
Utheses ID
74142
Studienkennzahl
UA | 792 | 310 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1