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Deep necklines and deeper insights
exploring nip-slips in French art from 1770 to 1790
Marlies Ehrenpaar
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Raphael Rosenberg
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77759
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23410.18193.380876-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die letzten zwanzig Jahre des Ancien Régime waren geprägt von Übertreibungen, unter anderem in der Mode. Auch die Tiefe der Ausschnitte ist, für heutige Verhältnisse, übertrieben. Doch tief ausgeschnittene Décolletés, die Brustwarzen zeigten, waren weder selten noch skandalös, sondern ein Modetrend. Diese Arbeit untersucht unbedeckte Brustwarzen im Kontext von Mode, Intimität und Mutterschaft und deren kulturelle sowie gesellschaftliche Bedeutung. Eine Analyse von Modeillustrationen zeigt, dass „Nippelblitzer“ weit verbreitet waren. Enge, tief ausgeschnittene Kleider und stützende Unterkleidung sorgten dafür, dass Brustwarzen in der Öffentlichkeit häufig sichtbar waren, selbst in formellen Kontexten. Zeitgenössische Kunst, auch von Malerinnen, stellte diesen Stil als ästhetisches Ideal dar, ohne als unangebracht wahrgenommen worden zu sein. Darstellungen von Mutterschaft, die an die Madonna lactans erinnern, verliehen der Brustwarze eine tugendhafte und beinahe heilige Bedeutung, was auch den Idealen der Aufklärung entspricht. Praktisch gesehen erleichterten tiefe Ausschnitte das Stillen. Diese Arbeit zeigt, dass freiliegende Brustwarzen zwischen 1770 und 1790 als Ausdruck von Schönheit und Tugend galten, ein Kontrast zu heutigen Normen, was eine differenzierte Betrachtung dieser Darstellungen erfordert.
Abstract
(Englisch)
The final twenty years of the Ancien Régime were marked by excess, including in fashion. The plunging necklines of the time, which by today’s standards might seem excessive, often exposed nipples. However, such revealing décolletages were neither rare nor scandalous but rather a fashion trend. This study examines exposed nipples in the context of fashion, intimacy and motherhood, exploring their cultural and societal significance. An analysis of fashion plates, illustrates that „nip-slips” were widespread. Tight, low- cut dresses and supportive undergarments often made nipples visible in public, even in formal settings. Contemporary art, including works by female painters, depicted this style as an aesthetic ideal without provoking scandal. Portrayals of motherhood, reminiscent of the Madonna lactans, endowed the exposed nipple with a virtuous and nearly sacred significance, aligning with Enlightenment ideals that celebrated motherhood as natural and virtuous. Practically, low necklines also facilitated breastfeeding. This study demonstrates that between 1770 and 1790, exposed nipples were regarded as expressions of beauty and virtue, a stark contrast to modern norms, underscoring the need for a nuanced understanding of these historical depictions.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Mode 18. Jahrhundert Körper Schönheit
Schlagwörter
(Englisch)
Fashion History 18th century France Body Beauty
Autor*innen
Marlies Ehrenpaar
Haupttitel (Englisch)
Deep necklines and deeper insights
Hauptuntertitel (Englisch)
exploring nip-slips in French art from 1770 to 1790
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
176 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Raphael Rosenberg
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.10 Kunst und Gesellschaft
AC Nummer
AC17447235
Utheses ID
74192
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1