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Political Borderwork in der Exklave Melilla
Organisationen des Dritten Sektors als Agentinnen migrationspolitischen Wandels?
Lena Sophie Reichelt
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Cengiz Günay
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77492
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24940.07790.953530-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Am 24. Juni 2022 starben mindestens 27 Menschen beim Versuch, den Grenzzaun zwischen Marokko und der spanischen Exklave Melilla zu überwinden. Dieses „Nador-Melilla-Massaker“ symbolisiert ein extremes, aber bei weitem nicht das einzige Beispiel für die gravierenden Folgen des Grenz- und Migrationsmanagements in Melilla, die im Rahmen dieser Masterarbeit beleuchtet werden. Im Fokus steht zudem die Frage, ob und wie Organisationen des Dritten Sektors (ODSs) das Migrations- und Grenzmanagement unterstützen und legitimieren (entpolitisieren) oder in Frage stellen (repolitisieren). Dazu wurden im Rahmen einer Feldforschung im Winter 2024 Interviews mit Mitarbeitenden spanischer und internationaler ODSs geführt, die in Melilla tätig sind. Untersucht wurden sowohl ODSs, die öffentliche Mittel erhalten (Insider-ODSs), als auch solche, die unabhängig von solchen Fördergeldern agieren (Outsider-ODSs), um den Einfluss ihrer Finanzierungsart auf ihre political Borderwork zu beleuchten. Die Ergebnisse zeigen, dass humanitäre und Advocacy-Aktivitäten von ODSs sowohl entpolitisierende als auch repolitisierende Effekte haben können. ODSs in Melilla tragen zu einer Entpolitisierung des Grenz- und Migrationsmanagements bei, indem sie die Auswirkungen staatlicher Migrations-Praktiken abmildern und bestehende Selektionskategorien und -prozesse von Migrant:innen legitimieren. Darüber hinaus führt auch der Ausschluss migrantischer Initiativen von Advocacy-Aktivitäten, durch die bestehende Machtasymmetrien reproduziert werden, zu einer Entpolitisierung. Gleichzeitig führt die political Borderwork von ODSs in Melilla zu einer Repolitisierung, indem sie staatliche Praktiken überwachen und Missstände öffentlich kritisieren, sich für die Rechte von Migrant:innen einsetzen und selbstbestimmte Advocacy-Aktivitäten von Migrant:innen unterstützen. Die Arbeit zeigt darüber hinaus die besondere Relevanz von Kooperationsbildungen zwischen ODSs und mit Migrant:innen auf.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Grenz- und Migrationsmanagement EU-Außengrenze Political Borderwork Organisationen des Dritten Sektors Humanitarian Borderwork Re- bzw. Entpolitisierung
Autor*innen
Lena Sophie Reichelt
Haupttitel (Deutsch)
Political Borderwork in der Exklave Melilla
Hauptuntertitel (Deutsch)
Organisationen des Dritten Sektors als Agentinnen migrationspolitischen Wandels?
Paralleltitel (Englisch)
Political borderwork in the exclave of Melilla
Paralleluntertitel (Englisch)
third sector organizations as agents of migration policy change?
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
153 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Cengiz Günay
Klassifikation
89 Politologie > 89.57 Politische Beteiligung
AC Nummer
AC17405575
Utheses ID
74198
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
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