Detailansicht

Neue Normalität: Darstellung der Corona-Pandemie und Normalitätsverhandlungen in Kanehara Hitomis fiktionalem Text Hara o sukaseta yūsha-domo
Stella Zoë Anna Grober
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Japanologie
Betreuer*in
Ina Hein
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77716
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24940.16361.381851-6
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie der fiktionale Text Hara o sukaseta yūsha-domo (2023) von der japanischen Schriftstellerin Kanehara Hitomi das Thema Normalität in den Bereichen Bildungsbedingungen, Arbeit und privaten, zwischenmenschlichen Beziehungen im Kontext der Corona-Pandemie verhandelt. Der Text wird als Teil der japanischsprachigen Corona-Literatur analysiert. Zunächst wird das Konzept der Normalität – besonders hinsichtlich seiner Bedeutung in der japanischen Gegenwartsgesellschaft – diskutiert. Darauf folgt ein Überblick über den Verlauf der Corona-Pandemie in Japan, die ergriffenen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus und die hervorgetretenen gesellschaftlichen Phänomene. Anschließend werden mithilfe eines narratologischen Ansatzes und in einem Zusammenspiel von close und wide reading die Haltung der Figuren in Kaneharas Text gegenüber Normalität sowie die Bedeutung und Funktion der Darstellung der Corona-Pandemie untersucht. Die Analyse zeigt u.a., dass – im Gegensatz zu früheren Werken Kaneharas – Widerstand gegen die Normgesellschaft nicht durch die jugendliche Protagonistin, sondern durch die Elterngeneration ausgedrückt wird. Junge Figuren leiden zwar ebenfalls unter dem Anpassungsdruck, aber sie ziehen sich deshalb nicht längerfristig aus der Gesellschaft zurück. Des Weiteren bestätigt die Arbeit bestehende Ergebnisse anderer Literaturwissenschaftler*innen und Japanolog*innen, welche die Darstellung der Corona-Pandemie in japanischsprachiger Fiktion als Katalysator verstehen, wodurch gesellschaftliche Problemstellen deutlich sichtbar gemacht werden. Diese Funktion ist typisch für Katastrophenliteratur.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines how normalcy is negotiated in the fictional work Hara o sukaseta yūsha-domo (2023) by Kanehara Hitomi regarding conditions for (school) education, work and private interpersonal relations. The analysis looks at how the coronavirus pandemic is depicted. After normalcy as a concept is defined and applied to present Japanese society, an overview of the coronavirus pandemic with a focus on measures for prevention of infection spread as well as related social phenomenon is given. Using a narratological approach which combines close and wide reading, the analysis examines the characters' attitudes toward normalcy as well as the meaning and function of the depiction of the coronavirus pandemic in the text. The analysis reveals, among other things, that—unlike in Kanehara Hitomi's earlier works—resistance to normative society is expressed not by the adolescent protagonist, but by the parental generation. While young characters also suffer from the pressure to conform, they do not withdraw from society in the long term. Furthermore, this study confirms existing findings by other literary scholars and Japanologists who interpret the depiction of the coronavirus pandemic in Japanese-language fiction as a catalyst that makes social problems obvious, which is characteristic of disaster literature.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Katastrophe Corona-Pandemie Kanehara Hitomi Normalität Schule Arbeit Familie Normativität Japanischsprachige Literatur Corona-Literatur
Schlagwörter
(Englisch)
coronavirus pandemic Covid-19 catastrophe pandemic literature Japanese literature normalcy normativity school work family
Autor*innen
Stella Zoë Anna Grober
Haupttitel (Deutsch)
Neue Normalität: Darstellung der Corona-Pandemie und Normalitätsverhandlungen in Kanehara Hitomis fiktionalem Text Hara o sukaseta yūsha-domo
Paralleltitel (Englisch)
New normal: depiction of the coronavirus pandemic and negotiations on normalcy in Kanehara Hitomi's fictional text Hara o sukaseta yūsha-domo
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
132 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ina Hein
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe. literarische Motive. literarische Themen ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.97 Texte eines einzelnen Autors ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.91 Japanische Sprache und Literatur
AC Nummer
AC17443657
Utheses ID
74202
Studienkennzahl
UA | 066 | 843 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1