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Media mirrors and propaganda magic
reflecting on Gergely Karácsony's portrayal in Hungary's 2024 local elections
Kristóf Kovács
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Communication Science
Betreuer*in
Folker Hanusch
DOI
10.25365/thesis.77741
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24958.11962.285539-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Forschung untersucht die Darstellung von Gergely Karácsony, dem Bürgermeister von Budapest und einer prominenten Oppositionsfigur, in der ungarischen Medien-Scene während des Wahlkampfs zur Europäischen Union (EU) und den Kommunalwahlen 2024. Unter Verwendung eines theoretischen Rahmens, der politischen Parallelismus, die Theorie der Medienerfassung und die Framing-Theorie integriert, soll untersucht werden, wie staatlich kontrollierte und unabhängige Medienquellen die öffentliche Wahrnehmung und die Wahlergebnisse in Ungarns zunehmend illiberaler Demokratie beeinflussen. Ein besonderer Schwerpunkt der Forschung lag auf regionalen Zeitungen, vor allem auf denen auf dem Lande, mit besonderem Augenmerk auf dem drittbevölkerungsreichsten Komitat Ungarns, Hajdú-Bihar. Eine qualitative Inhaltsanalyse wurde gewählt, um eine Stichprobe von 67 Artikeln zu analysieren, die über einen Zeitraum von einem Monat von einem regierungsnahen, Mediaworks nahestehenden Nachrichtenblatt, HAON, und zwei unabhängigen regionalen Nachrichtenseiten, Cívishír und Debreciner, gesammelt wurden. Die Ergebnisse zeigen einen starken Kontrast in der Darstellung in den Medien: Die regierungsnahen Medien verwendeten durchweg negative Frames und bezeichneten Karácsony als „ineffektiv“, „korrupt“ und „radikal“, während sie seine angebliche administrative Inkompetenz und finanzielle Misswirtschaft hervorhoben. Diese Medien brachten Karácsony strategisch mit ausländischen Einflüssen in Verbindung und stimmten mit der Rhetorik von Ministerpräsident Viktor Orbán überein, der sich für nationale Souveränität und populistische Ziele einsetzt. Auf der anderen Seite lieferten unabhängige Medien eine ausgewogenere und nuanciertere Berichterstattung, die sich auf politische Diskussionen und konstruktive Kritik konzentrierte, ohne zu offener Negativität zu greifen. Diese Dichotomie unterstreicht den allgegenwärtigen Einfluss von Medienkontrolle und politischer Parallelität, die den Medienpluralismus und die demokratische Rechenschaftspflicht untergraben, indem sie regierungsnahe Narrative fördern und oppositionelle Stimmen marginalisieren. Die Studie trägt zur bestehenden Literatur bei, indem sie eine detaillierte Fallstudie über Medienmanipulation in Mittel- und Osteuropa vorlegt und die Herausforderungen aufzeigt, denen sich der unabhängige Journalismus in einem politisch aufgeladenen Umfeld gegenübersieht. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, die Unabhängigkeit der Medien zu schützen, um demokratische Integrität und einen informierten öffentlichen Diskurs in illiberalen Regimen zu gewährleisten.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Politischer Parallelismus Framing-Theorie Medienkontrolle Ungarn Medienpluralismus ungarische Demokratie populistische Rhetorik unabhängiger Journalismus MOEL journalismus
Autor*innen
Kristóf Kovács
Haupttitel (Englisch)
Media mirrors and propaganda magic
Hauptuntertitel (Englisch)
reflecting on Gergely Karácsony's portrayal in Hungary's 2024 local elections
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
61 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Folker Hanusch
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.30 Massenkommunikation. Massenmedien. Allgemeines
AC Nummer
AC17444055
Utheses ID
74208
Studienkennzahl
UA | 066 | 550 | |
