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DaZ: sprachliche Kategorisierungen und ihre gesellschaftlichen Implikationen
Erfahrungswerte von mehrsprachigen Schüler:innen und Deutschlehrkräften
Elina Fuhrmann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Thomas Fritz
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77755
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25804.09220.749256-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, zu untersuchen, welche gesellschaftlichen Implikationen mit der Kategorisierung „Deutsch als Zweitsprache“ einhergehen. Im Zuge dessen wird die folgende Forschungsfrage gestellt: Welche Zuschreibungen resultieren aus der Verwendung des Begriffs DaZ im Bildungskontext? Um dies zu beantworten, wurde eine qualitative Studie zu der Bezeichnung DaZ und deren Wahrnehmung durchgeführt. Die Untersuchung fokussierte sich insbesondere auf die Perspektive mehrsprachiger Schüler:innen sowie die Haltung von Deutsch-Lehrkräften. Die qualitative Studie zeigt, dass ‚neutrale‘ Begrifflichkeiten nie unabhängig von gesellschaftlichen Machtverhältnissen betrachtet werden können, dementsprechend wird durch die Bezeichnungspraxis Erst- und Zweitsprache ebenso eine qualitative Reihung vorgenommen. Aus den Ergebnissen geht hervor, dass mit dem Zweitsprachenbegriff inferiorisierende Adressierungen verbunden werden. Dies geht mit einer Idealisierung des native speakers einher. Im Laufe des Prozess des Otherings werden somit zwei Sprecher:innengruppen geformt: Subjekte in sozialen Machtpositionen (Wir) sowie Subjekte, die diesen Machtverhältnissen unterworfen sind (Nicht-Wir). Im Zuge dessen wird eine spezielle Art des Rassismus (Linguizismus) deutlich, welcher sich gezielt gegen Menschen wendet, die bestimmte Sprachen oder herkunftsbedingte Varietäten sprechen. Um einer hierarchisierenden Praxis entgegenzuwirken, gilt es alte, tradierte Muster aufzubrechen und nach neuen, alternativen Bezeichnungen zu suchen, die über die Dichotimien Erst- bzw. Zweitsprache hinausgehen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Deutsch als Zweitsprache Zweitsprache Mehrsprachigkeit Translanguaging Othering Linguizismus Muttersprache Native Speakerism Zuschreibung
Autor*innen
Elina Fuhrmann
Haupttitel (Deutsch)
DaZ: sprachliche Kategorisierungen und ihre gesellschaftlichen Implikationen
Hauptuntertitel (Deutsch)
Erfahrungswerte von mehrsprachigen Schüler:innen und Deutschlehrkräften
Paralleltitel (Englisch)
DaZ: Language categorisations and their social implications
Paralleluntertitel (Englisch)
experiences of multilingual students and German teachers
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
191 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Thomas Fritz
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.20 Soziolinguistik. Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.22 Sprachlenkung. Sprachpolitik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.23 Mehrsprachigkeit
AC Nummer
AC17444656
Utheses ID
74225
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 525 | 02
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