Detailansicht
(Un-)gendered self-annihilation
a comparative study of Hafiz, Emerson and Keats
Hossein Salimian Rizi
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium der Philosophie English and American Studies
DOI
10.25365/thesis.78727
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29692.00367.358422-9
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Werke von Šams-al-Din Moḥammad Hafiz Shīrāzī (ca. 1315-1390), John Keats (1795-1821) und Ralph Waldo Emerson (1803-1882) sind einzeln gut erforscht, jedoch liegt bisher keine vergleichende Gesamtstudie ausgewählter lyrischer Gedichte der drei Dichter vor. Meine Dissertation schließt diese Forschungslücke, wobei der Schwerpunkt hierbei auf dem dynamischen Selbst des Dichters und der Verbindung zur vergeschlechtlichten bzw. entgeschlechtlichen Identität liegt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Konzepte der fana (‚Entwerden‘) in ausgewählten Ghaselen von Hafiz, der negative capability in den Oden von Keats sowie der Selbstauflösung und der ,Überseele, in ausgewählten Gedichten von Emerson. Meine Studie orientiert sich an den folgenden Forschungsfragen: Wie können vergeschlechtlichte weibliche und entgeschlechtlichte Repräsentationen als integrierter Bestandteil des Verständnisses der dynamischen Konzepte? Und: Inwiefern wirkt sich die enge Korrespondenz von Ver- und Entgeschlechtlichungsprozessen auf die Fluidität von Identitäten aus? Zur Beantwortung dieser Fragen habe ich ausgewählte Gedichte der drei Autoren, analysiert und interpretiert, die bisher in keiner vergleichenden Studie behandelt wurden. In meiner Arbeit kommt eine Reihe von Methoden zum Einsatz, unter ihnen close reading, thematische Analyse und historische Kontextualisierung. Außerdem stütze ich mich vor allem auf zwei Philosophinnen und Theoretikerinnen der Gender Studies: zum einen Judith Butler, deren Theorie der Gender-Performativität die traditionelle Vorstellung, dass das Geschlecht ein festes, inhärentes, durch das biologische Geschlecht bestimmtes Attribut sei, in Frage stellt; und zum anderen Cornelia Klinger, die darlegt, wie Dualismen eine Ideologie zementieren, die „den Mann“ als „der Frau“ überlegen positioniert und gleichzeitig sicherstellt, dass die weibliche Position vergeschlechtlicht ist, während die männliche Position sowohl geschlechtsspezifisch ist als auch den Anspruch erhebt, neutral zu sein. Darüber hinaus betrachte ich sachliche Verbindungen und thematische Konvergenzen zwischen Keats und Emerson als Zeitgenossen, thematische Konvergenzen zwischen Hafiz und Keats, sowie zwischen Hafiz und Emerson. Schließlich ist die Art von Selbst, die Hafiz, Keats und Emerson propagieren, ständig an der Grenze zur Selbstentdeckung, indem sie ein dynamisches Selbst schafft, das durch fana, negative capability und Selbstauflösung erreicht wird.
Abstract
(Englisch)
While a significant amount of research exists on the works of Šams-al-Din Moḥammad Hafiz Shīrāzī (ca. 1315-1390), John Keats (1795-1821), and Ralph Waldo Emerson (1803-1882), individually, this dissertation conducts the first overall comparative study of selected lyrical poems by the three poets with a focus on the poet’s dynamic self and its connection to (un)gendered identity with the centrality of the concepts of fana (‘unbecoming’) in Hafiz’s selected ghazals, of negative capability in Keats’s odes, and of self-annihilation and the Over-Soul in selected poems by Emerson. It is guided by the following research questions: How can (un)gendered feminine representations be understood as an integrated component of understanding the dynamic concepts? and In what ways does the close correspondence of processes of gendering and un-gendering affect the fluidity of identities? In answering them, I have explored, analysed and interpreted the selected poems that, to date, have not been sufficiently addressed in any other comparative study. I employ a set of methods, namely close reading, thematic analysis and historical contextualisation. I also draw on the following theorists and philosophers: Judith Butler, whose theory of gender performativity challenges the traditional notion that gender is a fixed, inherent attribute determined by biological sex; Cornelia Klinger, who argues about how dualisms cement an ideology that positions ‘man’ as superior to ‘woman’ while ensuring that the feminised position is gendered whereas the masculine position is both gendered and has a claim to remaining neutral. Furthermore, I consider factual connections and thematic convergences between Keats and Emerson as contemporaries, and thematic convergences between Hafiz and Keats, Hafiz and Emerson. Finally, the kind of self that Hafiz, Keats, and Emerson promote is constantly verging on self-discovery through establishing a dynamic self, achieved through fana, negative capability, and self-annihilation.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Fana Selbstauflösung Negative Capability Überseele Fluidität von Identitäten Dynamik Entgeschlechtlichungsprozessen Femininität und Maskulinität Lyrik Ghazal Ode Islamische Mystik Romantik Transzendentalismus Einheit Geliebte Thematische Analyse Intertextualität Vergleichende Literaturwissenschaf
Schlagwörter
(Englisch)
Fana Self-Annihilation Negative Capability Over-Soul Fluidity of Identities Dynamism Ungendering gendering Femininity and Masculinity Lyric Poetry Ghazal Ode Islamic Mysticism Romanticism Transcendentalism Unity Beloved Thematic Analysis Intertextuality Comparative Literature
Haupttitel (Englisch)
(Un-)gendered self-annihilation
Hauptuntertitel (Englisch)
a comparative study of Hafiz, Emerson and Keats
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
289 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Mark Sandy ,
Claudia Yaghoobi
AC Nummer
AC17586297
Utheses ID
74247
Studienkennzahl
UA | 792 | 343 | |
