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Moral Distress von Intensivpflegepersonal auf Grund von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen
Doris Alsch
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Pflegewissenschaft
Betreuer*in
Ingeborg Eberl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.78055
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11673.23492.643522-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: Immer wieder kommt es auf Intensivstationen zu der Anwendung von Zwang in Form von vor allem mechanischen oder medikamentösen Freiheitsbeschränkungen. Dies wird vorrangig durch das Pflegepersonal angewendet, wodurch es zu einer Diskrepanz zwischen dem Wissen der adäquaten ethischen Entscheidungen oder Handlungen und dem Unvermögen dies umzusetzen kommt. Die Folge hiervon kann einerseits auf Seiten des Pflegepersonals das Erleben von Moral Distress und andererseits auf Patient:innenseite weitere negative, etwa auch psychische, Folgeerscheinungen im Genesungsverlauf sein. Ziel: Diese Arbeit soll die Thematik, wie Pflegepersonen die Anwendung von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen auf Intensivstationen für Erwachsene erleben und welche Bewältigungsstrategien sie hiermit zeigen, erstmalig beleuchten. Methodik: Es würde das Design einer qualitativen Herangehensweise ausgewählt. Hierbei wurden 13 leitfadengestützte Interviews mit Pflegepersonen auf unterschiedlichen Intensivstationen mit diversen Schwerpunkten im Bundesland Wien durchgeführt. Im Anschluss er-folgte eine inhaltlich strukturierte Inhaltsanalyse sowie die Auswertung der Ergebnisse. Ergebnisse: Vor allem durch das Fehlen von alternativen Möglichkeiten, statt der Anwendung von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen, kommt es zu unterschiedlichen Gefühlen, wie etwa auch Schuld und ein schlechtes Gewissen. Es zeigen sich mehrere Einflussfakto-ren, unter anderem eine hohe persönliche Motivation als auch eine adäquate Teamdynamik für die Möglichkeit alternative Wege zu beschreiten. Hierbei scheint auch das Vertrauen, im Team sowie zwischen den diversen Berufsgruppen essenziell zu sein. Die Pflegepersonen versuchen durch unterschiedliche Bewältigungsstrategien, wie etwa die Verniedlichung von Begriffen, oder etwa auch das Einnehmen von unterschiedlichen Rollen, mit solchen Situationen umzugehen. Diskussion: Es wird immer wieder vom Pflegepersonal erwähnt, dass es vor allem durch Supervision aber auch durch das allgemeine Bewusstsein über diese Thematik zu einer Reduktion kommen kann. Auch der Mangel an Wissen in der Pflegeausbildung wird kritisch betrachtet. Schlüsselwörter: freiheitsbeschränkende Maßnahmen, Intensivpflege, Moral Distress
Abstract
(Englisch)
Background: The use of restraint, particularly in the form of mechanical or medical restric-tions of freedom, occurs time and again in intensive care units. This is mainly applied by nursing staff, which leads to a discrepancy between the knowledge of adequate ethical de-cisions or actions and the inability to implement them. The consequence of this can be the experience of moral distress on the part of the nursing staff on the one hand and further negative, including psychological, consequences for the patient during the course of their recovery on the other. Aim: This study is the first to shed light on the topic of how carers experience the use of measures that restrict freedom in adult intensive care units and what coping strategies they use. Methods: A qualitative approach was chosen for the design. This involved conducting 13 guided interviews with nursing staff in various intensive care units with different specialisati-ons in the province of Vienna. This was followed by a structured content analysis and eva-luation. Results: Above all, the lack of less severe means instead of the use of measures that rest-rict freedom leads to various different feelings, such as guilt and a guilty conscience. There are several influencing factors, such as high personal motivation as well as adequate team dynamics for the possibility of pursuing alternative paths. Trust within the team and between the various professional groups also appears to be essential. The carers try to deal with such situations using different coping strategies, such as trivialising terms or taking on diffe-rent roles. Discussion: Nursing staff repeatedly mention that supervision in particular, but also general awareness of the issue, can lead to a reduction. The lack of knowledge in nursing training is also viewed critically. Keywords: physical restraint, medical restraint, intensive care unit, moral distress

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
freiheitsbeschränkende Maßnahmen Intensivpflege Moral Distress
Schlagwörter
(Englisch)
physical restraint medical restraint intensive care unit moral distress
Autor*innen
Doris Alsch
Haupttitel (Deutsch)
Moral Distress von Intensivpflegepersonal auf Grund von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen
Paralleltitel (Englisch)
Moral distress of intensive care nurses due to restraint
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
79 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ingeborg Eberl
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein. Sonstiges
AC Nummer
AC17477819
Utheses ID
74258
Studienkennzahl
UA | 066 | 330 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1