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Sprachrepertoire und Spracherleben im Generationenvergleich im Kontext portugiesischer Immigration in Luxemburg
eine qualitative soziolinguistische Untersuchung
Jessica Amaral Da Silva
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsche Philologie
Betreuer*in
Manfred Michael Glauninger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77573
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23652.16895.666856-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das 21. Jahrhundert ist das Zeitalter der Globalisierung, in dem mehr denn je Migrationsprozesse allgegenwärtig und unausweichlich sind. Diese Prozesse haben entscheidende Auswirkungen in Form entsprechender Sprachlandschaften in multikulturellen Gesellschaften. Auch das Großherzogtum Luxemburg zeichnet, sich durch einen hohen Ausländeranteil und domänenspezifische Mehrsprachigkeit aus. Vor diesem Hintergrund werden in vorliegender Arbeit das 'Spracherleben' und 'Sprachrepertoire' (nach Brigitta Busch) von Angehörigen der portugiesischstämmigen Community in Luxemburg untersucht. Dies erfolgt im Sinne eines qualitativen, dezidiert nicht auf statistische Repräsentativität abzielenden Forschungsdesigns auf Basis von 'episodischen' Interviews inklusive Sprachenportraits mit vier Gewährspersonen im Generationenvergleich (2 < 30 Jahre alt, 2 > 60 Jahre alt; jeweils 1 x weiblich, 1 x männlich). Im Zentrum der Untersuchung stand die Frage, welche Sprachen und Sprachformen die Gewährspersonen zu ihrem Sprachrepertoire zählen und von ihnen gemäß Selbsteinschätzung in unterschiedlichen Kontexten verwendet werden. Darüber hinaus wurden Manifestationen von Sprachpräferenzen bzw. Sprachideologien analysiert. Im Vordergrund stehen dabei die kommunikative und identitätskonstituierende Funktionalität sowie Prestige und Stigma von Sprache(n) sowie damit zusammenhängende Formen sozialer In- /Exklusion. Die Arbeit wird in einen umfassenden theoretischen Rahmen eingebettet. Die metapragmatische und kritische Soziolinguistik (nach Spitzmüller) sowie respektive die Sprachideologie- sowie Sprachrepertoire-/Spracherlebensforschung (nach Busch) bilden den Erkenntnisrahmen. Hinsichtlich des Spracherlebens werden die verschiedenen Dimensionen – die emotionale, die leibliche sowie die historisch-politische Dimension – aufgegriffen. Der empirischen Untersuchung wurde ein qualitatives Design zugrunde gelegt. Das narrative Datenmaterial, das auf Basis der episodischen Interviews inklusive Sprachenportraits erhoben wurde, wurde nach einem einfachen inhaltszentrierten Transkriptionssystem nach Dresing und Pehl (2013) transkribiert. Mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse (nach Kuckartz und Rädiker) wurden die Interviews inhaltlich strukturierend als Text und nicht als soziale Interkation ausgewertet. Die Forschungsergebnisse zeigen erhebliche generationenspezifische Unterschiede in Bezug auf Sprachrepertoire, Spracherleben und Sprachgebrauch. Während die älteren Gewährspersonen häufig Französisch als Lingua Franca verwenden und eine starke Bindung an die portugiesischen Wurzeln beibehalten, zeigt sich bei den jüngeren ProbandInnen eine hybride Identität, die portugiesische und luxemburgische Elemente verbindet. Gleichzeitig berichten sie – im Gegensatz zu den älteren Gewährspersonen – von Sprachbarrieren, kultureller Ausgrenzung und inneren Konflikte aufgrund der Anforderungen durch Mehrsprachigkeit und Anpassung. Die vorliegende Studie bietet wertvolle Einblicke in die emische Perspektive von Angehörigen der 'portugiesischen Community' in Luxemburg hinsichtlich ihrer mehrsprachigen Lebensrealität und leistet einen Beitrag zum Verständnis der soziolinguistischen Dynamik im Großherzogtum. Die Ergebnisse verdeutlichen die zentrale Bedeutung von Sprache als integraler Bestandteil von Identitätskonstruktion, sozialer Praxis und gesellschaftlicher Teilhabe in einem multikulturellen Kontext.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Sprachrepertoire Spracherlebensforschung Luxemburg Portugiesische Immigration in Luxemburg
Autor*innen
Jessica Amaral Da Silva
Haupttitel (Deutsch)
Sprachrepertoire und Spracherleben im Generationenvergleich im Kontext portugiesischer Immigration in Luxemburg
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative soziolinguistische Untersuchung
Paralleltitel (Englisch)
Linguistic repertoire and linguistic experience in a generational comparison in the context of Portuguese immigration in Luxembourg
Paralleluntertitel (Englisch)
a qualitative sociolinguistic study
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
247 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Manfred Michael Glauninger
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.00 Sprach- und Literaturwissenschaft. Allgemeines
AC Nummer
AC17415065
Utheses ID
74407
Studienkennzahl
UA | 066 | 817 | |
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