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Digitale Inklusion
eine soziologische Untersuchung der Rolle digitaler Technologien für die Inklusion am Arbeitsmarkt geflüchteter Frauen in Wien.
Samira Karner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Soziologie
Betreuer*in
Elisabeth Scheibelhofer
DOI
10.25365/thesis.77887
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26064.19810.216918-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die COVID-19 Pandemie hat die Digitalisierung in zahlreichen Bereichen intensiviert. Auch am Arbeitsmarkt ist die Digitalisierung rasant fortgeschritten – Arbeitsschritte und Bewerbungsprozesse werden zunehmend digitalisiert. Auf Stellenausschreibungen kann man oftmals nur noch über Online-Bewerbungsplattformen bewerben, auch wenn die ausgeschriebene Stelle keine digitalen Kompetenzen verlangt, sind diese bereits im Bewerbungsprozess notwendig. Migrant*innen und insbesondere geflüchtete Personen mit mangelnden Sprachkenntnissen des jeweiligen Aufnahmelandes werden vor die zusätzliche Herausforderung gestellt, dass diese Plattformen in Österreich meist in deutscher Sprache auszufüllen sind. Obwohl viele wissenschaftliche Studien die neuen Herausforderungen aufgrund der Digitalisierung am Arbeitsmarkt und die Rolle digitaler Technologien im Leben von geflüchteten Personen behandeln, werden diese beiden Thematiken oft getrennt voneinander betrachtet. Insbesondere die Erfahrungen und Herausforderungen geflüchteter Frauen hinsichtlich der neuen digitalen Herausforderungen am österreichischen Arbeitsmarkt bleibt oft unbeachtet. Aufgrund dieses Hintergrunds behandelt die vorliegende Masterarbeit die Rolle digitaler Technologien und digitaler Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt für geflüchtete Frauen. Sie basiert auf den Erfahrungen mit geflüchteten Frauen aus Afghanistan, die mithilfe problemzentrierter Interviews erhoben wurden. Außerdem wurden die Interpretation der Erfahrungen der Mitarbeitenden von unterstützenden Organisationen und -vereinen durch Expert*inneninterviews erfasst. Im Rahmen der der vorliegenden Masterarbeit konnten die Merkmale Sprachkenntnisse des Aufnahmelandes – dies umfasst die Sprach-, Lese- und Schreibkompetenzen – und der Bildungshintergrund als einflussreichste Merkmale identifiziert werden. Da der Bildungshintergrund – und damit oftmals auch die Alphabetisierung – von der Regierung bzw. von der Lage des Herkunftslandes abhängig ist, erhalten insbesondere Frauen oftmals keinen oder nur begrenzten Zugang zu Bildungseinrichtungen. Der Bildungshintergrund und die Sprachkenntnisse des Aufnahmelandes beeinflussen die digitalen Kompetenzen bzw. das Erlernen jener und den Zugang zu digitalen Geräten wesentlich.
Abstract
(Englisch)
The COVID-19 pandemic has accelerated digitalisation in several areas of social life. Digitalisation has also advanced dramatically in the labour market - work processes and application processes are becoming increasingly digitalised. Job advertisements can often only be applied for via online application platforms, even if the advertised position does not require digital skills, although these are already necessary during the application process. Migrants and especially refugees with a lack of language skills in their host country are presented with the additional challenge that these platforms i usually have to be completed in German. Although many academic studies deal with the new challenges posed by digitalisation in the labour market and the role of digital technologies in the lives of refugees, these two topics are often considered separately. In particular, the experiences and challenges of refugee women regarding the new digital challenges in the Austrian labour market are often ignored. Due to this background, this master's thesis deals with the role of digital technologies and digital skills in the labour market for refugee women. The study is based on the experiences of refugee women from Afghanistan, which were collected by conducting problem-centred interviews. In addition, the interpretation of the experiences of employees of supporting organisations and NGOs were documented through expert interviews. This Master's thesis identified language skills of the host country - this includes speech, reading and writing skills - and educational background as the most influential characteristics. As the educational background - and therefore often also literacy - is dependent on the government or the circumstances of the country of origin, women in particular often have no or only limited access to educational institutions. The educational background and language skills of the host country have a significant influence on digital skills and the ability to learn them and access digital devices.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
digitale Kompetenzen Migration geflüchtete Frauen Arbeitsmarkt
Schlagwörter
(Englisch)
digital skills migration refugee women labour market
Autor*innen
Samira Karner
Haupttitel (Deutsch)
Digitale Inklusion
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine soziologische Untersuchung der Rolle digitaler Technologien für die Inklusion am Arbeitsmarkt geflüchteter Frauen in Wien.
Paralleltitel (Englisch)
Digital inclusion
Paralleluntertitel (Englisch)
a sociological study of the role of digital technologies for the inclusion of refugee women in the labour market in Vienna
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
117 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Elisabeth Scheibelhofer
Klassifikation
71 Soziologie > 71.61 Diskriminierung
AC Nummer
AC17463651
Utheses ID
74421
Studienkennzahl
UA | 066 | 905 | |