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Die Westfassade der Kirche Maria am Gestade in Wien
Florian Feigl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Mario Schwarz
DOI
10.25365/thesis.77621
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26091.16745.466433-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die spätgotische Westfassade der Kirche Maria am Gestade in Wien bildet den Kern der vorliegenden Arbeit. Die Untersuchung reicht dabei von der fundierten Quellenforschung über stilanalytische Vergleiche mit ähnlichen Bauwerken jener Zeit bis hin zu wesensverändernden Restaurierungen des 19. Jahrhunderts. Zusätzlich wurde im Rahmen der Arbeit ein Vermessungsflug der Westfassade mittels Drohne durchgeführt, der die Erstellung eines vermassten Architekturplanes zur Folge hatte, den der Autor, der auch Architekt ist, der Arbeit beigelegt hat Der gotische Langhausbau von Maria am Gestade wurde zwischen 1394 und 1414 errichtet. Der ausgewiesene Baumeister Michael ist dabei für die Forschung besonders interessant, da ihm auch eine wichtige Rolle an der zeitgleich im Bau befindlichen Kirche St. Stephan in Wien zugeschrieben wird. Die stilistischen Eigenheiten Michaels sind im Kontext der spätgotischen Architektur nicht immer eindeutig ableitbar, da besonders für Maria am Gestade ein Stilpluralismus vorherrscht, der sich u. a. aus Formen der nahegelegenen Wiener Bauhütte, der Prager Hütte, dem oberrheinischen Gebiet und der Architektur Peter Parlers zusammensetzt. Der ungewöhnliche Kuppelbaldachin über dem Westportal fällt aus dem stilgeschichtlichen Rahmen, da hier weder Vorgänger noch Nachfolger im uns bekannten Denkmalbestand existieren. Die Restauration 2023 hat dem Autor der Arbeit ermöglicht, Einsicht in die innere Konstruktion dieser Kuppel zu nehmen und unter anderem jene Zeichnungen nachvollziehen zu können, die im Zuge der letzten umfangreichen Restaurierung Ende des 19. Jahrhunderts durch den Architekten Victor Luntz erstellt wurden. Hier konnte auch nachgewiesen werden, dass bei diesen notwendig gewordenen Restaurierungsarbeiten auch nicht dokumentierte Veränderungen und Angleichungen an der Westfassade unternommen wurden, die gegen die Anweisung der damaligen Central-Commission standen, die ausdrücklich den Erhalt der Bausubstanz ohne Veränderung der Ursprünglichkeit forderte. Zusätzlich konnten die damals durch Luntz dokumentierten Steinmetzzeichen durch den Autor im Archiv des Wien Museums gefunden und analysiert werden, um so den Zusammenhang zwischen Maria am Gestade, der Spinnerin am Kreuz in Wr. Neustadt und der Stephanskirche in Wien nachzuweisen.
Abstract
(Englisch)
The late Gothic west façade of the church Maria am Gestade in Vienna forms the core of this study. The research spans from comprehensive source analysis to stylistic comparisons with similar structures of that time, and includes transformative restorations of the 19th century. Additionally, as part of the study, a drone survey of the west façade was conducted, resulting in the creation of a scaled architectural plan, which was included in the study by the author, who is also an architect. The Gothic nave construction of Maria am Gestade was built between 1394 and 1414. The identified master builder Michael is of particular interest to researchers, as he is also credited with a significant role in the construction of St. Stephen's Cathedral in Vienna, which was being built at the same time. Michael's stylistic characteristics are not always clearly discernible within the context of late Gothic architecture, as Maria am Gestade in particular exhibits a stylistic pluralism. This pluralism draws from forms of the nearby Vienna lodge, the Prague lodge, the Upper Rhine region, and the architecture of Peter Parler. The unusual domed baldachin above the west portal stands out stylistically, as no predecessors or successors exist in the known architectural record. The 2023 restoration allowed the author to examine the internal structure of this dome and to trace the drawings created during the last major restoration at the end of the 19th century by the architect Victor Luntz. It was also proven that during these necessary restoration works, undocumented modifications and adjustments were made to the west façade that contravened the directives of the then Central Commission, which explicitly demanded the preservation of the building substance without altering its originality. Additionally, the stonemasons’ marks documented by Luntz at the time were found and analyzed by the author in the archives of the Wien Museum, establishing the connection between Maria am Gestade, the Spinnerin am Kreuz in Wiener Neustadt, and St. Stephen’s Cathedral in Vienna.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Wien Maria am Gestade Architektur Mittelalter Meister Michael St. Stephan Gotik
Schlagwörter
(Englisch)
Vienna architecture middle ages gothic
Autor*innen
Florian Feigl
Haupttitel (Deutsch)
Die Westfassade der Kirche Maria am Gestade in Wien
Paralleltitel (Englisch)
The west façade of the Church of Maria am Gestade in Vienna
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
140 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Mario Schwarz
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte. Allgemeines
AC Nummer
AC17419900
Utheses ID
74424
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
