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Stimulus Musik im DaF/DaZ-Lehr-/Lernkontext
gezielte Sprachförderung oder dekoratives Zuckerl für zwischendurch?
Idil Ipek Gönenli
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
Betreuer*in
Michal Dvorecky
DOI
10.25365/thesis.77682
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26937.18808.597188-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
"Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an" (E.T.A. Hoffmann) "Oder anders gedacht: wo Musik aufhört, fängt erneut Sprache an. Und warum nicht auch Fremdsprache?" (Falkenhagen & Volkmann, 2019, Vorwort). Der Fokus der Masterarbeit liegt auf der Rolle von Musik innerhalb des DaF/DaZ-Unterrichts als erfolgversprechender Lernstimulus und untersucht anhand der Schilderungen und Erfahrungen von österreichischen und deutschen DaF/DaZ- Expert:innen den Stellenwert von Musik im fachdidaktischen Diskurs, wobei methodisch- didaktische Umsetzungsmöglichkeiten im Mittelpunkt stehen. Es wird der Frage nachgegangen, ob der vielerorts geforderte Einsatz von musikalisiertem ganzheitlichen Lernen auch tatsächlich in der Unterrichtspraxis angekommen ist oder weiterhin der „Überzeugungsarbeit“ von Lehrenden bedarf. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einigen zusammengetragenen und in Relation zueinander gestellten Forschungsarbeiten zum Thema Einsatz von Musik im Sprachunterricht, welche in der Vergangenheit immer wieder Anlass zur Diskussion gegeben haben. Zunächst werden die Begriffe, Theorien, die im Zusammenhang mit den Besonderheiten und Anforderungen mit Musik stehen erläutert und der Forschungsstand erhoben. Dabei wird deutlich, dass Musik im Allgemeinen und Lieder im Besonderen von den Lehrkräften als additives externes Lernangebot angesehen werden und im Bereich der Sprachvermittlung nach wie vor, wenn überhaupt, nachrangig zum Einsatz kommen. Im empirischen Teil der Arbeit wurden qualitative leitfadengestützte Interviews wurden erhoben. Sie geben einen Querschnitt aus der Unterrichtsrealität von DaF/DaZ- Lehrenden und Fortbildnern, die anhand ihrer Erfahrungsberichte Einblick in dieses komplexe Thema gewähren. Die empirische Studie basiert auf neun Leitfadeninterviews (durchgeführt im Zeitraum November-Dezember 2024), in denen unterschiedliche Überzeugungen hinsichtlich der Zielsetzungen und Anwendungsmöglichkeiten im Umgang mit Musik zum Ausdruck gebracht werden. Das musikunterstützte Lernen einer Fremdsprache findet zwar immer öfter Eingang in das private wie institutionelle Sprachlernen und auch empirische Befunde zeigen positive Auswirkungen von Musik auf unterschiedliche Bereiche des Sprachenlernens, jedoch Musik, genauer genommen Songs, bieten vor allem authentische Sprechanlässe, welche helfen, die Kommunikation in der Zielsprache zu fördern und die damit verbundene Kultur besser verstehen zu lernen. Musik emotionalisiert ihre Rezipient:innen sehr stark und führt zweifelsfrei zur Steigerung der Motivation. Damit kann sie als Garant für den langfristigen Lernerfolg beim Sprachenlernen angesehen werden. Trotz der vielen Potenziale von Musik und die eminente Forderung nach einer Musikintensivierung im Sprachunterricht wird im Rahmen der Interviews evident, dass die Eingliederung von musikorientierten Aufgabenstellungen im DaF/DaZ-Unterricht leider immer noch einer Wunschvorstellung gleicht. Persönliche wie auch methodisch-didaktische Hemmnisse bei DaF/DaZ-Lehrenden überschatten diese sehr effektive und beliebte Lehr-/Lernpraxis über die es scheint, zu viel diskutiert, als unterrichtet zu werden. Die Interviewpartner:innen sind sich einig, dass es eines entsprechenden methodisch- didaktischen Inputs von Seiten der Institutsvorstände und DaF/DaZ-Ausbildungsstätten bedürfe, um das Arbeiten mit Musik flächendeckend zu implementieren. Curricula müssten überarbeitet werden, damit das Angebot an musikalisch ausgerichtetem Sprachenlernen in Form von Lehrveranstaltungen und Fortbildungen erweitert werden kann. Das musikgestützte Sprachenlernen ist kein Fall individueller Spezialisierung, die nur Kolleg:innen vorbehalten ist, die musikalisch geschult sind, sondern die den Mehrwert von Musik für den Spracherwerbsprozess anerkennen und sich für eine methodisch verschränkte Arbeitsweise im DaF/DaZ-Unterricht einsetzen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Musik als Lernmedium von Sprache Sprachenlernen mit Musik interdisziplinäre Anknüpfungspunkte Transferwirkungen Lernstrategien Wirkung und Potenzial von Musik
Autor*innen
Idil Ipek Gönenli
Haupttitel (Deutsch)
Stimulus Musik im DaF/DaZ-Lehr-/Lernkontext
Hauptuntertitel (Deutsch)
gezielte Sprachförderung oder dekoratives Zuckerl für zwischendurch?
Paralleltitel (Englisch)
Stimulus music in the DaF/DaZ teaching/learning context
Paralleluntertitel (Englisch)
targeted language support or decorative treat for in between?
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
225 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michal Dvorecky
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.10 Sprache in Beziehung zu anderen Bereichen der Wissenschaft und Kultur ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.41 Sprachdidaktik
AC Nummer
AC17430738
Utheses ID
74443
Studienkennzahl
UA | 066 | 814 | |
