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Phonetisch-phonologische Variation der steigenden Diphthonge im südmittelbairischen Übergangsgebiet
Barbara Binder
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Bewegung und Sport Unterrichtsfach Deutsch
Betreuer*in
Alexandra Lenz
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.78119
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10718.44684.368469-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Rahmen der vorliegenden variationslinguistischen Masterarbeit wird die Diphthongierung der Vokale /a/ (z. B. [d̥ɔʊ̯] ,da‘), /e/ (z. B. [g̥ɛe̯sd̥ɐn] ,gestern‘) und /o/ (z. B. [ɔʊ̯ft] ,oft‘) im südmittelbairischen Übergangsgebiet mit dem Ziel untersucht, regionale, individuelle und generationenspezifische Unterschiede zu analysieren. Die Dialektdaten wurden im Rahmen des FWF-Projekts „Deutsch in Österreich. Kontakt – Variation – Perzeption“ in den Orten Hüttschlag (Salzburg), Neckenmarkt (Burgenland) und Passail (Steiermark) erhoben. Die Analyse zeigt, dass die Diphthongierung mit insgesamt 31,7 % aller Belege im Korpus in allen Orten eine Rolle spielt. Es konnten jedoch signifikante regionale Unterschiede in der Häufigkeit der Diphthongierung ausgemacht werden: Der Laut /e/ weist in allen drei Orten hohe Diphthongierungsraten auf, während bei /a/ und /o/ die Häufigkeit je nach Region variiert. Im salzburgerischen Ort treten viele /a/-Diphthongierungen auf, dagegen kaum /o/-Diphthongierungen; im steirischen Ort ist dies genau umgekehrt. Es konnte auch festgestellt werden, dass der mittelhochdeutsche Bezugslaut, auf den ein Beleg zurückgeht, einen großen Einfluss auf das Auftreten von Diphthongierungen hat. Was diesen Faktor anbelangt, sind sich der burgenländische und der steirische Ort ähnlicher, der salzburgerische Ort weist oft ein gegensätzliches Muster auf. Ein intergenerationeller Vergleich zeigt, dass ältere Sprecher:innen tendenziell mehr Diphthongierungen realisieren als jüngere, was auf einen Sprachwandel hinweist. Dieser Unterschied ist besonders in Passail ausgeprägt, wo die ältere Generation signifikant mehr Steigdiphthonge produziert als die jüngere. In einer Frequenz- und Lexemanalyse konnte außerdem festgestellt werden, dass besonders hochfrequent vorkommende Funktions- und Füllwörter (wie z. B. "so" oder "noch") stärker zur Diphthongierung neigen. Es konnten außerdem nur für die Variable /e/ ortsübergreifende Gemeinsamkeiten auf Lexemebene gefunden werden.
Abstract
(Englisch)
This master's thesis investigates the diphthongization of the vowels /a/, /e/, and /o/ in the South-Central Bavarian transition area, with the aim of analyzing regional, individual, and generational differences. The dialect data were collected within the framework of the FWF project "German in Austria: Contact – Variation – Perception" in the villages of Hüttschlag (Salzburg), Neckenmarkt (Burgenland) and Passail (Styria). The analysis reveals that diphthongization occurs in 31.7% of all corpus instances and is relevant across all locations. However, significant regional differences in diphthongization frequency were observed. The vowel /e/ exhibits high diphthongization rates in all three locations, whereas the frequency of /a/- and /o/-diphthongization varies by region. In Hüttschlag, many /a/-diphthongizations occur but hardly any /o/-diphthongizations; in Passail, the opposite is true. It was also found that the Middle High German reference vowel from which an instance originates strongly influences the occurrence of diphthongization. Regarding this factor, the Burgenland and Styrian villages show greater similarities, while the Salzburg village often displays contrasting patterns. An intergenerational comparison shows that older speakers tend to realize more diphthongizations than younger speakers, indicating language change. This difference is particularly pronounced in Passail, where the older generation produces significantly more rising diphthongs than the younger one. A frequency and lexeme analysis further revealed that highly frequent functional and filler words (such as "so" or "noch") are particularly prone to diphthongization. Additionally, cross-location commonalities at the lexeme level were only identified for the variable /e/.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Sprachwissenschaft Variationslinguistik Dialektforschung Phonetik Diphthongierung Steigdiphthonge Südmittelbairisches Übergangsgebiet
Schlagwörter
(Englisch)
linguistics phonetics South-Central Bavarian transition area dialect diphthongization
Autor*innen
Barbara Binder
Haupttitel (Deutsch)
Phonetisch-phonologische Variation der steigenden Diphthonge im südmittelbairischen Übergangsgebiet
Paralleltitel (Englisch)
Phonetic-phonological variation of rising diphthongs in the south-central Bavarian transition area
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
104 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Alexandra Lenz
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.18 Dialektologie ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.53 Phonetik. Phonologie
AC Nummer
AC17483504
Utheses ID
74482
Studienkennzahl
UA | 199 | 500 | 506 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1