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Sportliche Fassaden
eine kritische Analyse des Begriffs "Sportswashing" und seiner Anwendung
Anna Pfeffer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Bewegung und Sport Unterrichtsfach Geographie und wirtschaftliche Bildung
Betreuer*in
Rudolf Müllner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77706
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13229.35649.884697-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Sport und Politik sind tief miteinander verknüpft, und diese Beziehung wird besonders anschaulich durch das Phänomen des „Sportswashing“. Der Begriff „Sportswashing“, der 2015 im Kontext der European Games geprägt wurde, beschreibt den gezielten Versuch von Akteur*innen, eine Sportveranstaltung oder -aktivität zu nutzen, um negative Informationen zu verdrängen oder ein positives Image zu erzeugen. Die Metapher des „Waschens“ impliziert einen Prozess der Reinigung oder des Verschleierns und wird im Vergleich zu anderen Konzepten oft negativ konnotiert, da sie auf den manipulativen Charakter der Maßnahmen hinweist. Diese Masterarbeit untersucht das Konzept des Sportswashing sowohl theoretisch als auch anhand konkreter Beispiele. Zu Beginn wird der Begriff „Sportswashing“ definiert und seine Bedeutung im Kontext sportpolitischer Perspektiven erörtert. Die Arbeit analysiert bedeutende Fallbeispiele wie die FIFA-Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien, die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro und die Übernahme des Fußballclubs Newcastle United durch Saudi Arabien, um typische Kriterien des Sportswashing exemplarisch zu identifizieren. Diese Beispiele verdeutlichen, wie Sport genutzt wird, um das öffentliche Image zu verbessern und kritische Themen zu verschleiern. Ein zentrales Ziel der Arbeit ist es, das Phänomen Sportswashing nicht nur wissenschaftlich zu beleuchten, sondern auch die mediale Darstellung und die damit verbundenen Probleme kritisch zu reflektieren. Die Untersuchung zeigt, dass der Begriff „Sportswashing“ häufig vereinfacht und selektiv verwendet wird, was zu einer Verzerrung der tatsächlichen Praktiken und Auswirkungen führen kann. Es besteht die Gefahr, dass der Begriff durch seine mediale Präsenz und selektive Anwendung zu einem unreflektierten Schlagwort verkommt, das komplexe politische und soziale Realitäten vereinfacht oder sogar verfälscht. Daher fordert die Arbeit eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Begriff und seiner Anwendung, um die Komplexität der globalen Sportpolitik besser zu verstehen und die ethischen sowie gesellschaftlichen Implikationen fundiert zu bewerten.
Abstract
(Englisch)
Sport and politics are deeply interconnected, and this relationship is particularly evident through the phenomenon of "sportswashing." The term "sportswashing," coined in 2015 in the context of the European Games, describes the deliberate attempt by actors to use a sports event or activity to counteract negative information or to create a positive image. The metaphor of "washing" implies a process of cleansing or obscuring and is often negatively connoted compared to other concepts, as it hints at the manipulative nature of the measures. This master's thesis examines the concept of sportswashing both theoretically and through concrete examples. The term "sportswashing" is defined at the outset, and its significance in the context of sports-political perspectives is discussed. The thesis analyzes notable case studies such as the 1978 FIFA World Cup in Argentina, the 2016 Olympic Games in Rio de Janeiro, and the takeover of the football club Newcastle United by Saudi Arabia to identify typical criteria of sportswashing as exemplified in these cases. These examples illustrate how sports are used to improve public image and obscure critical issues. A central goal of the thesis is not only to shed light on the phenomenon of sportswashing from a scientific perspective but also to critically reflect on its media representation and associated problems. The investigation reveals that the term "sportswashing" is often simplified and used selectively, which can lead to a distortion of the actual practices and impacts. There is a risk that the term, due to its media presence and selective application, may become an unreflective buzzword that simplifies or even distorts complex political and social realities. Therefore, the thesis calls for a nuanced examination of the term and its application to better understand the complexity of global sports politics and to evaluate its ethical and societal implications comprehensively.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Sportswashing Sportpolitik Mega-Events Imagepflege Sportplattformen Menschenrechte Sportgeschichte
Schlagwörter
(Englisch)
Sportswashing Sports Sponsoring Mega-Events Image Management Sport Platforms Human Rights Sports Policy Sports History
Autor*innen
Anna Pfeffer
Haupttitel (Deutsch)
Sportliche Fassaden
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine kritische Analyse des Begriffs "Sportswashing" und seiner Anwendung
Paralleltitel (Englisch)
Facade of sports
Paralleluntertitel (Englisch)
a critical analysis of the term "sportswashing" and its application
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
85 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rudolf Müllner
Klassifikation
76 Sport > 76.01 Geschichte des Sports, der Freizeit und Erholung
AC Nummer
AC17431849
Utheses ID
74527
Studienkennzahl
UA | 199 | 500 | 510 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1