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Wenn Hände von Gott erzählen
eine qualitative-empirische Untersuchung über die Integration von Gebärdensprache in den IRU
Penpegül Oyarkilicgil
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Islamische Religionspädagogik
Betreuer*in
Adem Aygün
DOI
10.25365/thesis.77804
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20240.39183.406489-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das Forschungsvorhaben unter dem Titel „Wenn Hände von Gott erzählen. Eine qualitative-empirische Untersuchung über die Integration von Gebärdensprache in den IRU“ beschäftigt sich mit dem Umgang und den Wahrnehmungen islamischer Religionslehrkräfte mit bzw. von gehörlosen bzw. hörbeeinträchtigten Schülerinnen und Schülern im islamischen Religionsunterricht. In diesem Zusammenhang soll danach gefragt werden, wie der islamische Religionsunterricht durch einen Einbezug der Gebärdensprache religiöse Inhalte besser an gehörlose bzw. hörbeeinträchtigte Schülerinnen und Schüler vermitteln und auf welcher Grundlage das erfolgen kann. In Österreich gibt es 2023 fünf eigene Schwerhörigen- und Gehörlosenschulen sowie 25 Schulen, wo hörbeeinträchtigte Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden. Die Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) ist mit dem Jahr 2005 Bestandteil der österreichischen Verfassung geworden und damit Teil des Unterrichts an österreichischen Schulen. Eigene ÖGS-Lehrpläne sollen mit dem Schuljahr 2023/2024 für muttersprachlichen und fremdsprachlichen Unterricht in die Umsetzung gehen. Zwar bewegt sich die Zahl der insgesamt gehörlosen bzw. hörbehinderten Pflichtschülerinnen und -schüler im Bereich von zwei Promille, der Anteil an Schülerinnen und Schülern allerdings, die von einer zumindest geringgradigen Hörbeeinträchtigung betroffen sind, kann für die Sekundarstufe der Pflichtschule wenigstens mit 10 % angegeben werden. Die Zahl jener, die den islamischen Religionsunterricht besuchen, lässt sich mit ca. 7.500 österreichweit annehmen. Vor diesem Hintergrund zeigt sich die Relevanz der Fragestellung des vorliegenden Forschungsvorhabens, vor allem wenn hinzugenommen wird, dass die Gebärdensprache als Kommunikationsmittel auch im Bereich der Familie und dem Freundeskreis von großer Wichtigkeit ist. Die Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubensbekenntnisses und mit einer Gehörlosigkeit, Hörbehinderung oder Hörbeeinträchtigung sind daher eine Minderheit in zweifacher Hinsicht. In der deutschsprachigen Forschung handelt es sich dennoch um eine Forschungslücke, da bislang nichts zum Einsatz der Gebärdensprache im islamischen Religionsunterricht publiziert wurde. Deshalb soll anhand von drei Experteninterviews mit islamischen Religionslehrerinnen an Wiener Schulen empirisch nachvollziehbar ein Zugang zu dieser Situation gefunden werden. Die Interviews werden nach der Methode der Qualitativen Inhaltsanalyse von Philipp Mayring ausgewertet. Dadurch soll auch der religionspädagogische Nutzen eines Einsatzes von Gebärdensprache im islamischen Religionsunterricht gefördert werden.
Abstract
(Englisch)
The research project entitled “When hands tell of God. A qualitative-empirical study on the integration of sign language in Islamic religious education” deals with the interaction and perceptions of Islamic religious education teachers with deaf or hearing-impaired pupils in Islamic religious education. In this context, the aim is to find out how Islamic religious education can better convey religious content to deaf or hearing-impaired pupils by incorporating sign language and on what basis this can be done. In 2023, Austria will have five separate schools for the hearing impaired and deaf as well as 25 schools where hearing-impaired pupils are taught. Austrian Sign Language (ÖGS) became part of the Austrian constitution in 2005 and is therefore part of the curriculum in Austrian schools. Own ÖGS curricula are to be implemented for mother tongue and foreign language lessons in the 2023/2024 school year. Although the total number of deaf or hearing-impaired compulsory school pupils is in the region of two per thousand, the proportion of pupils affected by at least a minor hearing impairment can be put at at least 10% for the secondary level of compulsory school. The number of those who attend Islamic religious education can be assumed to be around 7.500 throughout Austria. Against this background, the relevance of the question posed in this research project becomes clear, especially when it is added that sign language is also of great importance as a means of communication within the family and among friends. Pupils of the Muslim faith who are deaf, hard of hearing or have a hearing impairment are therefore a minority in two respects. However, there is still a research gap in German-language research, as nothing has yet been published on the use of sign language in Islamic religious education. For this reason, three expert interviews with Islamic religious education teachers at Viennese schools will be used to find an empirically comprehensible approach to this situation. The interviews are analysed using Philipp Mayring's qualitative content analysis method. This should also promote the religious educational benefits of using sign language in Islamic religious education.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Pädagogik Gebärdensprache Gehörlos
Autor*innen
Penpegül Oyarkilicgil
Haupttitel (Deutsch)
Wenn Hände von Gott erzählen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative-empirische Untersuchung über die Integration von Gebärdensprache in den IRU
Paralleltitel (Englisch)
When hands tell of God
Paralleluntertitel (Englisch)
a qualitative-empirical study on the integration of sign language in Islamic religious education
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
110 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Adem Aygün
AC Nummer
AC17451989
Utheses ID
74621
Studienkennzahl
UA | 066 | 874 | |
