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Temporäre Big-Fish-Little-Pond-Effekte im Online-Mathematikunterricht und die moderierende Rolle von Need for Cognition
Stefan Herites
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Thomas Götz
DOI
10.25365/thesis.79004
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22769.35104.978516-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Akademische Selbstkonzepte (ASCs) sind von erheblicher Bedeutung für zentrale Bildungsergebnisse und -erfolge sowie für Bildungsaspirationen und -abschlüsse mit tiefgreifender Wirkung auf den Lebensverlauf eines Individuums. Dessen ungeachtet spielt das wissenschaftlich gut fundierte Phänomen eines negativen Bezugsrahmeneffektes, der einer breiten Fachöffentlichkeit als „Fischteicheffekt“ („Big-Fish-Little-Pond-Effekt“, BFLPE; Marsh, 1987a) bekannt ist, eine ausschlaggebende Rolle bei der Entwicklung von ASCs mit möglicherweise gravierenden Folgen für Jugendliche. Im Rahmen der vorliegenden dreiwelligen Longitudinalstudie wurde mittels quasi-experimentellem Design geklärt, wie sich BFLPE während eines simulierten Online-Mathematikunterrichts im Hinblick auf das mathematische Selbstkonzept (MSC) und die Leistungsemotionen (AE) von N = 38 österreichischen Schülerinnen und Schülern der achten Schulstufe auswirken. Darauf aufbauend wurden potenzielle Moderationseffekte durch das Persönlichkeitsmerkmal „Need for Cognition“ (NFC) untersucht. Getrennte rmANCOVAs für die interessierenden Variablen erbrachten gemischte Ergebnisse. Bei der Mittelschulgruppe (MS) des „Standard“-Niveaus konnten wesentliche MSC-Veränderungen nach einem schulübergreifenden Bezugsgruppenwechsel gefunden werden, die auf BFLPE hindeuten. Die Ergebnisse für die anderen Schultypen sowie AE blieben nicht signifikant, wiesen jedoch in eine hypothesenkonforme Richtung. Ferner zeigte sich ein signifikanter Moderationseffekt von NFC auf das MSC für die Schultypen MS „Standard“ und Gymnasium. Allerdings ließen die NFC-Slopes bei der MS-Gruppe fast durchgängig einen ungünstigen Einfluss des NFC auf das MSC und die Emotionen im Unterricht erkennen, insbesondere für Personen mit mittlerer NFC-Ausprägung. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass sich die genaue Untersuchung des Einflusses von NFC auf die ASC-Entwicklung in den ersten Augenblicken von sich anbahnenden BFLPE als Forschungsdesiderat erweisen könnte. Auf Basis der Ergebnisse werden Implikationen für zukünftige Forschung, Wissenschaft und Praxis aufgezeigt.
Abstract
(Englisch)
Academic self-concepts (ASCs) are of vital importance to many key educational outcomes as well as subsequent aspirations and attainment with profound impact on an individual’s life course. However, the widely researched phenomenon of a negative frame-of-reference effect of class-/school-average ability level, called „big-fish-little-pond effect“ (BFLPE; Marsh, 1987a), plays a decisive role in ASC development with potentially debilitating consequences for students. This short-term, three-wave longitudinal study set out to quasi-experimentally examine the BFLPE for math self-concept (MSC) and achievement emotions (AE) during a brief window of a simulated online math course in a sample of N = 38 Austrian eighth graders of different school types. Additionally, the moderating effect of the personality trait of need for cognition (NFC) was scrutinized. Separate rmANCOVAs yielded mixed results. While there was a significant effect of time on MSC for middle school students, there was no effect for grammar school students nor on any of the AE, although the direction of some results was in accord with several hypotheses. Yet the findings suggest that ascertaining the direction of influence of NFC on ASC formation at crucial moments of change as related to the BFLPE and also on corresponding emotions to boot seems to be a worthwhile endeavour, particularly with focus on various student populations. Any possible insights could inform differentiated instruction methods or interventions that serve to buffer students from the adverse effects of social comparison, thus fostering positive ASCs. Further implications of the findings are discussed and considered both for promising future research and practice.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Big-Fish-Little-Pond-Effekt Fischteicheffekt soziale Vergleiche Bezugsgruppe Selbstkonzept mathematikspezifisches Selbstkonzept akademisches Selbstkonzept Fähigkeitsselbstkonzept Leistungsemotionen akademische Emotionen Online-Unterricht Mathematikunterricht Sekundarstufe Schultypen Mittelschule Gymnasium Autostereotype Stereotype Bildungspsychologie Sozialpsychologie mathematisches Selbstkonzept Need for Cognition
Schlagwörter
(Englisch)
Big-Fish-Little-Pond Effect social comparison frame of reference self-concept math-specific self-concept academic self-concept achievement emotions academic emotions online class math class online course upper secondary education school types middle school grammar school auto-stereotypes stereotypes educational psychology social psychology math self-concept Need for Cognition
Autor*innen
Stefan Herites
Haupttitel (Deutsch)
Temporäre Big-Fish-Little-Pond-Effekte im Online-Mathematikunterricht und die moderierende Rolle von Need for Cognition
Paralleltitel (Englisch)
Transient big-fish-little-pond effects during online math class and the moderating role of need for cognition
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
106 Seiten, xxviii : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Thomas Götz
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.62 Soziale Wahrnehmung. Attribution ,
81 Bildungswesen > 81.50 Pädagogische Psychologie. Unterrichtspsychologie. Schulpsychologie. Allgemeines
AC Nummer
AC17608884
Utheses ID
74638
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
