Detailansicht
Der Sprachgebrauch von niederösterreichischen Jugendlichen in sozialen Medien aus emischer Sicht
Lena Hauer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Manfred Michael Glauninger
DOI
10.25365/thesis.77753
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23480.71128.467888-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Den Gegenstand vorliegender Masterarbeit bilden ausgewählte Aspekte des Sprachgebrauchs von niederösterreichischen Jugendlichen in sozialen Medien aus einer emischen Perspektive. Dabei erfolgt ein Vergleich dieser subjektiven Sichtweisen mit einschlägigen, aus etischer Perspektive erzielten Ergebnissen der Medienlinguistik und soziolinguistischen Jugendsprachforschung. Ziel ist es, – die subjektiven Wahrnehmungen, Einstellungen und (Be-)Wertungen – kurzum: Reflexionen und Ideologien – der jugendlichen Gewährspersonen bezüglich ihres Sprachgebrauchs in sozialen Medien mit entsprechenden Erkenntnissen aus der Forschungsliteratur zu kontrastieren, um sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zwischen emischer und etischer Perspektive zu ermitteln. In diesem Zusammenhang wird auch analysiert, welche in der Forschungsliteratur (respektive im gesamtgesellschaftlichen Diskurs um den Sprachgebrauch Jugendlicher) fokussierte Themen und Phänomene für die Jugendlichen selbst möglicherweise von untergeordneter Relevanz sind. Weiters wird ausgelotet, inwiefern Jugendliche ihren Sprachgebrauch in sozialen Medien bewusst gruppenspezifisch bzw. kontextsensitiv anpassen. Die Arbeit ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil spannt den theoretischen Rahmen auf und referiert zeitgleich die etische Perspektive auf den Untersuchungsgegenstand. Dabei werden relevante Aspekte der Medienlinguistik, der soziolinguistischen Jugendsprachforschung sowie der Spracheinstellungs- und Sprachwahrnehmungsforschung dargelegt. Im zweiten – empirischen – Teil erfolgt eine inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse (nach Kuckartz / Rädiker 2022) von semistrukturierten, narrativ ausgerichteten Interviews (nach Misoch 2019) mit vier Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren, die im südlichen Niederösterreich wohnhaft sind. Die Gewährspersonen besuchten zum Zeitpunkt der Erhebung zum Teil eine Schule, zum Teil absolvierten sie eine Lehre. Zwei Jugendliche sind männlichen und zwei sind weiblichen Geschlechts. Die Ergebnisse zeigen belegt, dass die interviewten Jugendlichen gemäß Selbsteinschätzung ihren Sprachgebrauch in sozialen Medien mit einer gewissen Flexibilität bewusst an-passen, und zwar sowohl in Abhängigkeit von der (jeweiligen Gruppenzugehörigkeit der) mit ihnen kommunizierenden Person als auch vom (situativen) Kontext. In Peer-Gruppen wird eine lockere (oftmals Nonstandard-)Sprache mit Anglizismen, Abkürzungen und Schimpfwörtern verwendet, während gegenüber Erwachsenen höflichere und standardsprachliche Formen bevorzugt werden. Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass auch die unterschiedlichen digitalen Plattformen und die jeweiligen Kommunikationszwecke einen Einfluss auf die Sprachwahl ausüben. Sprache erfüllt bekanntermaßen nicht nur die Funktion der basalen Verständigung, sondern auch die des Ausdrucks von Identität und sozialer Zugehörigkeit. Dabei können Unterschiede zu älteren Generationen zu Konflikten führen. Die Resultate vorliegender Arbeit bestätigen zahlreiche Erkenntnisse der Forschung, beispielsweise die vereinfachte Morphologie im Sprachgebrauch Jugendlicher und den gezielten Einsatz von Emojis, zeigen jedoch auch individuelle Unterschiede zwischen den Gewährspersonen auf, etwa hinsichtlich der Reflexion über die Qualität der Kommunikation in sozialen Medien und die Akzeptanz von Verstößen gegen sprachliche Normen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Sprachgebrauch Jugendliche soziale Medien emische Perspektive Jugendsprache
Autor*innen
Lena Hauer
Haupttitel (Deutsch)
Der Sprachgebrauch von niederösterreichischen Jugendlichen in sozialen Medien aus emischer Sicht
Paralleltitel (Englisch)
Language use of Lower Austrian teenagers in social media from an emic perspective
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
125 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Manfred Michael Glauninger
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.20 Soziolinguistik. Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.24 Gruppensprachen. Fachsprachen. Sondersprachen
AC Nummer
AC17444646
Utheses ID
74672
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 525 | 02
