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Kisserwünsches aktionistisches Kasperltheater
ein Experiment in der österreichischen Puppentheaterlandschaft
Maria Mangott
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Gabriele Pfeiffer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.8309
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30058.53723.315462-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Thema meiner Arbeit mit dem Titel „Kisserwünsches aktionistisches Kasperltheater“ entsprang der Notwendigkeit, ein österreichisches Phänomen der 1970er Jahre zu dokumentieren und der Wissenschaft zugänglich zu machen, das zur Zeit seines Bestehens kaum beachtet wurde. Einen ersten Schritt gegen das Vergessen stellen die bereits 2004 entstandenen Gesprächsdokumente des Projekts „Experimentelles Theater in Österreich 1945 – 1983“ mit den Begründern Rupert Kisser und Ernst Wünsch, sowie ihrem Helfer und Vorbild in Sachen Puppenspiel Klaus Behrendt dar. In der Bearbeitung dieser Interviews, sowie aller erhaltenen schriftlichen Quellen, die vom und zum „Kisserwünschen aktionistischen Kasperltheater“ existieren, liegt die Dokumentation dieser Arbeit. Ausschlaggebend für das Entstehen des „Kisserwünschen aktionistischen Kasperltheaters“ war die Stimmung der 1970er Jahre. Aus diesem Grund werden Vorläufer und Einflüsse genannt, welche die (Theater-)Situation in Wien deutlich mitprägten. Wiener Gruppe, Wiener Aktionismus, Jérôme Savarys Le Grand Magic Circus und Antonin Artauds Theater der Grausamkeit werden in jenen Aspekten vorgestellt, die sich im „Kisserwünschen aktionistischen Kasperltheater“ – wenn auch in transformierter Weise – wiederfinden. Schwerpunkt ist die erste Inszenierung dieses Phänomens mit dem Titel „Verdauungstrilogie“, die direkt mit der Entstehung des „Kisserwünschen aktionistischen Kasperltheater“ im Winter 1972/73 zusammenfällt. Es stellt einen Versuch dar, Ablauf und Handlung dieses Stückes zu rekonstruieren und, bevor es ganz in Vergessenheit gerät, zu konservieren. Mithilfe von Fotomaterial bzw. eines Bühnenmodells wird die Verdauungstrilogie optisch festgehalten. Der zweite Schwerpunkt beinhaltet alle Werke des „Kisserwünschen aktionistischen Kasperltheaters“, die nach seiner Umbenennung in den Verein „Zuckerstuhl“ geschaffen wurden. Dazu zählen die beiden Inszenierungen „evelyn ist unsterblich“ und „gespräch über gruber“, ebenso wie die als Literatur belassenen Texte „Metempsychose“ und „der echte wünsch“. 1976 löste sich „Zuckerstuhl“ allmählich auf und jedes Mitglied ging seinen eigenen Weg. Abschließend befasst sich die Arbeit mit Ernst Wünschs Buch „Sprizz bitter“, das eine Perspektive auf die „Verdauungstrilogie“ freilegt, 30 Jahre nach der Auflösung des „Kisserwünschen aktionistischen Kasperltheaters“.
Abstract
(Englisch)
The necessity to document a phenomenon called „Kisserwünsches aktionistisches Kasperltheater“ which was established in 1973 in Vienna, Austria, builds the base of my diploma project and is destined to make this topic accessible for scientific research. Throughout history, science neglected to pay attention to this project, which was started by two Austrian students. The first step taken to ensure that „Kisserwünsches aktionistisches Kasperltheater“ would not be forgotten was the project „Experimentelles Theater in Österreich 1945 – 1983“, which includes interviews with founders Rupert Kisser and Ernst Wünsch, as well as their inspiration, puppeteer Klaus Behrendt. The atmosphere of the 1970s was determining for the development of the „Kisserwünsches aktionistisches Kasperltheater“. Therefore it seems necessary to examine all the patterns and precursors, which influence the founders in aesthetic ways, same as the whole situation—not only in theatres—in Vienna. Wiener Gruppe and Wiener Aktionismus, Jérôme Savarys Le Grand Magic Circus and Antonin Artauds Theater der Grausamkeit are introduced with aspects which can be found in the „Kisserwünsches aktionistisches Kasperltheater“ – albeit in a transformed style. The emphasis of this paper is the first staging of this phenomenon, „Verdauungstrilogie“, which is related to the foundation of the „Kisserwünsches aktionistisches Kasperltheater“. The paper is an attempt to reconstruct the plot and the flow and to preserve it from being totally forgotten. Specifically, photos taken of the rehearsals, as well as the model of the stage help the reader to imagine the production. The secondary emphasis includes the entire works of the same group, which had later changed its name to „Zuckerstuhl“ and was later run like a club. It includes the plays „evelyn ist unsterblich“ and „gespräch über gruber“, as well as the texts „Metempsychose“ and „der echte wünsch“, which were never played on the stage. In 1976 the club was finally dissolved and the members went their seperate ways. The conclusion is a discussion of the latest book by Ernst Wüsch, called „Sprizz bitter“. It provides a vision of the „Verdauungstrilogie“, a retrospective, 30 years after the dissolution of the „Kisserwünsches aktionistisches Kasperltheater“.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Theatergeschichte Puppentheater Kasperltheater Wiener Aktionismus
Autor*innen
Maria Mangott
Haupttitel (Deutsch)
Kisserwünsches aktionistisches Kasperltheater
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Experiment in der österreichischen Puppentheaterlandschaft
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
168 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gabriele Pfeiffer
Klassifikationen
24 Theater > 24.06 Theatergeschichte ,
24 Theater > 24.07 Theatereinrichtung, Bühnentechnik ,
24 Theater > 24.12 Regie, Dramaturgie ,
24 Theater > 24.24 Puppenspiel, Marionettenspiel
AC Nummer
AC08037859
Utheses ID
7486
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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