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100 Jahre Burgenland - Mehrsprachigkeit und Landesidentität
Konstanten und Transformationen
Karl Schmidt
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Austrian Studies - Cultures, Literatures, Languages
Betreuer*in
Manfred Michael Glauninger
DOI
10.25365/thesis.77856
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13219.52387.161914-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht das Phänomen einer speziellen Mehrsprachigkeit im jüngsten Bundesland von Österreich und geht auch der Frage nach, inwieweit diese Mehrsprachigkeit zur Konstruktion und Verankerung einer Landesidentität beitragen konnte. Dabei werden die Konstanten und Transformationen im Verlauf und Kontext der bisherigen drei Epochen im ersten Jahrhundert der Existenz/Geschichte des Burgenlandes analysiert: a) von der Landesgründung und Aufnahme in die Republik Österreich 1921 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945, mit einer disruptiven Zäsur im Jahr 1938 (Auslöschung der Existenz von Österreich und dem Burgenland im Zuge der Annexion durch Nazideutschland); b) vom Neubeginn und Wiederaufbau in der Zweiten Republik bis zum Fall bzw. Riss des Eisernen Vorhangs und dem Zerfall des kommunistischen Ostblocks; c) vom Beginn der 1990er-Jahre über den EU-Beitritt Österreichs bis zu den Centenniums-Jubiläumsfeiern ab 2021, mit kleineren, aber spürbaren Zäsuren durch die sog. Ostöffnung der EU (Beitritt von u. a. Ungarn, Slowenien, Tschechien, Slowakei, Polen, Rumänien) im Jahr 2004 (Kroatien dann 2013) und die „digitale Revolution“ durch neue Kommunikations-Medien. Der theoretische Rahmen umfasst wesentliche Teilgebiete der Soziolinguistik, insbesondere die Sprachpolitik- und Sprachideologieforschung sowie die Mehrsprachigkeitsforschung. Darüber hinaus waren (zur Beleuchtung aller Hintergründe) Exkurse in die Geschichtsforschung, speziell im Hinblick auf Zeitgeschichte und Kulturgeschichte, aber auch in die Kirchenpolitik erforderlich. Das Forschungsdesign der Masterarbeit ist einerseits auf eine hermeneutische Auswertung von Archivmaterial und Fachliteratur ausgerichtet, stützt sich aber auch auf eine inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse (nach Kuckartz / Rädiker 2022) von Experteninterviews unter Beiziehung der aktuellen Version des Softwarepaketes MAXQDA (die dort angebotenen AI-Module zur Textgenerierung wurden nicht verwendet). Die Ergebnisse zeigen die unterschiedliche Wirksamkeit von einschlägigen behördlichen Förderungen und sonstigen (sprachpolitisch-legistischen) Maßnahmen in verschiedenen Epochen. Prognosen zum Sprachverlust bzw. zur Assimilation der Volksgruppen-Minderheiten werden ebenso angesprochen wie die Aspekte von einem Wandel bzw. Verblassen des Identitätsbegriffs.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Mehrsprachigkeit Landesidentität Soziolinguistik Burgenland Volks- und Sprachgruppen Sprachminderheiten Bildung in Minderheitensprachen Migration und Sprachen
Autor*innen
Karl Schmidt
Haupttitel (Deutsch)
100 Jahre Burgenland - Mehrsprachigkeit und Landesidentität
Hauptuntertitel (Deutsch)
Konstanten und Transformationen
Paralleltitel (Englisch)
100 years of Burgenland - multilingualism and national identity
Paralleluntertitel (Englisch)
constants and transformations
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
211 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Manfred Michael Glauninger
AC Nummer
AC17458221
Utheses ID
74888
Studienkennzahl
UA | 066 | 818 | |
