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Die Theateraufführung "Die Blutnacht auf dem Schreckenstein" von Rudolf Kalmar 1943 im KZ Dachau
ein Beitrag zur Kunst und Kultur als Widerstand
Franziska Marie Undis
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Birgit Peter
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77888
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13246.51723.343612-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit schafft einen Beitrag zur Analyse des künstlerischen Schaffens von Häftlingen in Konzentrationslagern während des Zweiten Weltkriegs. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Konzentrationslager Dachau und dem hier 1943 uraufgeführten Theaterstück Die Blutnacht auf dem Schreckenstein von Rudolf Kalmar. Das Stück wird als Beispiel herangezogen, um die Bedeutung kultureller Ausdrucksformen unter den extremen Bedingungen des Lageralltags zu analysieren und zu verstehen, wie diese zur Bewahrung von Identität, Menschlichkeit und Gemeinschaft beitrugen. Kulturelle Aktivitäten wie das Theater waren einerseits ein Mittel des Überlebens und der Stärkung des Gemeinschaftsgefühls, andererseits aber auch ein subversiver Akt des Widerstands gegen die nationalsozialistische Ideologie der Entmenschlichung. Die Arbeit beleuchtet, wie Theater und Kunst den Häftlingen halfen, Würde und Hoffnung zu bewahren, und zeigt die Ambivalenz auf, dass solche Aktivitäten von den Nationalsozialisten auch für propagandistische Zwecke genutzt werden konnten. Die Methodik der Arbeit kombiniert historische Quellenanalysen, Oral History Ansätze sowie theaterwissenschaftliche Untersuchungen, um die Entstehung, Symbolik und Wirkung des Theaterstücks von 1943 zu dokumentieren. Ein zentrales Ziel der Arbeit ist es, die oft übersehene Bedeutung kultureller Aktivitäten im Konzentrationslager aufzuzeigen und einen Beitrag zur Gedenkstättenarbeit zu leisten. In diesem Zusammenhang wird ein Konzept für eine Ausstellungstafel entwickelt, die die Rolle von Kunst und Theater im KZ Dachau thematisiert. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig es ist, die künstlerischen Leistungen der Häftlinge als Teil des Erinnerungsdiskurses zu etablieren, ohne die unmenschlichen Bedingungen des Lagerlebens zu relativieren. Die resultierenden Erkenntnisse der Arbeit unterstreichen, dass Kunst und Kultur auch in den dunkelsten Kapiteln der Geschichte eine unverzichtbare Kraftquelle waren, um Menschlichkeit und Solidarität zu bewahren. Angesichts aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen bleibt die Auseinandersetzung mit diesem Thema von großer Bedeutung, um das Bewusstsein für die Gefahren faschistischer Ideologien zu schärfen.
Abstract
(Englisch)
This master's thesis contributes to the analysis of the artistic creations of prisoners in concentration camps during World War II. A particular focus is placed on the Dachau concentration camp and the play Die Blutnacht auf dem Schreckenstein by Rudolf Kalmar, which premiered there in 1943. The play is used as an example to analyze the significance of cultural expressions under the extreme conditions of daily life in the camp and to understand how these contributed to the preservation of identity, humanity, and community. Cultural activities such as theater were, on the one hand, a means of survival and strengthening the sense of community, but on the other hand, they also represented a subversive act of resistance against the Nazi ideology of dehumanization. This study examines how theater and art helped prisoners maintain dignity and hope while also highlighting the ambivalence that such activities could be exploited by the Nazis for propaganda purposes. The methodology of this thesis combines historical source analysis, oral history approaches, and theater studies investigations to document the creation, symbolism, and impact of the 1943 play. A central aim of this study is to highlight the often-overlooked importance of cultural activities in concentration camps and to contribute to memorial site work. In this context, a concept for an exhibition panel is developed, which explores the role of art and theater in the Dachau concentration camp. The findings emphasize how crucial it is to establish the artistic achievements of the prisoners as part of the discourse of remembrance, without downplaying the inhumane conditions of camp life. The results of this study underline that art and culture, even in the darkest chapters of history, were an indispensable source of strength for preserving humanity and solidarity. Given current societal challenges, engaging with this topic remains highly relevant in raising awareness of the dangers posed by fascist ideologies.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Oral History Kunst als Widerstand Kultur als Widerstand Die Blutnacht auf dem Schreckenstein Erinnerungskultur Kulturproduktion in Konzentrationslagern Konzentrationslager Dachau Rudolf Kalmar Viktor Matejka Erwin Geschonneck Alexander Melach Kunst im Konzentrationslager Theater im Konzentrationslager Theater als Überlebensmittel Theatralik des Faschismus Humor als Überlebensmittel
Autor*innen
Franziska Marie Undis
Haupttitel (Deutsch)
Die Theateraufführung "Die Blutnacht auf dem Schreckenstein" von Rudolf Kalmar 1943 im KZ Dachau
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Beitrag zur Kunst und Kultur als Widerstand
Paralleltitel (Englisch)
The theatre performance "Die Blutnacht auf dem Schreckenstein" by Rudolf Kalmar in Dachau concentration camp in 1943
Paralleluntertitel (Englisch)
a contribution to art and culture as resistance
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
92 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Birgit Peter
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte ,
15 Geschichte > 15.24 Zweiter Weltkrieg ,
24 Theater > 24.23 Kleinkunst. Kabarett. Revue
AC Nummer
AC17463689
Utheses ID
74902
Studienkennzahl
UA | 066 | 583 | |
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