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Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die Binnenmarktfreiheiten
Analyse der rechtlichen Maßnahmen der EU zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und deren Auswirkungen auf die Integration und Stabilität des Binnenmarktes
Florian Schönberger
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht (LL.M.) [Berufsbegleitend Deutsch]
Betreuer*in
Maria Elisabeth Sturm
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77820
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13273.50308.377381-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit analysiert die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Binnenmarktfreiheiten der Europäischen Union (EU) und die rechtlichen Maßnahmen, die zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Krise ergriffen wurden. Im Mittelpunkt steht der Internal Market Emergency and Resilience Act (IMERA, im EK-Vorschlag noch Single Market Emergency Instrument, SMEI genannt) als unionsrechtliches Kriseninstrument zur Wahrung der Funktionsfähigkeit und Kohärenz des Binnenmarktes in Notlagen. Die Pandemie offenbarte gravierende Defizite in der unionsrechtlichen Kompetenzverteilung zwischen der EU und ihren Mitgliedstaaten, insbesondere im Bereich der Gesundheits- und Wirtschaftspolitik. Die divergierenden nationalen Reaktionsstrategien führten zu erheblichen Einschränkungen der vier Grundfreiheiten (Personen-, Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr) und stellten die unionsrechtlichen Prinzipien der Solidarität und der Verhältnismäßigkeit vor neue Herausforderungen. Zugleich wirkte die Krise als Katalysator für eine verstärkte zentralisierte Regulierung und eine schrittweise Verdichtung unionsrechtlicher Steuerungsmechanismen. Die Arbeit kombiniert eine rechtsdogmatische und eine wirtschaftsrechtliche Analyse, um sowohl die unmittelbaren als auch die strukturellen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Binnenmarktintegration zu untersuchen. Im Fokus stehen dabei die Wechselwirkungen zwischen negativer und positiver Integration, die unionsrechtliche Kompetenzordnung sowie die Effektivität der ergriffenen Maßnahmen im Lichte des Subsidiaritäts- und Verhältnismäßigkeitsprinzips. Schließlich wird IMERA einer kritischen Prüfung unterzogen, insbesondere im Hinblick auf seine Geeignetheit, Notfallsituationen unionsrechtlich kohärent zu bewältigen und die Binnenmarktstabilität langfristig zu gewährleisten. Die Ergebnisse der Analyse verdeutlichen, dass Krisensituationen die Grenzen des bestehenden unionsrechtlichen Rahmens offenlegen und eine Weiterentwicklung der Rechtsgrundlagen erforderlich machen, um die Integrität und Resilienz des Binnenmarktes auch in künftigen Notlagen zu sichern.
Abstract
(Englisch)
This Master thesis examines the impact of the COVID-19 pandemic on the fundamental freedoms of the European Union’s (EU) Internal Market, as well as the legal measures adopted to mitigate its economic repercussions. At the core of the analysis lies the Internal Market Emergency and Resilience Act (IMERA, previously Single Market Emergency Instrument, SMEI) as a legal mechanism designed to safeguard the proper functioning and coherence of the Internal Market in times of crisis. The pandemic exposed significant structural deficiencies in the EU’s competence distribution, particularly in the fields of health and economic policy. The disparate national responses led to substantial restrictions on the four fundamental freedoms - free movement of persons, goods, services, and capital - posing new challenges to the principles of solidarity and proportionality under Union law. At the same time, the crisis served as a catalyst for a more centralized regulatory approach and a progressive consolidation of EU-level governance mechanisms. Adopting a doctrinal and economic-legal approach, this thesis assesses both the immediate and systemic effects of the COVID-19 crisis on Internal Market integration. Special attention is given to the interplay between negative and positive integration, the EU’s competence framework, and the effectiveness of the measures taken in light of the principles of subsidiarity and proportionality. Lastly, IMERA is critically evaluated with regard to its suitability as a legal instrument for crisis management and its capacity to ensure the long-term stability of the Internal Market. The findings illustrate that crisis situations expose the inherent limitations of the existing EU legal framework, necessitating further legal development to preserve the integrity and resilience of the Internal Market in future emergencies.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Europäische Union Binnenmarkt COVID-19 IMERA Grundfreiheiten Krise
Schlagwörter
(Englisch)
European Union Single Market Internal Market COVID-19 IMERA Crisis
Autor*innen
Florian Schönberger
Haupttitel (Deutsch)
Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die Binnenmarktfreiheiten
Hauptuntertitel (Deutsch)
Analyse der rechtlichen Maßnahmen der EU zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und deren Auswirkungen auf die Integration und Stabilität des Binnenmarktes
Paralleltitel (Englisch)
Impact of the COVID-19 pandemic on the freedoms of the internal market
Paralleluntertitel (Englisch)
analysis of the EU's legal measures to address the economic impact of the pandemic and the consequences on the integration and stability of the internal market
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
V, 119 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Maria Elisabeth Sturm
Klassifikationen
86 Recht > 86.65 Wirtschaftsrecht ,
86 Recht > 86.90 Europarecht. Sonstiges
AC Nummer
AC17454185
Utheses ID
74921
Studienkennzahl
UA | 999 | 082 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1