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Nutzungskonflikte im Wienerwald
wie lassen sich Selbstbestimmung und Gemeinwohl im Spannungsfeld von Sport-, Sozial- und Umweltethik vereinbaren?
Helena Wendschlag
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Interdisziplinäre Ethik
Betreuer*in
Paul Tarmann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.78143
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22030.49944.575934-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Immer mehr Skigebiete in Österreich setzen aufgrund schneearmer Winter auf Sommertourismus, was auch den Radsportler: innen sowie Wandernden, Hundebesitzer: innen und Pilzsucher: innen zugutekommt. Besonders im Wienerwald gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Erholung, was zu Konflikten zwischen verschiedenen Nutzergruppen führt. Diese Konflikte sind oft nicht offiziell, sondern schwelend und werden häufig nur in Alltagsgesprächen oder Medien angesprochen. Faktoren wie Wegnetze und Erreichbarkeit für den Mountainbikesport sind dabei wichtig, wobei der Wienerwald im Osten Österreichs besonders betroffen ist. Die notwendige Erschließung von Wegen führt häufig zu Konflikten zwischen Wandernden, und Radfahrer: innen. Studien zeigen, dass getrennte Bereiche für Mountainbiker: innen und Wandernden zwar soziale Konflikte verringern können, aber die negativen ökologischen Auswirkungen bleiben umstritten. Der Begriff der Freiheit hat in unserer Zeit eine wesentliche Bedeutung. Was bedeutet es, frei zu sein und sich frei zu fühlen? Noch nie waren Menschen so frei wie die Bürger: innen westlicher Demokratien. Freiheit bedeutet jedoch nicht nur den eigenen Vorlieben zu folgen, sondern auch Verantwortung zu übernehmen. Diese Verantwortung umfasst nicht nur die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, sondern auch die Anerkennung etwaiger? Konsequenzen für das Individuum, andere Menschen und die Umwelt. Verantwortung ist ein Zeichen von Autonomie und Selbstbestimmung und sollte das Wohl der Gemeinschaft im Blick haben. Im Wienerwald, wo unterschiedliche Interessengruppen aufeinandertreffen, müssen nicht nur Regeln für das Miteinander kommuniziert werden, sondern auch Toleranz und Verständnis für die Bedürfnisse anderer entwickelt werden. Das Handeln sollte nicht nur den eigenen Standpunkt, sondern auch das Gemeinwohl berücksichtigen. Die Frage bleibt, wie viel Freiheit die Nutzer: innen tatsächlich haben, wenn es darum geht, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen. Wegmanagement bezüglich der genauen Bezeichnung und Markierung von legalen und illegalen Strecken, die für Wandernde und Radfahrer: innen zugelassen sind, neue Kommunikationsstrategien und -möglichkeiten für die Athlet: innen untereinander sowie für Stakeholder und Organisationen zählen unter anderem zu den möglichen Lösungen. Die Bewusstseinsschaffung der Rechte, die man in bestimmten Rollen hat, bei der auch ein Perspektivwechsel innerhalb der unterschiedlichen Communities erforderlich ist, kann seitens der Athlet: innen zur Entschärfung von Konfliktpotenzial helfen.
Abstract
(Englisch)
More and more ski resorts in Austria are focusing on summer tourism because of less snow in the recent winter seasons. This benefits not only cyclists but also hikers, dog owners, and mushroom hunters. In particular, the Wienerwald areas offers many opportunities for relaxation, which leads to conflicts between different user groups. The necessary development of paths for the various users often leads to conflicts between hikers and cyclists. These conflicts are brewing below the surface and are frequently discussed in everyday conversations or media. Factors such as trail networks and accessibility play a significant role for mountain biking especially in the Wienerwald area. Studies show that separating areas for mountain bikers and hikers can reduce social conflicts, but the ecological impacts still exist. The concept of freedom is highly valued nowadays. But what does it mean to be free and feel free? Never before have people been as free as the citizens of Western democracies. However, freedom doesn’t just mean following our own preferences; it also means taking responsibility. This responsibility involves not only the ability to make decisions but also recognizing their consequences for the individual, others, and the environment. Responsibility is a sign of autonomy and self-determination and should consider the well-being of the community. In the Wienerwald areas, where different groups of interest come together, tolerance and understanding of others' needs must be developed. The question remains: how much freedom do users really have when it is necessary to take responsibility for themselves and others? Among the potential solutions are trail management regarding the precise designation and marking of legal and illegal routes for hikers and cyclists, as well as new communication strategies and opportunities for athletes to interact with each other and with stakeholders and organization. Raising awareness of the rights bikers and hikers have in certain roles, along with the necessary shift in perspective within different communities, can help athletes assist in the de-escalation of conflict potential.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Nutzungskonflikte Mountainbiker: innen Wandernde Selbstbestimmung Gemeinwohl Bergsport Trailparks Handlungs- und Willensfreiheit
Autor*innen
Helena Wendschlag
Haupttitel (Deutsch)
Nutzungskonflikte im Wienerwald
Hauptuntertitel (Deutsch)
wie lassen sich Selbstbestimmung und Gemeinwohl im Spannungsfeld von Sport-, Sozial- und Umweltethik vereinbaren?
Paralleltitel (Englisch)
Usage conflicts in the Wienerwald area
Paralleluntertitel (Englisch)
how can self-determination and the common good be reconciled in the context of sports, social, and environmental ethics?
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
93 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Paul Tarmann
Klassifikation
76 Sport > 76 Sport
AC Nummer
AC17485304
Utheses ID
75055
Studienkennzahl
UA | 066 | 641 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1