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Drawing the shape of your pleasure
the intersection of sex toys with politics, the market, and bodies in the case of a Japanese sex toy female brand
Daiki Shiraishi
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Science-Technology-Society
Betreuer*in
Sarah Davies
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.77935
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25486.67256.685638-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht, wie die von iroha, einer japanischen Marke für weibliche Sexspielzeuge, entworfenen Produkte mit Politik, Markt und Körpern in der japanischen Gesellschaft interagieren. Durch die Durchführung von acht halbstrukturierten narrativen Interviews (mit vier Designerinnen und vier Nutzerinnen von iroha) sowie einer Dokumentenanalyse der Inhalte auf der offiziellen iroha-Website habe ich untersucht, wie der Wert der Sexspielzeuge von iroha relational durch das Zusammenspiel feministischer politischer Ansichten, Marktstrategien und die Performanz multipler Körper geformt wird. Trotz vielfältiger Diskussionen über Sexspielzeuge in den feministischen Kulturwissenschaften und den Science and Technology Studies (STS) sind Studien zu Sexspielzeugen noch unterentwickelt, insbesondere wenn es darum geht, qualitative Daten zu erheben und kulturelle Unterschiede – vor allem zwischen dem Westen und anderen Regionen – zu vergleichen. Um diese Forschungslücke zu schließen, untersucht diese Arbeit die Stellung von Sexspielzeugen in der japanischen Gesellschaft durch qualitative Daten. Mein Forschungsschwerpunkt liegt auf iroha, einem der größten Anbieter von Sexspielzeugen für Frauen in Japan, dessen Produkte weltweit für ihr anspruchsvolles Design bekannt sind. Die Diskussion erfolgt in drei Schritten. Erstens konzentriere ich mich darauf, wie die Sexspielzeuge von iroha aus unterschiedlichen Perspektiven bewertet werden. Angelehnt an das Konzept der Registers of Valuing (Bewertungsregister) identifiziere ich vier Register: das feministische, das Design-, das Markt- und das Gesundheitsregister. Zweitens untersuche ich, inwiefern und in welchem Sinne die Mitarbeiterinnen von iroha die Praktiken des Unternehmens als feministische Handlungen verstehen. Mithilfe des Konzepts der Boundary Work (Grenzarbeit) zeigt meine Analyse Kommunikationsstrategien auf, die irohas feministische Positionierung von der bestehenden Vorstellung der „wütenden Feministinnen“ abgrenzen. Drittens erforsche ich, welche Arten von Körpern durch die Interaktion mit Sexspielzeugen (nicht) wertgeschätzt werden. Aufbauend auf dem Konzept der Body Multiplicity (Körper-Multipizität) werden im letzten Abschnitt des Ergebniskapitels fünf verschiedene Körpertypen diskutiert, die sowohl von Designerinnen als auch Nutzerinnen beschrieben werden. Diese Arbeit leistet einen Beitrag zur akademischen Diskussion in drei Forschungsfeldern. Erstens liefert meine Untersuchung neue Erkenntnisse für die Forschung zu Sexspielzeugen, indem sie qualitative Daten außerhalb des westlichen Kontexts erweitert. Zweitens bietet meine Analyse die Möglichkeit, den STS-Fokus auf Sexspielzeuge zu erweitern, indem sie die Vielschichtigkeit der in einem Objekt eingeschriebenen Werte aufzeigt. Drittens trägt diese Arbeit auch zur politischen Philosophie bei, indem sie ein neues Bild des consumer-citizen (Konsument-Bürger) entwirft.
Abstract
(Englisch)
This paper explores how sex toys designed by iroha, a Japanese female sex toy brand, intersect with politics, the market, and bodies in Japanese society. Conducting eight semi-structured narrative interviews (with four designers and four users of iroha) and document analysis of the contents on iroha’s official website, I investigated how the value of iroha’s sex toys is relationally shaped by the intersection between feminist political views, market strategies, and the enactment of multiple bodies. Despite diverse discussion of sex toys from feminist cultural studies to STS, sex toy studies are still underdeveloped when it comes to collecting qualitative data and comparing cultural differences, especially between the West and others. To fill this research gap, this paper examines the position of sex toys in Japanese society by conducting qualitative data. My research target is iroha, one of the biggest female sex toy providers in Japan, and its products are globally famous for sophisticated design. The discussion proceeds in three steps. First, I focus on how iroha’s sex toys are valued from different perspectives. Drawing on the notion of registers of valuing, my analysis identifies four registers: feminist, design, market, and health registers. Second, I seek how and in what sense iroha’s employees understand the company’s practices as feminist actions. Drawing on the notion of boundary work, my analysis shows communication strategies that demarcate iroha’s feminist actions from the existing angry feminists. Third, I explore what types of bodies are (not) valued through the interaction with sex toys. Drawing on the notion of body multiplicity, the last part of the findings chapter discusses five different bodies that are described by both designers and users. This paper contributes to academic discussion in three fields. First, my findings bring insight into sex toy studies by enriching qualitative data outside of the West. Second, my analysis has the potential to broaden an STS focus on sex toys by showing the multiple values inscribed in one object. Finally, I also expect to contribute to political philosophy by providing a new image of consumer-citizen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Sex Spielzeug Feminismus Valuation Studies Boundary Work Körper-Multiplizität
Schlagwörter
(Englisch)
Sex Toy Feminism Valuation Studies Boundary Work Body Multiplicity
Autor*innen
Daiki Shiraishi
Haupttitel (Englisch)
Drawing the shape of your pleasure
Hauptuntertitel (Englisch)
the intersection of sex toys with politics, the market, and bodies in the case of a Japanese sex toy female brand
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
84 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Sarah Davies
Klassifikation
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.10 Wissenschaft und Gesellschaft
AC Nummer
AC17466999
Utheses ID
75098
Studienkennzahl
UA | 066 | 906 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1