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Teilnahme von migrantischen Arbeitskräften der mobilen Pflege an betrieblichen Gesundheitsförderungsprogrammen
Nina Kern
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Ursula Karl-Trummer
DOI
10.25365/thesis.8335
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29669.97545.646762-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: Durch die immer älter werdende Gesellschaft und dem Wunsch vieler Menschen, in ihrem eigenen Zuhause gepflegt zu werden, leiden die Arbeitskräfte in der mobilen Pflege unter vielfältigen Belastungen und hohen Arbeitsanforderungen. Deshalb ist es gerade in diesem Arbeitsfeld wichtig, die Gesundheit der MitarbeiterInnen durch verhaltens- und verhältnisbezogene Maßnahmen zu fördern.
Der Fokus meiner Arbeit liegt auf Arbeitskräfte mit Migrationshintergrund, da diese einen großen Teil der Beschäftigten repräsentieren und sie sich von der einheimischen Bevölkerung im Bezug auf Gesundheitsverhalten und Zugang zum Gesundheitswesen unterscheiden. In der Literatur wird häufig erwähnt, dass Menschen mit Migrationshintergrund seltener an Präventions- und Vorsorgeangeboten teilnehmen.
Mit dieser Arbeit soll, basierend auf Interviews mit Arbeitskräften mit Migrationshintergrund in der mobilen Pflege, erhoben werden, ob das auf sie ebenso zutrifft.
Ziel: Ziel dieser Arbeit ist es, betriebliche Gesundheitsförderung aus der Sicht von Arbeitskräften mit Migrationshintergrund in der mobilen Pflege zu beleuchten. Es gilt herauszufinden, ob die Arbeitskräfte mit Migrationshintergrund in der mobilen Pflege über die Gesundheitsförderungsmaßnahmen in ihrem Betrieb Bescheid wissen und ob sie an diesen teilnehmen oder nicht. Weiters sollen die Motive für die Teilnahme und Nichtteilnahme aufgezeigt werden.
Methodisches Vorgehen: Diese Arbeit besteht aus einer Analyse von nationaler und internationaler Literatur zum Thema der betrieblichen Gesundheitsförderung sowie Migration und Gesundheit. Außerdem widmet sich ein Teil der Literaturarbeit den Arbeitsanforderungen an die mobile Pflege.
Weiters wurden Interviews mit Arbeitskräften mit Migrationshintergrund beim Wiener Roten Kreuz durchgeführt, um Information über die Gründe für Teilnahme bzw. Nichtteilnahme an Gesundheitsförderungsprogrammen zu erhalten.
Ergebnisse: Die zehn Befragten konnten nur wenige der angebotenen Maßnahmen nennen. Erklärungsansätze dafür sind, dass die Befragten noch nicht lange bei ihrer Organisation arbeiten, dass sie nicht ausreichend darüber informiert wurden und dass die Gesundheitsförderung im Betrieb für sie keine wichtige Rolle spielt.
Als Hauptgrund für die Nichtteilnahme an den angebotenen Maßnahmen wurde Zeit genannt. Dies wird als geringe Motivation interpretiert, wenn andere Aktivitäten stattdessen im Vordergrund stehen. Auch der niedrige Informationsstand über die Angebote ist ein Grund für die niedrige Relevanz und das Desinteresse an den Maßnahmen.
Die zwei Hauptmotive für die Teilnahme lauten Interesse an den Inhalten und die Verbesserung der sozialen Beziehungen unter den KollegInnen, da sich diese während der Arbeitszeit nicht austauschen können, sondern nur bei gemeinsamen Treffen wie zum Beispiel bei Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung.
Bei der Frage nach dem Angebot an migrantInnenspezifischen Maßnahmen wurde nur auf Sprachkenntnisse und die damit verbundene Integration eingegangen. Es werden keine kultursensiblen Maßnahmen angeboten, diese werden vom Personal aber auch nicht gewünscht.
Schlussfolgerungen: Die Befragten sind nicht gut über die angebotenen Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung informiert, hier herrscht Aufholbedarf, um ihre Teilnahme daran zu fördern.
Die Auswertung der Interviews macht deutlich, dass die befragten Beschäftigten mit Migrationshintergrund gut integriert sind und spezifische Maßnahmen für sie nicht notwendig sind. Dies trifft auf die befragten Personen zu, aber möglicherweise nicht auf alle Beschäftigten mit Migrationshintergrund. Deshalb ist es trotzdem notwendig, für weniger integrierte Menschen mit Migrationshintergrund spezifische Angebote im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung anzubieten.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
betriebliche Gesundheitsförderung Migration mobile Pflege
Autor*innen
Nina Kern
Haupttitel (Deutsch)
Teilnahme von migrantischen Arbeitskräften der mobilen Pflege an betrieblichen Gesundheitsförderungsprogrammen
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
99 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ursula Karl-Trummer
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines ,
71 Soziologie > 71.00 Soziologie: Allgemeines
AC Nummer
AC08089230
Utheses ID
7511
Studienkennzahl
UA | 057 | 122 | |
