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Bestattungen in frühchristlichen Kirchen in der spätantiken südlichen Levante (4.-8. Jh. n. Chr.)
Franziska Male
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Klassische Archäologie
Betreuer*in
Basema Hamarneh
DOI
10.25365/thesis.78035
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28933.54366.171756-2
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit behandelt die Provinzen Palaestina Prima, Secunda, Tertia und Arabia in der Spätantike. Mit der Verbreitung des Christentums kam es hier zu einer grundlegenden Änderung im Umgang mit Toten und deren Bestattung. Während in den antiken paganen und jüdischen Traditionen die Bestattung im bewohnten Gebiet verboten war und Verstorbene als unrein galten, entwickelte sich im Christentum ein neues Verständnis: Der Tod wurde als Neuanfang und nicht mehr als Ende gesehen. Das Zusammentreffen von Gläubigen zum gemeinsamen Gebet an den Gräbern von Märtyrern und Heiligen oder auch die Bestattung von Toten in Sakralräumen war damit kein Tabu mehr. Besonders privilegierten Personen, etwa vermögenden Wohltäter*innen und Geistlichen, stand bereits ab dem 4. Jahrhundert n. Chr. eine Bestattung in Kirchengebäuden offen. Obwohl diese Gräber, die in der Regel in Ost-West-Richtung angelegt wurden, unterschiedlich gestaltet waren, wiesen sie eine ähnliche Typologie auf. Unterschiede bestehen beispielsweise im Vorhandensein bzw. Fehlen von Grabbeigaben, deren Umfang und Beschaffenheit sowie der Zahl der in einem Grab Bestatteten. Um tiefere Einblicke hinsichtlich der Bestatteten und ihres sozialen Status zu gewinnen, wären jedoch weitere anthropologische Untersuchungen der Skelette erforderlich.
Abstract
(Englisch)
This work deals with the provinces of Palaestina Prima, Secunda, Tertia and Arabia in Late Antiquity. With the spread of Christianity, there was a fundamental change in the treatment of the dead and their burial. While burial in inhabited areas was forbidden in the ancient pagan and Jewish traditions and the deceased were considered unclean, a new understanding developed in Christianity: death was seen as a new beginning and no longer as an end. The gathering of believers to pray together at the graves of martyrs and saints or the burial of the dead in sacred spaces was therefore no longer taboo. Particularly privileged individuals, such as wealthy benefactors and clergy, were allowed to be buried in church buildings from the 4th century AD. Although these tombs, which were generally laid out in an east-west direction, were designed differently, they had a similar typology. Differences exist, for example, in the presence or absence of grave goods, their size and nature and the number of people buried in a grave. However, further anthropological studies of the skeletons would be necessary to gain deeper insights into the burials and their social status.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Spätantike Bestattungen frühchristliche Kirchen
Autor*innen
Franziska Male
Haupttitel (Deutsch)
Bestattungen in frühchristlichen Kirchen in der spätantiken südlichen Levante (4.-8. Jh. n. Chr.)
Paralleltitel (Englisch)
Burials in early Christian churches in the late antique southern Levant (4th-8th century)
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
137 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Basema Hamarneh
Klassifikation
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein. Sonstiges
AC Nummer
AC17473837
Utheses ID
75150
Studienkennzahl
UA | 066 | 885 | |
