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Essays on coordination, trust and moral behaviour
Sigma Samhita
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doctor of Philosophy-Doktoratsstudium Wirtschaftswissenschaften: (Diss.Gebiet: VWL, DK: Vienna Graduate School of Economics)
Betreuer*in
Wieland Müller
Mitbetreuer*in
Martin Kocher
DOI
10.25365/thesis.79001
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28951.65348.535273-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit werden wirtschaftliche Strategien zur Bewältigung globaler Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel, der Vertrauensbildung und dem umweltfreundlichen Verhalten untersucht. Zunächst wird die ungleiche Auswirkung des Klimawandels untersucht, wobei die Notwendigkeit verstärkter Anstrengungen zur Eindämmung des Klimawandels für besonders gefährdete Regionen hervorgehoben wird. Anhand eines Spiels um öffentliche Güter mit heterogenen Schwellenwerten zeigt die Studie, dass die Beiträge der Akteure und ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit abnehmen, wenn sie unterschiedlich stark vom Klimawandel betroffen sind. Die Koordination verbessert sich jedoch, wenn die anfänglichen Beiträge von weniger gefährdeten Teilnehmern stammen, was die Bedeutung der Führungsrolle bei kollektiven Klimamaßnahmen unterstreicht. Die zweite Studie untersucht die Vertrauensdynamik innerhalb sprachbasierter In-Groups und Out-Groups in Indien und vergleicht einen allmählichen Vertrauensaufbau („Gradual game“) mit einem Alles-oder-Nichts-Ansatz („Binary game“). Entgegen den Erwartungen gelingt es dem Gradualismus nicht, effektiv Vertrauen aufzubauen, denn er zeigt ein geringes Vertrauen zwischen den Gruppen und diskriminierendes Verhalten gegenüber der Out-Group nur im Gradual-Spiel. Diese Ergebnisse unterstreichen die Grenzen gradueller Strategien in Umgebungen mit geringem Vertrauen und legen nahe, dass Gradualismus nicht immer ein zuverlässiger Ansatz zur Stärkung des Vertrauens in kulturell vielfältigen Umgebungen ist. Die dritte Studie evaluiert die Wirksamkeit von Steuern im Vergleich zu sozialen Normen bei der Förderung umweltfreundlicher Entscheidungen durch das neuartige „Flygskam“-Spiel. Hier wählten die Teilnehmer zwischen persönlichem Profit und Umweltverantwortung unter verschiedenen Interventionen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Steuern bei Personen, die den Auswirkungen auf die Umwelt zunächst gleichgültig gegenüberstanden, effektiv ein klimafreundliches Verhalten förderten, während Normen nur minimale Auswirkungen hatten. Diese Ergebnisse unterstreichen das Potenzial monetärer Interventionen, umweltbewusste Entscheidungen zu beeinflussen, und bieten Einblicke in die Gestaltung politischer Maßnahmen zur Förderung von Kooperation, Vertrauen und Nachhaltigkeit als Reaktion auf globale Herausforderungen.
Abstract
(Englisch)
This thesis investigates economic strategies to address global challenges related to climate change, trust-building, and pro-environmental behaviour. First, it explores the uneven impact of climate change, highlighting the need for intensified mitigation efforts to help highly vulnerable regions. Using a public goods game with heterogeneous thresholds, the study demonstrates that when players face differing levels of climate vulnerability, their contributions and willingness to pursue high levels of cooperation decrease. However, coordination improves when initial contributions come from less vulnerable participants, emphasising the importance of leadership in collective climate action. The second study examines trust dynamics within language-based in-groups and out- groups in India, comparing a gradual trust-building (“Gradual game”) to an all-or-nothing approach (“Binary game”). Contrary to expectations, gradualism fails to build trust effectively, showing low trust across groups and revealing discriminatory behaviour against the out-group only in the Gradual game. These findings highlight the limitations of gradual strategies in low-trust environments and suggest that gradualism may not always be a reliable approach for enhancing trust in culturally diverse settings. The third study evaluates the effectiveness of taxes versus social norms in encouraging pro-environmental decisions through the novel “Flygskam" game. Here, participants chose between personal profit and environmental responsibility under different interventions. Findings indicate that taxes effectively encouraged pro-climate behaviour among individuals initially indifferent to environmental impacts, while norms had minimal effect. These results underscore the potential of monetary interventions in shaping environmentally responsible choices, offering insights for policy design aimed at fostering cooperation, trust, and sustainability in response to global challenges.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Koordination Vertrauen Moralisches Verhalten Experimentelle Wirtschaftsforschung Umweltökonomie Schwellenwert-öffentliche-Güter-Spiel
Schlagwörter
(Englisch)
coordination trust moral behaviour experimental economics environmental economics threshold public goods game
Autor*innen
Sigma Samhita
Haupttitel (Englisch)
Essays on coordination, trust and moral behaviour
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
278 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Dirk Engelmann ,
Urs Fischbacher
Klassifikationen
83 Volkswirtschaft > 83.00 Volkswirtschaft. Allgemeines ,
83 Volkswirtschaft > 83.05 Wirtschaftssoziologie. Wirtschaftspsychologie
AC Nummer
AC17607430
Utheses ID
75168
Studienkennzahl
UA | 794 | 370 | 140 |
