Detailansicht

Literaturverfilmung - ein Forschungsbericht und eine exemplarische Analyse (Arcipelaghi)
Anja Cermenek
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Birgit Wagner
Volltext herunterladen
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.8341
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30186.88399.483953-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In meiner Diplomarbeit gebe ich einen Forschungsbericht über die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema „Literaturverfilmung“. Seit den 1970er Jahren fanden intermediale Fragestellungen verstärkt Einzug in die universitären Disziplinen, wobei das größte Interesse von den Philologien ausging. Die Film-und Medienwissenschaften beschäftigen sich allerdings bis heute kaum mit der filmischen Adaption eines literarischen Werkes, was mit dem lange gehegten Vorwurf zu tun hat, eine Literaturverfilmung führe unabdingbar zu einem „kopierten“ Werk, das der Vorlage nie gerecht werden kann. Wie ich in meiner Arbeit darlege, ist es zwar richtig, dass der Film sich in seinen Anfangsjahren sehr stark an der Literatur orientiert hat und diese auch „benutzt“ hat, indem er Ausschnitte bekannter literarischer Szenen zeigte. Dieser Rückgriff auf Bekanntes war zum Verständnis von Seiten des Publikums jedoch notwendig. Der Film lernte allerdings sehr schnell und entwickelte bereits im zweiten Jahrzehnt seines Bestehens eigene Erzählstrategien. Somit kann der Vorwurf der Originalität und der Werktreue seit langem als obsolet gelten. Wie gelungen filmische Adaptionen sein können, zeige ich im zweiten Teil meiner Arbeit, in dem ich selbst eine Analyse der Literaturverfilmung Arcipelaghi durchführe. Der Film des sardischen Regisseurs Giovanni Columbu transformiert in großartiger Weise die komplexen Erzählstrukturen seiner literarischen Vorlage. Ausgeführt habe ich meine Analyse an Hand des narratologisch orientierten Verfahrens, das ich als eine von vier verschiedenen Analysemethoden für Literaturverfilmungen in meiner Arbeit vorstelle. Narratologisch orientierte Verfahren vergleichen die Erzählstruktur, die Erzählperspektive und den Handlungsablauf von literarischem Text und filmischer Umsetzung. Neben der narratologisch orientierten Analyse, gibt es auch den semiotisch orientierten Zugang sowie rhetorisch orientierte Verfahren. In einem weiteren Schritt erläutere ich die verschiedenen Arten der Literaturadaption, deren Charakterisierung vor allem durch den Abstand zum literarischen Ausgangstext, zu Stande kommt. Ziel meiner Arbeit ist es, zu zeigen, dass eine filmische Adaption herausragende künstlerische Qualität bergen kann und keineswegs immer im Schatten des Ausgangstextes stehen muss.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Literaturverfilmung Analysemethoden Werktreue Arten der Literaturadaption Sardinien codice barbaricino
Autor*innen
Anja Cermenek
Haupttitel (Deutsch)
Literaturverfilmung - ein Forschungsbericht und eine exemplarische Analyse (Arcipelaghi)
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
120 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Birgit Wagner
Klassifikationen
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.27 Italienische Literatur ,
24 Theater, Film, Musik > 24.37 Film: Sonstiges
AC Nummer
AC08032064
Utheses ID
7517
Studienkennzahl
UA | 236 | 349 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1