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The role of language in the entrepreneurial activity among forced migrants
Ekaterina Kamentsova
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Maria Emmanouela Plakogiannaki
DOI
10.25365/thesis.78043
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31381.52239.603055-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Eine der globalen Herausforderungen, mit denen die Welt heute konfrontiert ist, ist die erzwungene Migration. Millionen von Menschen sind aufgrund von Krieg, Verfolgung und humanitären Krisen auf der Flucht. Im Gegensatz zu freiwilligen Migranten stehen diese Menschen aufgrund fehlender Vorbereitung vor größeren Herausforderungen während des Anpassungsprozesses im Aufnahmeland. Für einige von ihnen wird das Unternehmertum zu einem Weg der wirtschaftlichen Teilhabe und sozialen Integration. In diesem Zusammenhang ist die Rolle der Sprache bei der Gestaltung unternehmerischer Aktivitäten unter erzwungenen Migranten bisher wenig erforscht worden. Diese Arbeit untersucht, wie erzwungene Migranten in Österreich die Rolle der Sprache in ihren unternehmerischen Aktivitäten wahrnehmen, mit besonderem Fokus auf diejenigen, die aufgrund des russisch-ukrainischen Krieges vertrieben wurden. Unter Anwendung der Social Identity Theory (SIT) (Tajfel & Turner, 1986) als theoretische Linse analysiert diese Arbeit die Rolle der Sprache als Identitätsmarker und ihre Verbindung zu Inklusion und Exklusion im unternehmerischen Kontext. Ein sozialkonstruktivistischer Ansatz, der in dieser Arbeit als philosophische Positionierung übernommen wurde, sowie ein qualitatives Forschungsdesign mit halbstrukturierten Interviews mit erzwungenen Migranten ermöglichen es, deren subjektive Erfahrungen zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen, dass Sprache keineswegs nur ein Kommunikationsmittel ist, sondern ein strategisches Instrument in der Geschäftsentwicklung darstellt, das Marktpositionierung, Netzwerke und die gesamte Interaktion mit der Umwelt beeinflusst. Während die bisherige Forschung oft das Narrativ der „Sprachbarriere“ verfolgt, zeigen die Ergebnisse, dass erzwungene Migranten aktiv ihre Handlungsmacht in Entscheidungsprozessen beanspruchen und sprachliche Vielfalt gezielt für ihren Geschäftserfolg nutzen. Darüber hinaus betont die Arbeit die Spannungen im Zusammenhang mit russischen und ukrainischen sprachlichen Identitäten, wobei emotionale und sozio-politische Aspekte der Sprachverwendung in diesem spezifischen Kontext berücksichtigt werden. Die Arbeit erweitert SIT über den Unternehmenskontext hinaus auf das Unternehmertum erzwungener Migranten und leistet somit einen Beitrag zur Forschung in den Bereichen International Business (IB), Migrationsstudien und Unternehmertum. Zudem bietet sie praktische Implikationen für politische Entscheidungsträger sowie für erzwungene Migranten.
Abstract
(Englisch)
One of the global issues the world is facing today is forced migration. Millions of people are on the move due to war, persecution, and humanitarian crises. In contrast to voluntary migrants, these people face more challenges in the adaptation process in the host country due to a lack of preparation. For some of them, entrepreneurship becomes a pathway for economic participation and social integration. However, the role of language in shaping entrepreneurial activities among forced migrants remains underexplored. This work examines how forced migrants in Austria perceive the role of language in their entrepreneurial activities with special attention on the ones displaced due to the Russian-Ukrainian war. Implementing Social Identity Theory (SIT) (Tajfel & Turner, 1986) as a theoretical lens, this thesis studies the role of language as a marker of identity, and its connection to inclusion, and exclusion within an entrepreneurial context. A social constructivist approach, adopted in the work as a philosophical positioning, as well as qualitative research design with the use of semi-structured interviews with forced migrant entrepreneurs, allow to capture their subjective experiences. The findings illustrate that language is hardly just a communicative tool but a strategic asset in business development, impacting market positioning, networking, and overall interaction with the environment. Furthermore, while the previous research often adopts a discourse of “language barrier”, the findings demonstrate that forced migrant entrepreneurs actively claim their agency in the decision-making and navigate linguistic diversity for their business success. Moreover, the thesis also emphasises the tensions surrounding Russian and Ukrainian linguistic identities, taking into account context-specific emotional and socio-political aspects of language use. The work extends SIT beyond the corporate environment to forced migrant entrepreneurship, thus contributing to research in International Business (IB), migration studies, and entrepreneurship. Moreover, it provides some managerial implications for policymakers and forced migrant entrepreneurs.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
International Business Unternehmertum Sprache SIT Erzwungene Migration Qualitative Interviews
Schlagwörter
(Englisch)
International Business Entrepreneurship Language SIT Forced migration Qualitative interviews
Autor*innen
Ekaterina Kamentsova
Haupttitel (Englisch)
The role of language in the entrepreneurial activity among forced migrants
Paralleltitel (Deutsch)
Die Rolle der Sprache in der unternehmerischen Tätigkeit unter erzwungenen Migranten
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
117 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Maria Emmanouela Plakogiannaki
Klassifikation
85 Betriebswirtschaft > 85.99 Betriebswirtschaft. Sonstiges
AC Nummer
AC17475906
Utheses ID
75172
Studienkennzahl
UA | 066 | 914 | |
