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Der Franziskuszyklus in der Oberkirche von San Francesco in Assisi
Überlegungen zur Abfolge der Szenen
Ursula Arendt
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Michael Viktor Schwarz
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.991
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29080.59103.838855-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Gegenstand der vorliegenden Untersuchung ist der Freskenzyklus der Franzlegende, der sich in der Oberkirche der Basilika von San Francesco in Assisi befindet und sich über die Sockelzone des einschiffigen Langhauses erstreckt. Mit 28 Szenen stellt diese trecenteske Freskenfolge eine der ausführlichsten Bildfassungen des Franziskuslebens dar und gehört aufgrund der Lage und Monumentalität der Darstellungen zu den bekanntesten Teilen der Oberkirchenausstattung. Der Umstand, dass die Fragen nach Autorschaft und Datierung bis heute weitgehend unbeantwortet geblieben sind, macht den Franzzyklus auch im kennerschaftlichen Diskurs zu einem begehrten und zugleich problematischen Thema. Kontroversiell gestaltet sich, wie die Überfülle an Literatur beredt bezeugt, vor allem die Zuschreibung an eine einzelne Meisterpersönlichkeit. Wie die technischen und die stilkritischen Untersuchungen zeigen, dürfte die erste Szene der Freskenfolge, Die Huldigung am Marktplatz von Assisi später als die benachbarten Szenen der Nordwand entstanden sein, und man nimmt sogar an, sie sei als letzte der gesamten Freskenfolge ausgeführt worden. In dieser Studie werden vor allem jene Umstände ins Zentrum gerückt, welche zu dieser verzögerten Ausführung geführt haben könnten. Die Lage des Lettnerbalkens, dessen Holzkonsolen noch in der ersten und letzten Szene der Bildfolge zu sehen ist, lieferte hier den Kern- und Ausgangspunkt der Überlegungen. Mit dem Blick auf das dekorative Rahmensystem des Freskenzyklus, die Komposition der einzelnen Langhausjoche und den hagiografischen Hintergrund wird zunächst ein übergreifender Kontext hergestellt, in dessen Gesamtkonzeption die Huldigung am Marktplatz zu lesen ist. Bezug nehmend auf die innerbildliche Komposition der ersten und der letzten Episode lässt sich weiters folgern, dass die malerische Ausgestaltung der Sockelzone nahezu gleichzeitig mit der Installation des Tramezzobalkens erfolgt sein respektive bei Arbeitsbeginn der Freskenfolge bereits in Planung gestanden sein müsste. Das Projekt Kreuzbalken/Franziskuszyklus ist demnach als ein zusammenhängender Arbeitsschritt wahrzunehmen, welcher auch hinsichtlich der Datierung der Franzlegende einen möglichen Hinweis liefert. Wie eng die Projektierung und Entstehung des liturgischen Einbaus mit der Bilderfolge tatsächlich verzahnt ist, zeigt sich in jenen Kapiteln, wo die Auswirkung auf die Arbeitsabfolge des Gesamtzyklus überprüft wurde. Es wurde unter Berücksichtigung der materialtechnischen Analysen und der zyklusimmanenten Stildifferenzen eine Alternative für die Entstehungschronologie der Freskenfolge aufgezeigt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Franziskuszyklus Assisi Oberkirche Mittelalter Giotto Freskomalerei Trecento
Autor*innen
Ursula Arendt
Haupttitel (Deutsch)
Der Franziskuszyklus in der Oberkirche von San Francesco in Assisi
Hauptuntertitel (Deutsch)
Überlegungen zur Abfolge der Szenen
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
131 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Viktor Schwarz
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.01 Geschichte der Wissenschaft und Kultur ,
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte: Allgemeines
AC Nummer
AC07010719
Utheses ID
752
Studienkennzahl
UA | 315 | | |
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