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Francesco Lauranas weibliche Büste aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien
Schönheit, Paragone und Wirkmacht
Lena Dragoljic
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Marianne Koos
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.78165
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12699.69025.858255-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Identität der Dargestellten in Francesco Lauranas Büste im Kunsthistorischen Museum Wien war lange Gegenstand divergierender Forschungsmeinungen. In den letzten Jahrzehnten wurde jedoch ihre Einbettung in den petrarkistischen Diskurs anerkannt. Die vorliegende Arbeit untersucht dieses Phänomen umfassend im Hinblick auf das Schönheitsideal, den Paragone-Diskurs und die Agency der Büste. Die visuelle Umsetzung des (lyrischen) Schönheitsideals wird im Spannungsfeld zwischen dem Frauenbildnis und dem Laura-Bildnis der Canzoniere-Handschriften des Quattrocento betrachtet, um bestehende Deutungen von Lauranas Büste kritisch zu hinterfragen. Die Büste wird als Identifikationsporträt verstanden, das zwischen diesen beiden Gattungen changiert und damit die ambivalente Ikonographie des Werks offenlegt. Die Authentizität der Laurenziana-Zeichnung wird durch eine stilgeschichtliche Analyse der Laura-Bildnisse hinterfragt, um ihre Verbindung zur Wiener Büste und ihre Rolle in der Entwicklung des Laurenziana-Typus zu klären. Ein Exkurs in die Modekunde untersucht die geblümte Haube der Dargestellten, welche nicht nur zur Datierung und Kontextualisierung der Büste am Mailänder Hof beiträgt, sondern auch tiefere kulturelle und soziale Bedeutungsebenen eröffnet. Die Verortung der Büste im Kontext der Paragone-Debatte eröffnet eine neue Perspektive auf Lauranas Herangehensweise sowie auf den gezielten Einsatz von Farbe und unterschiedlichen Materialien in ihrer Gestaltung. Durch eine Bild-Text-Analyse werden Bezüge zur lyrischen Figur der Laura in Petrarcas Canzoniere herausgearbeitet, insbesondere im Hinblick auf das Motiv des gesenkten Blicks und die Bedeutung der Büste. Dabei wird die Wirkmacht der Darstellung untersucht und gezeigt, wie sie über das stumme Abbild der Geliebten hinausgeht, um eine dialogische Beziehung mit dem Betrachtenden herzustellen. Darüber hinaus wird die Büste in den Kontext verwandter Werke der Malerei und Bildhauerei innerhalb des petrarkistischen Diskurses eingeordnet.
Abstract
(Englisch)
The identity of the figure depicted in Francesco Laurana's bust at the Kunsthistorisches Museumin Vienna has long been the subject of debate among scholars. In recent decades, however, its integration into the Petrarchan discourse has been increasingly acknowledged. This study examines this phenomenon comprehensively, focusing on the ideal of beauty, the Paragone debate, and the agency of the bust. The visual interpretation of (lyrical) beauty ideals is analyzed within the tension between the female portrait and the Laura depiction in Canzoniere manuscripts of the Quattrocento, critically reassessing existing interpretations of Laurana's bust. The bust is understood as anidentification portrait that oscillates between these two genres, thereby revealing the ambivalent iconography of the work. The authenticity of the Laurenziana drawing is questioned through a stylistic analysis of Laura depictions in manuscripts, aiming to clarify its connection to the Vienna bust and its role in the development of the Laurenziana type. A digression into fashion history examines the floral headdress of the depicted figure, which not only contributes to the dating and contextualization of the bust at the Milanese court but also opens deeper cultural and social layers of meaning. Positioning the bust within the context of the Paragone debate offers a new perspective on Laurana's artistic approach, particularly regarding his use of color and different materials in itsexecution. A visual-textual analysis explores references to the lyrical figure of Laura in Petrarch's Canzoniere, especially concerning the motif of the downcast gaze and the meaning of the bust. This study further investigates the bust's agency, demonstrating how its representation transcends the silent image of a beloved to establish a dialogical relationship with the viewer. Furthermore, the bust is situated within the broader context of related works in painting and sculpture within the Petrarchan discourse.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Petrarkismus petrarkistisches Schönheitsideal Paragone Laura-Bildnisse Francesco Laurana weibliches Marmorbildnis Laurenziana-Typus Canzoniere polychromierte Renaissance-Büste lyrische Bildnisse Idealporträt der Laura
Schlagwörter
(Englisch)
petrarchism petrarchan beauty ideal polychrome bust Laura portraits Renaissance manuscripts paragone female marble bust
Autor*innen
Lena Dragoljic
Haupttitel (Deutsch)
Francesco Lauranas weibliche Büste aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien
Hauptuntertitel (Deutsch)
Schönheit, Paragone und Wirkmacht
Paralleltitel (Englisch)
Francesco Laurana's female bust from the Kunsthistorisches Museum in Vienna
Paralleluntertitel (Englisch)
beauty, paragon and agency
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
137 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Marianne Koos
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.83 Lyrik ,
20 Kunstwissenschaften > 20.06 Kunstphilosophie. Kunsttheorie ,
20 Kunstwissenschaften > 20.20 Ikonographie
AC Nummer
AC17488172
Utheses ID
75256
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
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