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Dekoloniale Museumspraxis am Beispiel des Weltmuseums Wien
Thanina Chikhoune
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Gabriele Aisha Bichler
DOI
10.25365/thesis.78091
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13578.68766.296369-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht die Möglichkeit einer dekolonialen Praxis im Weltmuseum Wien anhand von Tätigkeiten der Kulturvermittlung sowie der Partizipation dekolonialer Kollektive in Wien. Die Forschungsfrage lautet „Wie äußert sich eine dekoloniale Museumspraxis im Weltmuseum Wien?“. Um die Fragestellung zu beantworten, wurden relevante Theorien zu (De-)Kolonialität und kritischer Museumsarbeit analysiert sowie Leitfadeninterviews durchgeführt. Die gewonnenen Daten wurden anhand der Grounded Theory ausgewertet und interpretiert. Durch den gesamten Forschungsablauf zieht sich eine offene und reflexive Arbeitsweise, dabei fließt die eigene Positionalität kritisch in die Arbeit ein. Da das Weltmuseum Wien großteils auf staatliche Finanzierungen angewiesen ist, ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem Aufbrechen kolonialer Kontinuitäten seitens staatlicher Akteur*innen schwierig und mangelhaft. Hinzu kommen interne strukturelle Missstände, die es der Kulturvermittlung unmöglich machen, Räume zu finden, um nachhaltige dekoloniale Konzepte zu reflektieren. Es erfordert einen radikalen Bruch mit kolonialen Kontinuitäten durch eine kritische Neudefinition des Museums und dessen Inhalten. Außerdem muss die Partizipation rassifizierter Personen, bereits vor der Gestaltung von Führungen, Workshops oder Ausstellungen ansetzen. Nur so kann der Arbeitsprozess einer nachhaltigen dekolonialen Museumspraxis beginnen.
Abstract
(Englisch)
This master's thesis investigates the possibility of a decolonial practice at the Weltmuseum Wien based on the work of cultural mediation and the participation of decolonial collectives in Vienna. The research question is ‘How does a decolonial museum practice manifest itself in the Weltmuseum Wien?’. In order to answer this question, relevant theories on (de)coloniality and critical work in a museum were analysed. The guided interviews and the obtained data were conducted, analysed and interpreted using grounded theory. An open and reflective way of working is the basis of the entire research process, whereby my own positionality was a constant part of that reflection. The lack of engagement of the Austrian state, in cutting colonial continuities complicates the work of the largely state funded Weltmuseum. In addition, there are internal, structural grievances that make it impossible for the cultural mediation to reflect on sustainable decolonial practices. It requires a radical break with colonial continuities through a more critical definition of the museum and its contents. In addition, the participation of racialised people must begin even before the conception of guided tours, workshops or exhibitions. Only then can the working process of a sustainable decolonial museum practice begin.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Dekolonial Museumspraxis Weltmuseum Wien Anti-Rassismus Intersektional
Schlagwörter
(Englisch)
Decolonial Museum Practice Weltmuseum Wien Anti-Racism Intersectional
Autor*innen
Thanina Chikhoune
Haupttitel (Deutsch)
Dekoloniale Museumspraxis am Beispiel des Weltmuseums Wien
Paralleltitel (Englisch)
Decolonial museum practice in the case of the Weltmuseum Wien
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
99 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gabriele Aisha Bichler
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein. Sonstiges
AC Nummer
AC17482430
Utheses ID
75274
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
