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Dunkle Natur als Resonanz- und Projektionsraum des Seelischen bei Ludwig Tieck
Magdalena Huber
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Eva Horn
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.78382
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17970.66637.854429-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit Dunkler Natur anhand der frühromantischen Märchenerzählungen Der getreue Eckart und der Tannenhäuser, Der Runenberg und Die Elfen von Ludwig Tieck auseinander. Auch zwei Gedichte werden in die Untersuchung miteinbezogen, nämlich Klage im Walde und Das Unterirdische. Es wird erörtert, wie und mit welchen sprachlichen Mitteln Tieck Naturdarstellungen und -beschreibungen dazu nutzt, innerseelische Zustände der Figuren sichtbar zu machen. Dies erfolgt in der Regel auf zweifache Weise: Einerseits fungiert die Natur als „Spiegel der Seele“, daher als Resonanzraum der aktuellen psychischen Disposition und auf der anderen Seite kann sie als Projektionsraum eben jener dienen. Die Protagonist:innen werden durch verschiedene Verlockungen in Gegenwelten gelotst, durch welche sie einschneidende, durchaus persönlichkeitsmodifizierende Veränderungen erfahren. Sie erliegen Wahnsinn und Selbstverlust, Paranoia und Verzweiflung und gehen langsam an der Realität ihrer Situation zugrunde. Tieck führt sie schrittweise ihrem Tod entgegen, der sich unaufhaltsam und unmissverständlich durch die Darstellung von Naturphänomenen ankündigt. Im Zeichen einer vermeintlich aufklärerischen Vernunft bleibt es den Protagonist:innen versagt, aus dem einmal erfahrenen Bann ihrer Erlebnisse auszubrechen. Schellings Naturphilosophie spielt dabei ebenso eine Rolle, wie auch das Verhältnis von Literatur der Aufklärung und der Romantik Gegenstand der Untersuchung ist. Der definitorischen Schwierigkeit, Märchen als literarische Gattung festzumachen, wird in dieser Arbeit im Hinblick auf die Klassifikation Tiecks Novellen als Naturmärchen zu verorten, Rechnung getragen. Nicht nur in diesem Zusammenhang werden intertextuelle Bezüge schlagend und Motive des Wunderbaren und Numinosen näher beleuchtet; die Konzepte des Erhabenen bei Kant und Tieck werden in Beziehung zueinander gesetzt und für die weitere Analyse und Interpretation der jeweiligen Texte aufbereitet.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Dunkle Natur Das Erhabene Spiegel der Seele Ludwig Tieck Resonanzraum Projektionsraum Der Runenberg Der getreue Eckart Tannenhäuser Die Elfen Das Unterirdische Klage im Walde
Autor*innen
Magdalena Huber
Haupttitel (Deutsch)
Dunkle Natur als Resonanz- und Projektionsraum des Seelischen bei Ludwig Tieck
Paralleltitel (Englisch)
Dark nature as a space for resonance and projection of the soul in the works of Ludwig Tieck
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
92 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Eva Horn
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.97 Texte eines einzelnen Autors
AC Nummer
AC17532131
Utheses ID
75339
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 525 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1