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Hex the patriarchy
Hexengeschichte und Feminismus in populären Büchern
Julia Sylwia Bartoszewicz
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Interdisziplinäres Masterstudium Zeitgeschichte und Medien
Betreuer*in
Zsófia Lóránd
DOI
10.25365/thesis.78517
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23019.65560.486570-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In den letzten Dekaden ist ein Zuwachs an Interesse an der Hexenfigur sowohl in der populären Kultur als auch im akademischen Milieu zu beobachten. Popkulturelle Darstellungen der Hexenfigur beeinflussen maßgeblich die öffentliche Wahrnehmung der Hexengeschichte, obwohl ihre Repräsentationen nicht immer historisch korrekt sind. Diese Masterarbeit untersucht zwei popkulturelle Bücher über Hexen (Witches, Sluts, Feminists von Kristen J. Sollée und Waking the Witch. Reflection on Women, Magic, and Power von Pam Grossman) mittels Diskursanalyse. Es wird argumentiert, dass die zwei Schriftstellerinnen als populärwissenschaftliche Historikerinnen und ihre Bücher als populäre Geschichtsschreibung betrachtet werden können. Um es demonstrieren zu können, wird der Umgang mit Quellen und Methoden in diesen Büchern mit drei akademischen Geschichtsbüchern zum Thema verglichen. Es wird gezeigt, dass die zwei Autorinnen einen Beitrag zur Frauen- und Hexengeschichte leisten und ein subjektives historisches Narrativ über Hexen im Sinne der linguistischen Wende konstruieren, indem sie Hexengeschichte politisch deuten und historische Quellen selektiv auswählen, um ihre feministischen Postulate zu untermauern. Zu diesem Zweck bringen sie die Hexenverfolgungen aus der frühen Neuzeit mit den heutigen Ereignissen zusammen, wie dem feministischen Aktivismus, der #MeToo-Bewegung oder der öffentlichen Debatte über Reproduktionsrechte. Dabei wird der Feminismus als neoliberal, individualistisch und zu einem bestimmten Grad eurozentrisch konfiguriert. Des Weiteren wird dargelegt, wie sich das Hexenbild über die Zeit hinweg in der Geschichtswissenschaft sowie in den popkulturellen Repräsentationen verändert hat, was den jeweiligen Zeitgeist widerspiegelt. Schließlich wird gezeigt, dass die Leserschaft die Bücher größtenteils als geschichtswissenschaftliche Publikationen mit objektivem Wissen versteht.
Abstract
(Englisch)
In recent decades, there has been a growing interest in the figure of witches in both popular culture and academic circles. Pop-cultural depictions of the figure of witches significantly influence the public perception of witch history, although their representations are not always historically accurate. This master's thesis examines two pop-cultural books about witches (Witches, Sluts, Feminists by Kristen J. Sollée and Waking the Witch. Reflection on Women, Magic, and Power by Pam Grossman) using the method of discourse analysis. It is argued that the two writers can be viewed as amateur historians and their books as popular historiography. In order to demonstrate it, the use of sources and methods in these books is compared with three academic history books on the subject. It is shown that the two authors make a contribution to women's and witch history and construct a subjective historical narrative about witches in the sense of the linguistic turn by interpreting witch history politically and by selectively choosing historical sources to support their feminist postulates. To this end, they bring together the witch hunts of the early modern period with current events, such as feminist activism, the #MeToo movement or public debates about reproductive rights. Feminism is configured as neoliberal, individualistic and to a certain extent Eurocentric. Furthermore, it is explained how the image of witches has changed over time both in historical scholarship and in pop cultural representations, reflecting the respective zeitgeists. Finally, it is shown that the readership understands the books mostly as scientific historical publications with objective knowledge.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Hexengeschichte Feminismus Patriarchat Linguistische Wende Geschlechtergeschichte Narrativ Hexe
Schlagwörter
(Englisch)
Witchcraft Studies Feminism Patriarchy Linguistic Turn Gender History Narrative Witch
Autor*innen
Julia Sylwia Bartoszewicz
Haupttitel (Deutsch)
Hex the patriarchy
Hauptuntertitel (Deutsch)
Hexengeschichte und Feminismus in populären Büchern
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
145, 7 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Zsófia Lóránd
Klassifikation
15 Geschichte > 15.01 Historiographie
AC Nummer
AC17549689
Utheses ID
75387
Studienkennzahl
UA | 066 | 665 | |
