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Die Erfindung der Corporate Identity?
Marketingstrategien der "Wiener Werkstätte" 1903-1907
Alina Xenia Troniarsky
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Raphael Rosenberg
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.78437
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23910.66555.969852-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die WIENER WERKSTÄTTE agierte als Kunsthandwerksbetrieb an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wirtschaft und ist trotz ständiger finanzieller Schwierigkeiten zu einem Symbol des guten Wiener Geschmacks geworden. Ihre Unternehmensgeschichte, Organisation und Produktpalette wurden in der Forschung bereits untersucht. Eine systematische Analyse der Marketingstrategien und ihrer Umsetzung blieb bisher aus. Gleichzeitig wird der WIENER WERKSTÄTTE häufig die Erfindung der Corporate Identity zugeschrieben, ohne dass dies umfassend belegt wurde. Die Forschungslücke ergibt sich aus der bisherigen unzureichenden Differenzierung zwischen Corporate Identity und Corporate Design in der kunsthistorischen und wirtschaftswissenschaftlichen Forschung zur WIENER WERKSTÄTTE. Diese Arbeit untersucht die Marketingstrategien der WIENER WERKSTÄTTE in den Jahren 1903 bis 1907 und analysiert, inwiefern diese als Vorläufer modernen Marketings und Corporate Identity verstanden werden können. Ziel der Arbeit ist es, die absatzpolitischen Instrumente der WIENER WERKSTÄTTE systematisch zu rekonstruieren und die Bedeutung des Unternehmens im historischen Kontext der Markenbildung zu bestimmen. Die Untersuchung erfolgt anhand einer qualitativen Analyse von Primär- und Sekundärquellen, darunter Unternehmensdokumente, Geschäftsgrafiken und zeitgenössische Publikationen. Das methodische Vorgehen orientiert sich an den Theorien des Marketing-Mix sowie der Corporate Identity und verortet die WIENER WERKSTÄTTE in einen Vergleich mit zeitgenössischen Unternehmen wie Tiffany & Co., Jacob und Josef Kohn, den Deutschen Werkstätten Hellerau und AEG. Die Analyse verdeutlicht, dass die WIENER WERKSTÄTTE bereits vor 1907 eine strategisch durchdachte Selbstinszenierung und Kommunikationsstrategie im Sinne einer modernen Corporate Identity entwickelte, die in ihrer Konsequenz einzigartig war. Ihr Corporate Design zeichnete sich durch eine einheitliche und symbolische visuelle Sprache, sowie eine kohärente Produkt- und Kommunikationspolitik aus. Ihre Selbstinszenierung, sowie die Verknüpfung von Markenbildung und künstlerischer Autonomie zeigt, dass grundlegende Innovationen im Bereich der Unternehmenskommunikation nicht allein aus wirtschaftlichen Zwängen entstehen, sondern aus experimentellen Freiräumen, die neue Formen der Identitätsbildung ermöglichen.
Abstract
(Englisch)
The WIENER WERKSTÄTTE operated as an arts and crafts company at the interface between art and business and, despite constant financial difficulties, has become a symbol of good Viennese taste. Its company history, organization and product range have already been examined in research. A systematic analysis of the marketing strategies and their implementation has yet to be conducted. At the same time literature has credited WIENER WERKSTÄTTE with inventing the corporate identity, without thourough investigation. The research gap results from the insufficient differentiation between corporate identity and corporate design in art historical and economic research on WIENER WERKSTÄTTE. This thesis examines the marketing strategies of WIENER WERKSTÄTTE in the years 1903 to 1907 and analyses the extent to which these can be understood as precursors of modern marketing and corporate identity. This work aims to systematically reconstruct the sales policy instruments of WIENER WERKSTÄTTE and to determine the significance of the company in the historical context of branding. The study is based on a qualitative analysis of primary and secondary sources, including company documents, business graphics and contemporary publications. The methodological approach is based on the theories of the marketing mix and corporate identity and places WIENER WERKSTÄTTE in a comparison with contemporary companies such as Tiffany & Co, Jacob and Josef Kohn, Deutsche Werkstätten Hellerau and AEG. The analysis makes it clear that even before 1907, WIENER WERKSTÄTTE had already developed a strategically well-thought-out self-presentation and communication strategy in the sense of a modern corporate identity that was unique in its consistency. Its corporate design was characterized by a uniform and symbolic visual language as well as a coherent product and communication policy. Its self-presentation and the combination of branding and artistic autonomy show that fundamental innovations in the field of corporate communication do not arise solely from economic constraints, but from experimental freedom that enables new forms of identity formation.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Wiener Werkstätte Marketing Kunsthandwerk Wirtschaft Werbung corporate identity corporate design grafik markenbildung unternehmenskultur unternehmenskommunikation Werbung um 1900 Marketinggeschichte Firmenidentität visuelle Kommunikation wiener secession markenästhetik Marketing-Mix Geschäftsdrucksachen österreichisches kunstgewerbe wien wien um 1900 Josef Hoffmann Koloman Moser
Schlagwörter
(Englisch)
Corporate identity visual branding graphic design austria vienna vienna 1900s artistic advertising design and identity branding history corporate design vienna secession design culture design culture vienna 1900 early 20th century advertising typography identity decorative arts decorative arts marketing Josef Hoffmann Koloman Moser
Autor*innen
Alina Xenia Troniarsky
Haupttitel (Deutsch)
Die Erfindung der Corporate Identity?
Hauptuntertitel (Deutsch)
Marketingstrategien der "Wiener Werkstätte" 1903-1907
Paralleltitel (Englisch)
The invention of corporate identity?
Paralleluntertitel (Englisch)
Marketing strategies of the "Wiener Werkstätte" 1903-1907
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
112 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Raphael Rosenberg
Klassifikation
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.01 Geschichte der Wissenschaft und Kultur
AC Nummer
AC17536350
Utheses ID
75400
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
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