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Edouard Manet und Emile Zola
die Rezeption der Rezeption - anhand von Fallstudien zu "Olympia", "Das Portrait des Emile Zola" und "Nana"
Anita Weinberger-Schwendenwein
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Gerd Blum
DOI
10.25365/thesis.78660
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29139.65898.873029-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Studie konzentriert sich auf die wechselseitige Beziehung zwischen Edouard Manet und Emile Zola im Kontext des 19. Jahrhunderts und untersucht, wie sich ihre Interaktionen in ihren jeweiligen Werken widerspiegeln. Während umfangreiche Forschungen von Kunsthistorikern dieses Thema bereits behandelt haben, bietet diese Untersuchung eine neue Perspektive, indem sie die gegenseitige Rezeption ihrer Werke systematisch analysiert – ein Aspekt, der bisher kaum erforscht wurde. Durch den Vergleich von Manets Gemälden – wie Olympia, Das Porträt von Emile Zola und Nana – mit Zolas Romanen und theoretischen Schriften wird untersucht, wie sich ihr künstlerisches Wechselspiel als Dialog zwischen Bild und Text entwickelte. Zentral für diese Analyse ist ihr gemeinsames Interesse am modernen Leben, insbesondere an sozialen Veränderungen und der Rolle der Frau in der Gesellschaft – trotz ihrer unterschiedlichen Darstellungen von Weiblichkeit. Die Ergebnisse zeigen, dass ihre Werke zwar eine intensive wechselseitige Rezeption widerspiegeln, jedoch weiterhin unterschiedliche Perspektiven zu zentralen Themen, insbesondere zur Darstellung der Frau, bestehen bleiben. Die Untersuchung der tiefgehenden Verbindungen zwischen Manet und Zola anhand biografischer und künstlerischer Überschneidungen bietet wertvolle Einblicke in ihre Zusammenarbeit und deren weitreichende Auswirkungen. Begegnungen in den Pariser Künstlerkreisen und gegenseitige Unterstützung förderten ihre Karrieren – insbesondere Zolas Verteidigung von Manet gegen harsche Kritik. Dennoch kühlte ihre Beziehung mit der Zeit ab, bedingt durch unterschiedliche künstlerische und ideologische Auffassungen. Diese Studie beleuchtet zudem, wie politische Ereignisse und gesellschaftliche Umbrüche die kreativen Prozesse beider Künstler beeinflussten. Manet etablierte sich als Schlüsselfigur der künstlerischen Erneuerung und ebnete den Weg für den Impressionismus, während Zola den Naturalismus vorantrieb, indem er sich intensiv mit den sozio-politischen Realitäten seiner Zeit auseinandersetzte. Das Zusammenspiel zwischen Manets Malerei und Zolas Schriften eröffnet eine faszinierende Perspektive darauf, wie Kunst und Literatur auf die komplexen Entwicklungen im Frankreich des 19. Jahrhunderts reagierten. Neben den bereits erwähnten Zielen der Arbeit werden auch neue Erkenntnisse in Bezug auf die in Manets Werken innewohnende Vieldeutigkeit hinsichtlich der untersuchten Gemälde aufgezeigt.
Abstract
(Englisch)
This study focuses on the reciprocal relationship between Edouard Manet and Emile Zola in the context of the 19th century, investigating how their interactions are reflected in their respective works. While extensive research by art historians has addressed this topic, this investigation offers a fresh perspective by systematically analyzing the mutual reception of their works, an aspect previously underexplored. By contrasting Manet's paintings – such as Olympia, The Portrait of Emile Zola, and Nana – with Zola's novels and theoretical writings, the study examines how artistic interplay evolved as a dialogue between image and text. Central to this analysis is their shared interest in modern life, including social change and the position of women in society, despite diverging portrayals of femininity. The findings reveal that, although their works reflect intense mutual reception, distinct perspectives on key themes, particularly the representation of women, persist. Analyzing the profound connections between Manet and Zola through biographical and artistic intersections offers insights into their collaboration and its broader impact. Encounters in Parisian artistic circles and mutual support propelled their careers, particularly Zola's defense of Manet against harsh criticism. However, their relationship cooled over time, due to differing artistic and ideological views. This study also explores how political events, and societal upheavals influenced the creative processes of both artists. Manet emerged as a pivotal figure in artistic renewal, paving the way for Impressionism, while Zola advanced naturalism, intensively engaging with the socio-political realities of his era. The interplay between Manet's paintings and Zola's writings provides a rich perspective on how art and literature responded to the complexities of 19th-century France. In addition to the already mentioned objectives of this study, new insights are also presented regarding the inherent ambiguity in Manet's works, particularly in relation to the analyzed paintings.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Manet und Zola Malerei und Literatur Wechselseitige Rezeption
Schlagwörter
(Englisch)
Manet and Zola Painting and literature Mutual reception
Autor*innen
Anita Weinberger-Schwendenwein
Haupttitel (Deutsch)
Edouard Manet und Emile Zola
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Rezeption der Rezeption - anhand von Fallstudien zu "Olympia", "Das Portrait des Emile Zola" und "Nana"
Paralleltitel (Englisch)
Edouard Manet and Emile Zola
Paralleluntertitel (Englisch)
the reception of the reception by means of case studies of "Olympia", "The portrait of Emile Zola", and "Nana"
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
1, 117 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gerd Blum
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.05 Kunst in Beziehung zu anderen Wissenschaftsgebieten
AC Nummer
AC17568469
Utheses ID
75461
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
