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Darf Kind mitreden?
wie Kinder einen stationären Aufenthalt an der KJPP Hinterbrühl erleben
Judith Maria Gramm
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Martina Zemp
Mitbetreuer*in
Dina Weindl-Wagner
DOI
10.25365/thesis.78656
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29760.65798.785455-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Kinder haben das Recht, in Behandlungsentscheidungen einbezogen zu werden, was aufgrund von Einschränkungen der Reife, der Einwilligungsfähigkeit sowie aufgrund von Störungsbildern herausfordernd ist. Patient*innen hegen den Wunsch, in stationären Settings partizipieren zu können. Sie fühlen sich jedoch wenig eingebunden und informiert. Erhöhte Partizipation kann zu mehr Behandlungszufriedenheit und besseren Behandlungserfolgen führen, was besonders vom Informationserhalt und einer respektvollen Beziehungsgestaltung abhängt. Gleichzeitig gibt es Unterschiede im Erleben hinsichtlich Alter, Störungsbild und präferierter Verteilung von Entscheidungsmacht. Kinder sind in vielen Studien zu Partizipation unterrepräsentiert. Derzeit fehlen gängige Definitionen und etablierte Messinstrumente zur Erfassung von Partizipation im stationären Kontext. Aus diesem Grund untersucht diese Arbeit, wie Kinder stationäre Aufenthalte insgesamt erleben, inwiefern sie Möglichkeiten zur Partizipation identifizieren und wie sie diese bewerten. Qualitative Leitfadeninterviews sowie der Fragebogen BesT-K schaffen ein erstes Verständnis dafür. Die Stichprobe besteht aus 3 Kinder im Alter von 9-12 Jahren mit einer stationären Aufnahme an der KJPP Hinterbrühl in NÖ. Die Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse zeigen, dass der Aufenthalt selbst unfreiwillig ist und Kinder Partizipation in der Freizeitgestaltung erleben. Sie können sich besonders gut an Stationsregeln erinnern und beschreiben insgesamt sehr positive Beziehungen zu ihren Betreuungspersonen. Informationen zu Behandlungsabläufen und -zielen sind nur minimal vorhanden, persönliche Freiheiten und Freundschaften besonders wichtig. In der Praxis, aber auch in der Forschung muss auf kindgerechte Kommunikation geachtet werden. Dies erfordert notwendige Kompetenzen des Personals sowie vermehrte Verwendung von Feedbackmöglichkeiten oder visuellen Verankerungen von Informationen. So können in Zukunft positive Aspekte von Partizipation genutzt und Kinderrechte gesichert werden.
Abstract
(Englisch)
Children have the right to participate in decisions concerning their treatment, which can be challenged by maturity, ability to consent and disorders. Patients desire to participate during inpatient admissions while they feel that they are not included and thoroughly informed. Increased participation can lead to greater satisfaction of treatment and results which is influenced by given information and respectful relationships to the staff. Patients differ in their experience of participation in terms of age, disorders and their preferred distribution of power in decision making. Children are underrepresented in studies about participation. There are no established definitions of participation or questionnaires for an inpatient context. This paper aims to investigate how children experience inpatient stays, whether they notice possibilities to participate and how they evaluate this. Qualitative interviews and the BesT-K questionnaire give a first understanding on this matter. The sample consists of 3 patients aged 9-12 years submitted to inpatient stay at KJPP Hinterbrühl. Qualitative analysis shows that the stay itself is involuntary and children experience participation mostly in their spare time. They remember house rules well and describe very positive relationships to staff. There is little Information concerning treatment course or goals. Personal freedom and friendships are very important. This shows the need of using communication that is suitable for children in the field and research. Staff must be trained and use feedback tools or visual help to share information so that the rights of children can be honoured and positive implications of participation used in the future.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Partizipation Behandlungszufriedenheit Kinderpsychiatrie
Autor*innen
Judith Maria Gramm
Haupttitel (Deutsch)
Darf Kind mitreden?
Hauptuntertitel (Deutsch)
wie Kinder einen stationären Aufenthalt an der KJPP Hinterbrühl erleben
Paralleltitel (Englisch)
Are children allowed to participate?
Paralleluntertitel (Englisch)
how children experience inpatient admissions at KJPP Hinterbrühl
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
60 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martina Zemp
Klassifikation
77 Psychologie > 77.55 Kinderpsychologie
AC Nummer
AC17568462
Utheses ID
75481
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
