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Darfur as a "climate war"?
a political ecology analysis of the conflict's roots
Niklas Placke
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Jan Pospisil
DOI
10.25365/thesis.78312
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30776.86564.816682-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit geht der Frage nach, ob und wie der Klimawandel eine Rolle bei der Entstehung und Eskalation des Konflikts in Darfur (Sudan) gespielt hat. Im Zentrum steht die Kombination aus quantitativen Datenanalysen zu Temperatur- und Niederschlagsveränderungen und einer qualitativen Untersuchung, die auf dem Ansatz der Politischen Ökologie basiert. Die statistische Analyse zeiget eine erkennbare Korrelation zwischen steigenden Temperaturen und zunehmender Gewalt, während sich für Niederschlag keine klare Beziehung herstellen lässt. Entscheidend sind jedoch die qualitativen Erkenntnisse: Der Klimawandel wirkt nicht isoliert, sondern entfaltet seine Wirkung in einem politischen Umfeld, das von staatlicher Vernachlässigung, ungleicher Ressourcenzuteilung und historischer Marginalisierung geprägt ist. Besitz- und Gebrauchsrechte von Land, die Rolle des Staates in der Reglementierung von Landfragen und die politische Instrumentalisierung von Anpassungsmaßnahmen zeigen, dass strukturelle Ungleichheiten entscheidend dafür sind, ob klimatische Belastungen in Gewalt umschlagen. Die Arbeit zeigt, dass Darfur weniger ein „Klimakrieg“ ist, sondern vielmehr ein Fall, in dem Umweltveränderungen bestehende Konfliktlinien verschärfen.
Abstract
(Englisch)
This thesis investigates the extent to which climate change has contributed to violent conflict in Sudan’s Darfur region. Using a mixed-methods approach, it combines statistical analysis of climate and conflict data with a qualitative perspective rooted in political ecology. The numbers suggest a correlation between rising temperatures and violent incidents, though no consistent pattern was found for rainfall. However, it is the qualitative findings that provide deeper insights: climate change did not act alone but rather intensified existing inequalities and governance failures. The analysis shows how access to land, state interventions in environmental governance, and the politicization of climate adaptation measures all shaped how communities in Darfur experienced environmental stress. Rather than framing the conflict as a direct result of climate impacts, the study argues that structural injustice, political exclusion, and contested resource governance are key to understanding how climate change became entangled in violence. In short, Darfur is not simply a “climate war,” but a case where climate change amplified already existing political and social fault lines.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Darfur Politische Ökologie Klimawandel und Sicherheit
Schlagwörter
(Englisch)
Darfur Conflict Political Ecology Environmental Security
Autor*innen
Niklas Placke
Haupttitel (Englisch)
Darfur as a "climate war"?
Hauptuntertitel (Englisch)
a political ecology analysis of the conflict's roots
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
v, 86 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Jan Pospisil
Klassifikationen
89 Politologie > 89.75 Internationale Konflikte. Allgemeines ,
89 Politologie > 89.76 Friedensforschung. Konfliktforschung
AC Nummer
AC17523093
Utheses ID
75767
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
