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Mensch, Maschine, Emotion
Ingrid Anghai
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Anna Monika Singer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.78482
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10158.89328.281262-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Auch wenn Philosophinnen – wie Mona Singer – darauf hingewiesen haben, dass sich der Transhumanismus als philosophische Richtung längst totgelaufen hat, leben seine grundlegenden Gedanken ungestört weiter. Diese gehen davon aus, dass die Notwendigkeit besteht, den Menschen durch Technologien wie die künstlichen Intelligenz (KI) zu verbessern. Diese Vorstellungen verschweigen jedoch die rein kommerzielle Basis des angestrebten „Enhancement' und seine Folgen durch die körperliche und finanzielle Abhängigkeit, in die der einzelne Mensch hierdurch gerät, wie die unverdiente Machtfülle, welche für die Erzeuger dieser Technologien aus ihrem wachsenden Reichtum entsteht. Wenngleich solche Gedanken, die von der Minderwertigkeit biologischen Lebens ausgehen, strikt abzulehnen sind, kann man die Verbindung von Mensch und Maschine doch nicht in jedem Fall als negativ bewerten, was Donna Haraway bereits 1985 in ihrem 'Cyborg Manifesto' bewiesen hat. Und gerade dort, wo medizinische Forschung es mit Hilfe von Computertechnik Menschen ermöglicht, schwerwiegende Beeinträchtigungen zu überwinden, kann das Einbringen von Hochtechnologie in den menschlichen Körper nur begrüßt werden. Ich sehe es als eine Aufgabe dieser Arbeit an zwischen diesen verschiedenen Positionen eine Abwägung zu treffen. Da die Pläne der Informatiker und insbesondere Robotiker aber über die reine Verbesserung des Menschen hinausgehen, ist die Vorstellung entstanden, dass die KI – ob als körperlich manifester Roboter oder als virtuelle Existenz – vollständig mit dem Menschen gleichziehen soll. Doch auch die Vertreter dieser Idee haben letztendlich anerkannt, dass die KI um zum Ebenbild des Menschen zu werden, einige Faktoren des biologischen Lebens benötigen wird. Diese sind einerseits Bewusstsein, das, da es auch beim Menschen kaum zu erklären ist, ab einer bestimmten Entwicklungsstufe der KI einfach unterstellt wird, und nicht zuletzt Emotionalität. Denn Emotionen, Affekte und Gefühle sind nicht nur Voraussetzung des menschlichen Strebens nach Selbsterhaltung, sondern sie stehen aufgrund ihrer körperlichen Beteiligung in enger Wechselwirkung zu den kognitive Prozessen des biologischen Wesens Mensch. Deshalb beschäftigt mich in dieser Arbeit ebenfalls, wie die menschliche Gefühlswelt als Ergebnis der Wechselwirkungen zwischen physiologischen und neuronalen Prozessen entsteht und ob ein Nachbau in einer Maschine denkmöglich sein kann.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Emotion Organismus Künstliche Intelligenz Brain-Computer Interface
Autor*innen
Ingrid Anghai
Haupttitel (Deutsch)
Mensch, Maschine, Emotion
Paralleltitel (Englisch)
Human being, machine and emotion
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
164 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Anna Monika Singer
Klassifikation
08 Philosophie > 08.99 Philosophie. Sonstiges
AC Nummer
AC17545619
Utheses ID
75794
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
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