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Ethnic conflicts and transition to democracy in Africa
recurrence of ethnic conflicts in Kenya (1991-2008)
Berita Mutinda Musau
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Walter Schicho
DOI
10.25365/thesis.1000
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30478.61286.796659-2
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das Ende des Kalten Krieges führte nicht nur zu einer neuen Weltordnung, sondern leitete auch einen Prozess des Umschwungs zur Demokratisierung in Afrika ein. Innenstaatliche Kriege und ethnische Konflikte dominierten das Bild des Kontinents. Diese Forschungsarbeit befasst sich näher mit den ethnischen Konflikten im Prozess des Umschwungs zur Demokratisierung in Afrika in der Zeit der neuen Weltordnung und konzentriert sich insbesondere auf die ethnischen Konflikte in Kenia in der Zeit von 1991 bis 2008. Die Untersuchung analysiert verschiedene historische, institutionelle, strukturelle und ökonomische Faktoren auf der Binnen sowie auf der globalen Ebene, welche die wiederkehrenden, ethnischen Konflikte im kenianischen Umschwungsprozess untermauern. Die Erkenntnisse der Forschungsarbeit lassen darauf schließen, dass Ethnizität ein hervorragender Faktor für die Mobilisierung des Zugangs zum Staat, zur Macht und zum ökonomischen Erfolg in Kenia ist. Bereits in der kolonialen und postkolonialen Zeit wirksam, hat Ethnizität im Umschwungsprozess in Kenia, der nach dem Ende des Kalten Krieges einsetzte, noch größere Bedeutung gewonnen. Die Struktur der kenianischen Gesellschaft, die von starken ökonomischen Ungleichheiten geprägt ist, liefert weitere Gründe für die ethnische Mobilisierung von Konflikten. Dies wird durch die starken Wechselbeziehungen zwischen der Ethnizität und den politischen Parteien, den Wahlkreisen und der Verwaltungsstruktur untermauert. Die Anstrengungen, die bisher unternommen wurden, um die Konflikte zu lösen, sind jedoch inhärent lückenhaft und vertuschen die Konflikte lediglich, statt sie nachhaltig zu lösen. Die Arbeit zeigt, dass Demokratie in Kenia beziehungsweise in Afrika stark gefördert werden sollte. Außerdem ist es von Vorteil, auf die einerseits politische, andrerseits die sozioökonomische Dimension der Demokratie in gleichem Maße Wert zu legen. Ein angemessener Umgang mit Ethnizität ist für einen erfolgreichen demokratischen Übergang unverzichtbar. Es werden mehrere Maßnahmen vorgeschlagen, welche ergriffen werden könnten, um die Volkszugehörigkeit in Kenia entsprechend zu berücksichtigen. Diese wären beispielsweise die Gründung integrativer, multiethnischer Parteien, die Propagierung von ethnischer Toleranz und Harmonie, sowie die Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten und Ausschlüssen. Darüber hinaus müsste die herrschende Kultur der Straflosigkeit und Gewalt gänzlich ausgerottet werden.
Abstract
(Englisch)
The end of the Cold War ushered in a new world order and the beginning of the process of transition to democracy in Africa, which has been characterised by intra-state wars and ethnic conflicts. This research explores the ethnic conflicts in the process of transition to democracy in Africa in the new world order, taking the case of Kenya’s transition process from 1991 to 2008. The study analyses various historical, institutional, structural, and economic factors both at the domestic and global arena, which underpin the recurrence of ethnic conflicts in Kenya’s transition process. The findings of the research indicate that ethnicity has been a salient force for mobilization towards access to the state, power and economic gains in Kenya, since the country’s colonial and post-colonial period and has even assumed more salience in Kenya’s transition process which started after the end of the Cold War. The structure of the Kenyan society, characterised by sharp economic disparities further provides ground for ethnic mobilization for conflict. This is underpinned by the extant strong correlation between ethnicity and the political parties, electoral constituencies as well as the administrative structure. The efforts that have so far been applied to resolve the conflicts exhibit inherent gaps and only suppress the conflicts without solving them. The research concludes that: democracy should be pursued in Kenya and Africa at large and recommends that both political as well as socio-economic dimensions of democracy should be equally emphasized. Proper management of ethnicity is indispensable for the success of the democratic transition. The research recommends various measures which could be applied to manage ethnicity in Kenya’s transition process, for instance: formation of multi-ethnic integrative parties, advocacy of ethnic tolerance and harmony, as well as reduction of economic and social inequalities and exclusion. Moreover, the prevailing cultures of impunity and violence should be eradicated.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
ethnic conficts democratisation Africa Kenya national identities
Schlagwörter
(Deutsch)
ethnische Konflikte Demokratisierung Afrika Kenia nationale Identitäten
Autor*innen
Berita Mutinda Musau
Haupttitel (Englisch)
Ethnic conflicts and transition to democracy in Africa
Hauptuntertitel (Englisch)
recurrence of ethnic conflicts in Kenya (1991-2008)
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
IX, 100 S. : graph. Darst., Kt.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Walter Schicho
AC Nummer
AC06996007
Utheses ID
758
Studienkennzahl
UA | 067 | 805 | |
