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Liebe im Feed
eine qualitative Studie über den Einfluss von Social Media Inhalten auf romantische Beziehungen
Laura-Sophie Seidl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Jörg Matthes
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.78534
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17212.97769.607531-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Während die Forschung generelle Medieneinflüsse auf romantische Beziehungen untersucht, besteht eine Lücke hinsichtlich der Wirkung spezifischer Inhalte und viraler Trends, die auf Instagram und TikTok verbreitet werden. Diese vorliegende Masterarbeit schließt diese und untersucht, wie junge Erwachsene (19-29 Jahre, n=12) in Österreich und Deutschland solche Inhalte und Trends wahrnehmen, welche Bedeutung sie ihnen beimessen und wie sie deren Einfluss auf eigene romantische Überzeugungen, Erwartungen und Verhaltensweisen beurteilen. Anhand der qualitativen Inhaltsanalyse der Interviews zeigt sich, dass insbesondere Paarcontent, Ratschläge, persönliche Erfahrungsberichte und virale Trends (z.B. Red/Green Flags, the Ick) präsent sind. Diese werden als relevant und unterhaltsam, jedoch oft als wenig authentisch eingestuft. Die Interpretation mittels der sozialen Vergleichstheorie (Festinger, 1954) und der sozialkognitiven Lerntheorie (Bandura, 1986) verdeutlicht, dass soziale Vergleiche mit diesen Darstellungen zu Verunsicherung, Druck oder Frust führen können. Gleichzeitig begünstigt soziales Lernen die Übernahme von Normen und Skripten, die erwünschte Partner:innenattribute, Bindungsverhalten, Kommunikation und Geschlechterrollen prägen. Die Beurteilung des Einflusses auf Einstellungen und Handeln ist ambivalent. Einer selektiven Adaption steht bewusste Abgrenzung gegenüber, wobei unbewusste Einflüsse möglich bleiben. Die Studie schlussfolgert, dass spezifische Social Media Inhalte und Trends die romantischen Vorstellungen und Praktiken junger Erwachsener mitgestalten, was differenzierte Medienwirkungsanalysen und Medienkompetenzförderung im Bereich digitaler Intimität erfordert.
Abstract
(Englisch)
While research examines general media influences on romantic relationships, there is a gap regarding the impact of specific content and viral trends shared on Instagram and TikTok. This master's thesis investigates how young adults (19-29 years, n=12) in Austria and Germany perceive such content and trends, what meaning they assign to them and how they evaluate their influence on their own romantic beliefs, expectations and behavior. The qualitative content analysis of the interviews shows that couplecontent, advice, personal experience reports and viral trends (e.g. Red/Green Flags, the Ick) are particularly present. These are considered relevant and entertaining, but often as less authentic. The interpretation using social comparison (Festinger, 1954) and social cognitive learning (Bandura, 1986) makes it clear that social comparison with these representations can lead to insecurity, pressure or frustration. At the same time, social learning encourages the adoption of norms and scripts that shape desired partner attributes, attachment behaviour, communication and gender roles. The impact of the influence on attitudes and actions is ambivalent. Selective adaptation contrasts with conscious dissociation, while unconscious influences remain possible. The study concludes that specific social media content and trends help shaping young adults‘ romantic ideas and practices, which requires differentiated media impact analyses and the promotion of media literacy in the area of digital intimacy.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Social Media Inhalte Virale Trends Romantische Beziehungen Qualitative Interviews
Autor*innen
Laura-Sophie Seidl
Haupttitel (Deutsch)
Liebe im Feed
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Studie über den Einfluss von Social Media Inhalten auf romantische Beziehungen
Paralleltitel (Englisch)
Scrolling across love
Paralleluntertitel (Englisch)
a qualitative study on how social media content influences romantic relationships
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
142 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jörg Matthes
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.38 Neue elektronische Medien
AC Nummer
AC17550187
Utheses ID
75863
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1