Detailansicht
Das Leben an der Grenze
Alltag und Erinnerungen im Grenzdorf Schattendorf von 1956 bis heute
Jutta Porics
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Oliver Rathkolb
DOI
10.25365/thesis.79017
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17266.98059.383497-3
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Grenzziehung, die das Burgenland an Österreich angliederte, sorgte für Unruhen und Zerwürfnisse. Ein Beispiel, das veranschaulichen soll, inwiefern sich das Leben an der Grenze auf unterschiedliche Bereiche des Alltages ausgewirkt hat, ist Schattendorf. Folgende Forschungsfragen wurden unter anderem gestellt: Wie definieren die Befragten die Grenze für sich? Welche Erinnerungen haben die Befragten an ihre Kindheit oder Jugend an der Grenze? Wie war die Beziehung zu benachbarten ungarischen Grenzdörfern, wie Agendorf oder Ödenburg? Wie markant war der Ungarnaufstand 1956 für Schattendorf? Wie wirkte sich die Grenzziehung in Schattendorf auf kulturelle und wirtschaftliche Aspekte, wie Vereinsleben – oder Flüchtlingsbewegungen aus? Wie wurden politische Ereignisse wie der Fall des Eisernen Vorhangs, also die Öffnung der Grenze 1989 im Dorf erlebt? Welche Veränderungen wurden nach der Grenzöffnung bemerkt? Welche Probleme oder Herausforderungen können in den letzten Jahren im Zusammenhang mit der Grenze beobachtet werden? Das kleine Grenzdorf, das vor allem durch die Ereignisse des Jahres 1927 historisch behaftet ist, soll als Grundlage dienen, um gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Veränderungen, die sich im Zeitraum zwischen 1956 und heute ereignet haben, aufzuzeigen. Konkret geht es um die Annahme, dass die geografische Nähe zu einer Grenze in vieler Hinsicht mit Problemen behaftet ist. Veränderungen hinsichtlich der Pendler – und Flüchtlingsbewegungen, politischer und sozialer Konflikte, Sprachbarrieren, Neuorientierungen im Vereinsleben, etc. sind nur einige Punkte, die vor allem in den Jahren von 1956 bis heute beobachtet werden können. Allen voran wurden in einem Theorieteil sowohl Bedeutungsebenen des Grenzbegriffs als auch die Geschichte der Grenzziehung des Burgenlandes und ihre Entwicklung aufgezeigt. Mithilfe von Interviews wurden persönliche Geschichten zum Leben in Schattendorf festgehalten. Zentrale Aussagen wurden im letzten Kapitel der Arbeit angeführt, und analysiert. Ziel der Arbeit war es, die verschiedenen Bedeutungsebenen des Grenzbegriffs in Erzählungen wiederzufinden, einzugrenzen oder zu widerlegen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Burgenland Grenze Schattendorf
Autor*innen
Jutta Porics
Haupttitel (Deutsch)
Das Leben an der Grenze
Hauptuntertitel (Deutsch)
Alltag und Erinnerungen im Grenzdorf Schattendorf von 1956 bis heute
Paralleltitel (Englisch)
Life at the border
Paralleluntertitel (Englisch)
daily experience and collective memory in the border village of Schattendorf, 1956 to the present
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
105 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Oliver Rathkolb
Klassifikation
15 Geschichte > 15.00 Geschichte. Allgemeines
AC Nummer
AC17610364
Utheses ID
75874
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 511 | 02
