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Hermann Langbeins Beitrag im Kontext des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses
Analyse der sprachlich-gestalterischen Konfiguration einer Zeugenaussage als rekonstruktive Artikulation erinnerter Lagerwirklichkeit
Imran Rana
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geschichte
Betreuer*in
Claudia Kraft
DOI
10.25365/thesis.78478
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18050.00738.619383-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Studie untersucht Hermann Langbeins zentrale Doppelrolle im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965), die sowohl seinen entscheidenden Anteil am Zustandekommen des Verfahrens als auch seine detaillierte, wie wegweisende Zeugenaussage in der Hauptverhandlung umfasst. Mittels einer adaptiven Methodenkombination aus dokumentarischer Methode, Wortfeldanalyse und dem Konzept der Wirklichkeitserzählungen wird analysiert, wie er als ehemaliger Funktionshäftling und Generalsekretär des Internationalen Auschwitz Komitees durch Strafanzeigen, intensive Pressearbeit, Zeugensuche und -betreuung, Beweismittelsicherung sowie Vermittlung zwischen den Justizbehörden in Ost und West die juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen wesentlich vorantrieb und auf diese Weise den ersten Auschwitz-Prozess erst möglich machte. Seine viereinhalbstündige Vernehmung als privilegierter „Milieuzeuge“ zeigt durch den strategischen Einsatz narrativer, rhetorischer, prosodischer und rezeptionsbezogener Mittel, inwiefern er dem Gericht ein differenziertes Verständnis der Lagerstrukturen, organisatorischen Abläufe und internen Dynamiken von Auschwitz eröffnete und dabei bestrebt war, zur strafrechtlichen wie gesellschaftlichen Aufarbeitung beizutragen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Zeugenaussage Erster Frankfurter Auschwitz Prozess Tonbandaufzeichnung Hermann Langbein Auschwitz Analyse dokumentarische Methode Wortfeldtheorie Wirklichkeitserzählungen Erzähltheorie Narrationsanalyse Internationales Auschwitz Komitee Funktionshäftling Nationalsozialismus Tätersuche Beweismittelsicherung narrative und rhetorische Mittel prosodische und rezeptionsbezogene Mittel Widerstand
Autor*innen
Imran Rana
Haupttitel (Deutsch)
Hermann Langbeins Beitrag im Kontext des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses
Hauptuntertitel (Deutsch)
Analyse der sprachlich-gestalterischen Konfiguration einer Zeugenaussage als rekonstruktive Artikulation erinnerter Lagerwirklichkeit
Paralleltitel (Englisch)
Hermann Langbein's contribution in the context of the first Frankfurt Auschwitz trial
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
183 ungezählte Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Claudia Kraft
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.24 Zweiter Weltkrieg ,
15 Geschichte > 15.43 Deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart
AC Nummer
AC17545549
Utheses ID
75899
Studienkennzahl
UA | 066 | 803 | |
