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Analytischer Vergleich von Pinaceen-Balsamen sowie Datenauswertung einer Beobachtungsstudie bei Anwendung einer Schweinzschmalz-basierten Fichtenfaulpechsalbe
Paul Prochaska
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Pharmazie
Betreuer*in
Sabine Glasl-Tazreiter
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.78489
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18950.01283.446657-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Obwohl Zubereitungen aus Harzen von Kieferngewächsen wie Lärche oder Fichte in der traditionellen Medizin zur Behandlung schlecht heilender Wunden verwendet werden, wird erst seit etwa 20 Jahren daran geforscht. Während die Ergebnisse auf einen Zusammenhang zwischen den Inhaltsstoffen des Fichtenharzes und der Wundheilung hindeuten, gibt es kaum Daten zu Fichtenfaulpech, Lärche oder Schwarzkiefer. Ein Teil dieser Arbeit befasst sich mit dem Vergleich verschiedene Kiefernexsudate mit zwei verschieden aufwändigen Analysemethoden, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufzuzeigen. Dies kann einen wichtigen Beitrag im Bereich der Qualitätskontrolle in der pharmazeutischen Industrie sein. Die Dünnschichtchromatographie ist eine kostengünstige Methode, die es erlaubt, eine große Anzahl von Proben anhand ihrer DC Fingerprints zu vergleichen. Die Ergebnisse zeigen, dass durch den Einsatz der DC Unterschiede in den Exsudaten der verschiedenen Kiefernarten dargestellt werden können. Die Lärche unterscheidet sich durch drei sichtbare Banden, die Schwarzkiefer durch eine sichtbare Bande von den Exsudaten der Fichte. Mit Hilfe der HPLC konnten bis auf die nicht hydroxylierten Harzsäuren alle relevanten Substanzgruppen aufgetrennt und damit die meisten Unterschiede in den Exsudaten aufgezeigt werden. Zwei Peaks konnten nur in den Lärchenproben beobachtet werden, was ein Unterscheidungsmerkmal zu den anderen Kiefernexsudaten darstellt. Ein erwähnenswerter Unterschied in der Zusammensetzung zwischen Fichtenfaulpech und Fichtenharz ist das Lignan Pinoresinol, dem in vitro positive Effekte bei der Regeneration von Epithelzellen nachgewiesen werden konnten, Im zweiten Teil dieser Arbeit werden die Ergebnisse einer Anwendungsbeobachtung vorgestellt, bei der eine Fichtenfaulpechsalbe zur Behandlung schlecht heilender Wunden eingesetzt wurde. Bei 10 von 15 behandelten Patienten konnte eine Verbesserung des Wundstatus erreicht werden (10 Wunden verkleinerten sich, drei heilten vollständig ab). Vier Patienten mussten die Behandlung wegen Nebenwirkungen abbrechen. Nach einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von 13 Tagen konnte eine durchschnittliche Wundreduktion von 67% beobachtet werden.
Abstract
(Englisch)
Although preparations made from the resins of pine plants such as larch or spruce have been used in traditional medicine to treat serious wounds, research has only been carried out for around 20 years. While the results indicate a connection between the ingredients of spruce resin and wound healing, there is hardly any data on spruce pitch, larch or black pine. One part of this thesis deals with the comparison of different pine exudates with two different elaborate methods of analysis in order to show differences and similarities. This can make an important contribution to quality control in the pharmaceutical industry. Thin-layer chromatography is a cost-effective method that allows a large number of samples to be compared on the basis of their DC fingerprints. The results show that differences in the exudates of the different pine species can be visualized by using DC. The larch differs from the spruce exudates by three visible bands, the black pine by one visible band. With the aid of HPLC, it was possible to separate all relevant substance groups except for the nonhydroxylated resin acids, thus revealing most of the differences in the exudates. Two peaks could only be observed in the larch samples, which is a distinguishing feature from the other pine exudates. A notable difference in the composition between spruce pitch and spruce resin is the lignan pinoresinol, which has been shown to have positive effects on the regeneration of epithelial cells in vitro. In the second part of this paper, the results of an observational study are presented in which a spruce rot ointment was used to treat poorly healing wounds. An improvement in the wound status was achieved in 10 out of 15 patients treated (10 wounds were reduced in size, three healed completely). Four patients had to discontinue treatment due to side effects. After an average treatment period of 13 days, an average wound reduction of 67% was observed.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Fichtenfaulpech
Autor*innen
Paul Prochaska
Haupttitel (Deutsch)
Analytischer Vergleich von Pinaceen-Balsamen sowie Datenauswertung einer Beobachtungsstudie bei Anwendung einer Schweinzschmalz-basierten Fichtenfaulpechsalbe
Paralleltitel (Englisch)
Analytical comparison of pinaceae balsams and data evaluation of an observational study on the application of a lard-based spruce balm ointment
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
39 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sabine Glasl-Tazreiter
Klassifikation
44 Medizin > 44.40 Pharmazie. Pharmazeutika
AC Nummer
AC17546566
Utheses ID
75911
Studienkennzahl
UA | 066 | 605 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1