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Der lachende Mensch
philosophische Ideengeschichte eines unterschätzten Ausdrucks
Lukas Fischer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Michael Staudigl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.78952
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30120.26240.568979-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht das Lachen als Phänomen jenseits rein analytischer oder normativ-neutraler Deutungen. Ausgangspunkt ist die Frage, wie das Lachen nicht nur als psychophysiologischer Reflex oder Objekt wissenschaftlicher Neutralität verstanden werden kann, sondern in seinem kulturellen Erbe, seinen normativen Zuschreibungen sowie seinen philosophischen Bedeutungsdimensionen. Aufbauend auf Lenz Prüttings Konzeption des homo ridens wird das Lachen als ein zentrales, unterschätztes Ausdrucksmerkmal des Menschen thematisiert – nicht nur in medizinischer oder therapeutischer Perspektive, sondern als phänomenologisch und ideengeschichtlich bedeutsames Phänomen. Die Methodik folgt einem systematisch-historischen Zugriff, der zentrale Theoreme, Schlüsselbegriffe und argumentative Muster aus unterschiedlichen theoretischen Strömungen rekonstruiert. Dabei wird eine Systematik erkennbar, die zwischen einem „lachskeptischen“ und einem „heiteren“ Zugang unterscheidet – zwei Grundlinien, die das philosophische und kulturgeschichtliche Verständnis des Lachens im Abendland prägen. Diesen folgen in der Moderne, nicht ohne von der seit der Antike stattfindenden Prägung des Lachens unberührt zu bleiben, physiologisch-energetische und evolutionstheoretische Ansätze, die im Hauptteil der Arbeit der gelotologischen Traditionen vorgestellt und debattiert werden. Im Ergebnis zeigt sich, dass eine Philosophiegeschichte des Lachens möglich und erkenntnisfördernd ist. Sie eröffnet neue Perspektiven auf die Rolle des Lachens im menschlichen Selbstverständnis und liefert zugleich wertvolle Impulse für eine differenzierte Betrachtung anderer Affekte und Ausdrucksformen innerhalb der Philosophie.
Abstract
(Englisch)
This paper examines laughter as a phenomenon beyond purely analytical or normatively neutral interpretations. The starting point is the question of how laughter can be understood not merely as a psychophysiological reflex or an object of scientific neutrality, but in terms of its cultural heritage, its normative attributions, and its philosophical dimensions of meaning. Building on Lenz Prütting’s concept of the homo ridens, laughter is explored as a central yet underestimated mode of human expression – not only from a medical or therapeutic perspective, but also as a concept with rich phenomenological and historical-philosophical dimensions. The study employs a systematic-historical approach, reconstructing key theories, concepts, and argumentative patterns from diverse theoretical traditions. This reveals a fundamental distinction between two interpretive lines: a “laughter-skeptical” and a “cheerful” perspective – both of which have significantly shaped philosophical and cultural understandings of laughter in the Western tradition. In modernity, these are complemented by physiological and evolutionary approaches, which – while still influenced by earlier thought – are explored in the main part of the study through the lens of gelotological traditions. The result shows that a philosophical history of laughter is both possible and yields valuable philosophical insights. It opens up new perspectives on the role of laughter in human self-understanding and offers valuable impulses for a more differentiated consideration of other affects and forms of expression within philosophy.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Lachen Philosophische Anthropologie Ideengeschichte Phänomenologie Plessner Prütting Neue Phänomenologie Gelotologie Heiterkeit homo ridens Affekt
Schlagwörter
(Englisch)
laughter Philosophical Anthropology History of Ideas Phenomenology Plessner Prütting New Phenomenology Gelotology cheerfulness homo ridens affect
Autor*innen
Lukas Fischer
Haupttitel (Deutsch)
Der lachende Mensch
Hauptuntertitel (Deutsch)
philosophische Ideengeschichte eines unterschätzten Ausdrucks
Paralleltitel (Englisch)
The laughing human
Paralleluntertitel (Englisch)
a philosophical history of ideas about an underestimated expression
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
132 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Staudigl
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.20 Geschichte der westlichen Philosophie. Allgemeines ,
08 Philosophie > 08.36 Philosophische Anthropologie ,
08 Philosophie > 08.42 Kulturphilosophie
AC Nummer
AC17605016
Utheses ID
76128
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1