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Stillen - ein Vergleich zwischen gestillten Kindern und nicht gestillten Kindern
Heidemarie König
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Harald Werneck
DOI
10.25365/thesis.8460
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29120.00446.674970-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts völlig vernachlässigt beziehungsweise außer Acht gelassen, rückt die Thematik Stillen erst nach und nach ins Zentrum des Forschungsinteresses. Renommierte Gesundheitsorganisationen und Kommissionen empfehlen momentan, das Kind im ersten Lebenshalbjahr ausschließlich zu stillen und dann eine Laktationsbeziehung noch länger aufrecht zu halten. Die protektiven Effekte des Stillens werden in der einschlägigen Fachliteratur kontrovers gesehen. Teilweise besteht allerdings auch große Kongruenz.
In der vorliegenden Arbeit wurde der Frage nachgegangen, inwieweit sich gestillte Kinder von nicht gestillten Kindern hinsichtlich der Auftrittsrate von einigen Krankheiten unterscheiden. Es kam ein Fragebogen zum Einsatz, der von Bronneberg und Frank 1998 im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales konstruiert wurde und hier leicht abgewandelt wurde.
Die Stichprobe setzt sich insgesamt aus 83 nicht gestillten und 87 gestillten Kindern zusammen und beläuft sich daher auf 170 ProbandInnen.
Die vorliegende Arbeit belegt einen signifikanten Unterschied zwischen gestillten und nicht gestillten Kindern in der Häufigkeit von Harnwegsinfekten und gastrointestinalen Problemen, bei der Häufigkeit von Allergien kann von einem Trend gesprochen werden, indem nicht gestillte Kinder häufiger an Allergien leiden. Die Erkrankungsraten von Mittelohrentzündung, Bronchitis und Übergewicht/Adipositas erwiesen sich als nicht signifikant zwischen gestillten und nicht gestillten Kindern. Nicht signifikante Ergebnisse erzielten auch die Variablen Asthma und chronische Krankheiten, aber diesbezüglich muss angemerkt werden, dass von einer sehr geringen insgesamten Krankheitsrate gesprochen werden muss. Interessanterweise spiegelt sich die maternale Ernährung in der Kindheit in einem signifikanten Ergebnis wider, indem sich Mütter, die keine Ahnung haben, ob sie gestillt wurden, von jenen Müttern signifikant unterscheiden, die gestillt wurden.
Es kann auch von keinem Zusammenhang zwischen dem maternalen Alter und der Dauer der Stillbeziehung gesprochen werden. Das Geschlecht des Kindes erwies sich dahingehend signifikant, dass Mädchen weniger oft gestillt werden als Buben. Das Geburtsgewicht der gestillten und nicht gestillten Kinder hingegen zeigte sich als nicht signifikant. Gestillte Kinder unterscheiden sich von nicht gestillten Kindern dahingehend signifikant, dass diese früher Beikost gefüttert bekommen. Des Weiteren unterscheiden sich die einzelnen Informationsquellen, von denen die Mütter die Information über die Thematik Stillen beziehen, signifikant in ihrer Qualität.
Die Ernährung mit Muttermilch ist zwar kein Garant für ein krankheitsfreies Leben, aber der protektive Effekt kommt in vielen Lebenslagen zum Tragen. Schließlich sind die Inzidenzen der Zivilisationskrankheiten stark im Steigen und aus diesem Grund muss eine Stillinitiierung unumgänglich gefördert werden, um diesem Effekt Einhalt zu bieten.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Stillen Muttermilch Kinder Allergien Harnwegsinfekte gastrointestinale Probleme Mittelohrentzündung Bronchitis Adipositas Asthma chronische Krankheiten
Autor*innen
Heidemarie König
Haupttitel (Deutsch)
Stillen - ein Vergleich zwischen gestillten Kindern und nicht gestillten Kindern
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
162 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Harald Werneck
Klassifikation
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie: Allgemeines
AC Nummer
AC08022342
Utheses ID
7626
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
