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Exploration and feeding in greylag geese when threatened with an artificial predator
Marion Lehner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie
Betreuer*in
Petra Sumasgutner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.78629
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18220.19409.187225-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Exploration wird allgemein als die Neigung definiert, ein neues Habitat oder ein unbekanntes Objekt zu erkunden, wobei Tiere entweder mit Neugier (Neophilie) oder mit Angst und Vermeidung (Neophobie) auf den Stimulus reagieren. Platziert man eine Futterquelle neben einem unbekannten Objekt, kann dies die explorativen Tendenzen der Tiere beeinflussen. Dabei lässt sich beobachten, ob Tiere ihr Fressverhalten in Anwesenheit eines neuen Gegenstandes ändern, wodurch unterschiedliche Ausprägungen von Neophobie zum Vorschein kommen. Die Verknüpfung von Neophobie mit Exploration bietet daher einen Ansatz, individuelle Futterneophobien und das damit verbundene Fressverhalten zu untersuchen. Ziel der Studie war es, basierend auf den Delta-Latenz Werten aus einem vorherigen Novel Object Test, eine Explorationsskala zu erstellen und den Einfluss von Exploration auf die Fressdauer in Relation zur Ausprägung von Neophobie zu analysieren. In einem Experiment in Grünau im Almtal wurden 61 halbzahme Graugänse (Anser anser) einem künstlichen Raubtier (RobotFalcon) ausgesetzt und ihre Reaktionen auf die Bedrohung wurden beobachtet. Die Individuen mit niedrigem Explorationswert (höhere Neophobie) verbrachten weniger Zeit mit Fressen als Individuen mit einem höheren Explorationswertes (weniger Neophobie), die mehr Zeit für der Nahrungsaufnahme aufnahmen, allerdings nur in der Phase vor dem Prädatorangri]. Dies deutet auf eine positive Korrelation zwischen Exploration und Futterzeitbudget hin und legt nahe, dass Neophobie Einfluss auf das Fressverhalten hat. Darüber hinaus wurde die Korrelation von Fressen und Wachsamkeit untersucht, bei der eine Zunahme des einen Parameters mit einer entsprechenden Abnahme des anderen einhergeht. Die Ergebnisse unterstützten die Annahme eines Trade-o]s zwischen den beiden Verhaltensweisen, insbesondere in Gegenwart einer akuten Bedrohung; eine erhöhte Wachsamkeit war mit einer Reduktion des Grasens verbunden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Exploration mit der Fressdauer korreliert, jedoch keinen direkten Einfluss auf die Wachsamkeitsreaktionen hat. Individuelle Verhaltensantworten werden durch das wahrgenommene Risiko geprägt und dies führt zu einer Verschiebung der Zeitallokation zwischen Fressen und Wachsamkeit. Diese Studie verdeutlicht die Komplexität des Verhaltens unter Bedrohung und liefert wichtige Erkenntnisse darüber, wie Tiere ihre Handlungen angesichts potentieller Raubtiere ausbalancieren. Folglich zeigen die Ergebnisse, wie Persönlichkeitseigenschaften die Überlebensstrategien und Entscheidungsprozesse im Tierreich unter ökologischen Stress beeinflussen. Keywords: Greylag Geese Anser anser , Exploration, Neophobie, Wachsamkeit, Trade-off

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Graugänse (Anser anser) Exploration Neophobie Wachsamkeit Trade-off
Autor*innen
Marion Lehner
Haupttitel (Englisch)
Exploration and feeding in greylag geese when threatened with an artificial predator
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
72 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Petra Sumasgutner
Klassifikation
42 Biologie > 42.89 Zoologie. Sonstiges
AC Nummer
AC17564034
Utheses ID
76267
Studienkennzahl
UA | 066 | 878 | |
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