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"Empowerment" in der Praxis
zur Bedeutung des Konzepts in österreichischen Projekten gegen genderspezifische Gewalt
Julia Raphaela Summerer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Petra Dannecker
DOI
10.25365/thesis.78820
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21487.17549.328349-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese qualitative Studie untersucht österreichische Projekte, die durch Empowerment von Frauen* genderspezifischer Gewalt entgegenwirken. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Welche Vorstellungen von Empowerment vertreten die Mitarbeiter*innen österreichischer Empowerment-Projekte gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen*, und wie lassen sich diese konzeptuell einordnen? Leitfadeninterviews mit Mitarbeiter*innen aus sieben Projekten wurden mittels fokussierter Interviewanalyse ausgewertet und basierend auf einem strukturellen Gewaltbegriff, einem erweiterten Genderbegriff sowie grundlegenden feministischen Theorien zu Macht und Empowerment interpretiert. Die Ergebnisse zeigen Empowerment als kontextsensitiven, multidimensionalen Prozess, der individuelle, kollektive und strukturelle Ebenen verbindet. Zentrale Elemente sind Selbstwirksamkeit, kollektive Solidarität, machtkritisches Bewusstsein und diskriminierungsfreie Räume. Die Mitarbeitenden können durch eine reflektierte, intersektionale Haltung und einen gleichberechtigten und partizipativen Umgang mit den Teilnehmenden deren Empowerment positiv beeinflussen. Gleichzeitig wird die Wirkung der Projekte jedoch durch institutionelle Rahmenbedingungen und hegemoniale öffentliche Diskurse eingeschränkt. Die Arbeit liefert einen Beitrag zur Diskussion über die Vielschichtigkeit und kontextuelle Gebundenheit des Empowerment-Begriffs in der Gewaltprävention.
Abstract
(Englisch)
This qualitative study examines Austrian projects that counter gender-specific violence through women's* empowerment. The central research question is: What conceptions of empowerment do staff members of Austrian empowerment projects against violence towards women* and girls* hold, and how can these be conceptually categorized? Semi-structured interviews with staff from seven projects were analyzed using focused interview analysis, and interpreted based on a structural concept of violence, an expanded understanding of gender, and fundamental feminist theories of power and empowerment. The results show empowerment as a context-sensitive, multidimensional process connecting individual, collective, and structural levels. Key elements include self-efficacy, collective solidarity, a critical awareness of power dynamics, and discrimination-free spaces. Staff members can positively influence participants' empowerment through a reflective, intersectional approach and an egalitarian, participatory interaction style. However, the impact of these projects is simultaneously constrained by institutional frameworks and hegemonic discourses. This thesis contributes to the discussion on the complexity and contextual nature of the empowerment concept in violence prevention.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Empowerment genderspezifische Gewalt Empowerment-Projekte Begriffsbedeutung
Autor*innen
Julia Raphaela Summerer
Haupttitel (Deutsch)
"Empowerment" in der Praxis
Hauptuntertitel (Deutsch)
zur Bedeutung des Konzepts in österreichischen Projekten gegen genderspezifische Gewalt
Paralleltitel (Englisch)
"Empowerment" in practice
Paralleluntertitel (Englisch)
exploring the concept's meaning in Austrian projects against gender-based violence
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
137 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Petra Dannecker
Klassifikation
71 Soziologie > 71.79 Soziale Fragen, soziale Konflikte. Sonstiges
AC Nummer
AC17594401
Utheses ID
76322
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
